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Das europäische Kampfjetsystem FCAS steckt in einer Sackgasse. Dassault scherte 2025 aus dem FCAS-Konsortium mit Airbus und Indra Sistemas aus. Ein industriepolitischer Patt zwischen Paris und Berlin blockiert ein Weiterkommen seit Monaten - laut Kreisen wird intensiv über eine Auffanglösung verhandelt.
Die sieht im Wesentlichen so aus: FCAS könnte auf eine dezentrale europäische Combat Cloud reduziert werden, an der voneinander unabhängig entwickelte Luftkampfsysteme der Hersteller Airbus und Dassault andocken.
Der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) befürwortet jetzt grundsätzlich, "innerhalb des europäischen Luftkampfsystems FCAS künftig auf eine Zwei-Flugzeuge-Lösung zu setzen".
"Kein Scheitern"
"Eine Zwei-Flugzeuge-Lösung ist kein Scheitern, sondern das Erwachsenwerden von FCAS", stellte sich BDLI-Hauptgeschäftsführerin Marie-Christine von Hahn hinter die Idee. "Sie erlaubt unterschiedliche nationale Schwerpunkte und reduziert Reibungsverluste, weil Kooperation dort stattfindet, wo sie wirtschaftlich und technologisch sinnvoll ist."
Auch die IG Metall kann mit einer Zwei-Flugzeuge-Lösung leben, sofern ein Deal Beschäftigung in Deutschland sichert.
FCAS steht für "Future Combat Air System" und gilt als das größte und teuerste europäische Rüstungsprojekt. Die Gesamtkosten werden auf einen dreistelligen Milliardenbetrag geschätzt.
Das Luftkampfsystem soll im Verbund mit unbewaffneten und bewaffneten Drohnen fliegen und ist insofern mehr als ein Kampfflugzeug. Der Plan ist, dass es den von der Bundeswehr genutzten Eurofighter und auch die französische Rafale ab 2040 ablöst.
© aero.de, dpa | Abb.: Airbus | 09.02.2026 17:15







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