Krieg am Persischen Golf
Älter als 7 Tage

Mehr Flugmöglichkeiten aus Nahost

Etihad Airways Airbus A321
Etihad Airways Airbus A321, © Etihad Airways

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FRANKFURT - Für Flugpassagiere gibt es zunehmend wieder Verbindungen in den Nahen Osten. Airlines nehmen erste Linienflüge in die Krisenregion ins Programm, die Reiseplanung ist aber weiter mit Unsicherheit behaftet. So brach die Lufthansa einen Linienflug von München in die saudi-arabische Hauptstadt Riad aus Sicherheitsgründen ab.

Derartige Situationen werde man in den kommenden Wochen noch häufiger sehen, sagte Lufhansa-Chef Carsten Spohr in Frankfurt. "Sicherheit geht vor."

Nach zahlreichen Flugausfällen wegen des Iran-Kriegs kündigte die Fluggesellschaft Etihad Airways eine begrenzte Zahl Flüge von Abu Dhabi auch nach Europa an.

Man werde unter anderem Frankfurt, London, Madrid, Mailand, Paris, Rom und Zürich anfliegen, teilte die Airline mit. Fluggäste mit bestehenden Buchungen würden schnellstmöglich untergebracht.

Nach der teilweisen Wiederöffnung des regionalen Luftraums führt Emirates derzeit noch einen reduzierten Flugplan durch, rechnet aber damit, "innerhalb der kommenden Tage wieder 100 Prozent ihres Streckennetzes bedienen zu können", teilte Emirates mit.

Am Donnerstag hatte Emirates bereits rund 30.000 Passagiere aus Dubai ausgeflogen. Bis Samstag wird Emirates 106 tägliche Hin- und Rückflüge zu 83 Destinationen durchführen - das entspricht nahezu 60 Prozent des Streckennetzes. Emirates fliegt inzwischen wieder mehrfach täglich nach Deutschland und wird am 7. März sieben Flüge, verteilt Frankfurt, München, Düsseldorf und Hamburg durchführen.

"In einigen Märkten mit besonders hoher Nachfrage hat Emirates seine Kapazitäten deutlich erhöht", teilte Emirates mit.. "Allein im Vereinigten Königreich wird die Airline bis zum 7. März elf tägliche Flüge über fünf Flughäfen anbieten".

Die Bundesregierung hatte schon am Donnerstag von einer Entspannung im kommerziellen Flugverkehr gesprochen. Demnach waren es an dem Tag aus Dubai und Abu Dhabi 250 kommerzielle Flüge geplant, davon über 60 nach Europa und einige auch nach Deutschland.

Zehntausende Passagiere von Eskalation betroffen

Wegen der Eskalation des Konflikts seit dem vergangenen Wochenende sitzen derzeit noch Zehntausende Menschen fest, die im Nahen Osten Urlaub machten oder einen der dortigen Flughäfen als Drehkreuz nutzen wollten. Viele Staaten dort hatten ihren Luftraum zeitweise komplett geschlossen. Inzwischen sind begrenzt wieder Flüge möglich.

Die Lufthansa-Tochter Eurowings schickt ein erstes eigenes Flugzeug ins Krisengebiet, um rund 150 Touristen nach Deutschland zurückzuholen. Geplant ist ein Sonderflug aus Riad nach Köln in der Nacht von Freitag auf Samstag, wie das Unternehmen mitteilt. An Bord kommen Gäste des eigenen Reiseveranstalters Eurowings Holidays. Es handelt sich um den ersten eigenen Rückholflug der Lufthansa Group nach Deutschland. Die Airline war bislang als Dienstleister der Bundesregierung tätig.

Regierung plant Sonderflug aus Riad

Zudem will die Bundesregierung nach drei Sonderflügen aus dem Oman auch aus Riad in der Region gestrandete Deutsche in die Heimat zurückbringen. Das kündigte Außenminister Johann Wadephul (CDU) am Donnerstagabend an.

Nach einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Papier des Auswärtigen Amts zur Information des Bundestages sollen zur Vorbereitung der Ausreise besonders Passagiere wie Schwangere, Kranke oder Ältere auf dem Landweg aus dem Golfemirat Katar nach Riad gebracht werden.

Die Lufthansa spürt unterdessen eine stark steigende Nachfrage bei Direktflügen nach Asien und Afrika. Grund sind ausfallende Umsteigeverbindungen über die Drehkreuze arabischer Gesellschaften in der Krisenregion. Der Lufthansa-Konzern prüft daher nach eigenen Angaben, die Zahl der Verbindungen zum Beispiel nach Singapur, Indien, China und Südafrika aufzustocken.
© dpa, aero.de | Abb.: Airbus | 06.03.2026 14:34

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Beitrag vom 07.03.2026 - 09:41 Uhr
Eine gute Chance für u.a. europäische Airlines zu zeigen, was sie können und auszeichnet. Mal schauen ob sie das (langfristig) nutzen könnenund,ihre Position im Wettbewerb verbessern.

'Geschrei' nach (weiteren) Subventionen, wie kürzlich von Herrn Spohr, wird dabei aber eher nicht helfen.
'Ärmel hoch und machen' ist das Gebot der Stunde!

Wo hat Spohr nach Subventionen geschrieen, und weitere?
Beitrag vom 07.03.2026 - 09:08 Uhr
Eine gute Chance für u.a. europäische Airlines zu zeigen, was sie können und auszeichnet. Mal schauen ob sie das (langfristig) nutzen könnenund,ihre Position im Wettbewerb verbessern.

'Geschrei' nach (weiteren) Subventionen, wie kürzlich von Herrn Spohr, wird dabei aber eher nicht helfen.
'Ärmel hoch und machen' ist das Gebot der Stunde!
Beitrag vom 06.03.2026 - 18:27 Uhr
Wieso bitter? Niemand hat gesagt, dass es nur Standort-Vorteile geben muss.


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