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Industrie befürwortet "Zwei-Flugzeuge-Lösung"

FCAS-Modell auf der Paris Air Show 2019
FCAS-Modell auf der Paris Air Show 2019, © Airbus

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BERLIN - Ende 2025 haben Deutschland und Frankreich die Entscheidung über das Luftkampfsystem FCAS vertagt - diesmal auf einen unbestimmten Zeitpunkt. FCAS könnte nun in zwei getrennte Kampfjetprojekte und eine Combat Cloud zerfallen, Verhandlungen laufen. Die Industrie befürwortet die sogenannte "Zwei-Flugzeuge-Lösung".

Das europäische Kampfjetsystem FCAS steckt in einer Sackgasse. Dassault scherte 2025 aus dem FCAS-Konsortium mit Airbus und Indra Sistemas aus. Ein industriepolitischer Patt zwischen Paris und Berlin blockiert ein Weiterkommen seit Monaten - laut Kreisen wird intensiv über eine Auffanglösung verhandelt.

Die sieht im Wesentlichen so aus: FCAS könnte auf eine dezentrale europäische Combat Cloud reduziert werden, an der voneinander unabhängig entwickelte Luftkampfsysteme der Hersteller Airbus und Dassault andocken.

Der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) befürwortet jetzt grundsätzlich, "innerhalb des europäischen Luftkampfsystems FCAS künftig auf eine Zwei-Flugzeuge-Lösung zu setzen".

"Kein Scheitern"

"Eine Zwei-Flugzeuge-Lösung ist kein Scheitern, sondern das Erwachsenwerden von FCAS", stellte sich BDLI-Hauptgeschäftsführerin Marie-Christine von Hahn hinter die Idee. "Sie erlaubt unterschiedliche nationale Schwerpunkte und reduziert Reibungsverluste, weil Kooperation dort stattfindet, wo sie wirtschaftlich und technologisch sinnvoll ist."

Auch die IG Metall kann mit einer Zwei-Flugzeuge-Lösung leben, sofern ein Deal Beschäftigung in Deutschland sichert.

FCAS steht für "Future Combat Air System" und gilt als das größte und teuerste europäische Rüstungsprojekt. Die Gesamtkosten werden auf einen dreistelligen Milliardenbetrag geschätzt.

Das Luftkampfsystem soll im Verbund mit unbewaffneten und bewaffneten Drohnen fliegen und ist insofern mehr als ein Kampfflugzeug. Der Plan ist, dass es den von der Bundeswehr genutzten Eurofighter und auch die französische Rafale ab 2040 ablöst.
© aero.de, dpa | Abb.: Airbus | 09.02.2026 17:15

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Beitrag vom 18.02.2026 - 17:43 Uhr
Da geht es wohl jetzt in Richtung Ausstieg:

 https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/friedrich-merz-stellt-kampfjet-projekt-fcas-infrage-100.html
Beitrag vom 10.02.2026 - 12:19 Uhr
"Eine Zwei-Flugzeuge-Lösung ist kein Scheitern, sondern das Erwachsenwerden von FCAS"....

Wieder ein Beispiel wie ein Scheitern positiv verklausuliert der Menschheit verkauft wird...

"Der Menschheit" wird hier gar nichts verkauft.
Das Statement kam vom BDLI, ist also eher als eine Ermunterung aus der Industrie an die Politik zu verstehen, doch bitte trotzdem Fördergeld zu überweisen und eine nationales FCAS-DE zu beauftragen.
Ganz normales Verhalten einer Lobby-Organisation also.
Beitrag vom 10.02.2026 - 09:41 Uhr
Besser als eine "Zwei-Flugzeug-Lösung" wäre eine "Ohne-Frankreich-Lösung".


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