Teurer Sprit, viele Buchungen
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Wie Lufthansa durch die Nahost-Krise navigiert

Lufthansa Airbus A350-900 in München
Lufthansa Airbus A350-900 in München, © Lufthansa

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FRANKFURT - Der Iran-Krieg treibt den Ölpreis sprunghaft hoch. Bei Lufthansa fängt eine "relativ hohe Hedgerate" den ersten Preisschock ab. Resttickets verteuern sich trotzdem rasant, weil kurzfristige Direktflüge nach Asien plötzlich sehr gefragt sind. Was bedeutet der Krieg für die Flugpreise der kommenden Monate?

Derzeit verlässt kein Supertanker den Persischen Golf - der Iran blockiert die Straße von Hormus, das Nadelöhr in der globalen Öllogistik.

Der Ölpreis schnellt zum Wochenstart über die 100-Dollar-Marke. United-Chef Scott Kirby rechnet "ziemlich schnell" mit steigenden Ticketpreisen, da Airlines die höheren Tankkosten an Kunden weitergeben.

Denn wie die meisten US-Airlines verzichtet United auf Preissicherungen - und deckt den Kerosinbedarf überwiegend zum Tageskurs.

"Niemand sichert sich hier mehr ab", verteidigte Kirby auf einer Veranstaltung der Harvard University jetzt die Marktstrategie beim Treibstoffeinkauf. "Selbst wenn man (Hedging) betreibt, ist es schwierig, den Crack Spread mit abzusichern."

Der Crack Spread beschreibt die Preisdifferenz von Rohöl und Kerosin. Tatsächlich hat sich Flugtreibstoff vergangene Woche mit knapp 60 Prozent Plus fast zweimal so stark verteuert wie Rohöl.

Lufthansa verfolgt beim Treibstoff eine wesentlich defensivere Strategie als der US-Partner United - und hatte vor Kriegsbeginn für 2026 bereits 81 Prozent seines Treibstoffbedarfs über Finanzinstrumente abgesichert.

"Wichtiger Wettbewerbsvorteil"

"Unsere Treibstoff-Hedging-Strategie verschafft uns mit unserer relativ hohen Hedgerate einen wichtigen Wettbewerbsvorteil", sagte Lufthansa-Finanzvorstand Till Streichert am Freitag. Weitere Preissicherungsaktivitäten setzt Lufthansa zunächst aber aus.

Explizite Treibstoffzuschläge auf den Ticketpreis erhebt Lufthansa schon länger nicht mehr, bildet nicht direkt beeinflussbare Gebühren und Kosten aber in der "International Surcharge" nach. "Treibstoff bildet nur eine Position des Zuschlags", sagte ein Lufthansa-Sprecher aero.de am Montag.

Unmittelbarer schlagen Entwicklungen bei Angebot und Nachfrage auf Ticketpreise von Lufthansa durch. "In kaum einer anderen Branche haben Angebot und Nachfrage in Verbindung mit Wettbewerb eine so starke, dynamische und schnelle Auswirkung auf die Preise", sagte der Sprecher.

Merkliche Preisanstiege müssen Lufthansa-Passagiere aktuell vor allem auf den Fernostlinien des Konzerns hinnehmen. Das legt eine Stichprobe im Buchungsystem nahe.

"Enorm gestiegene Nachfrage"

Denn hier spürt Lufthansa auch Nachfrage von Passagieren, die eigentlich mit Emirates, Etihad Airways oder Qatar Airways fliegen wollten. "Weil die Drehkreuze im Nahen Osten geschlossen sind, sehen wir eine enorm gestiegene Nachfrage vor allem nach Asien", sagt Lufthansa-Chef Carsten Spohr am Freitag.

Lufthansa will jetzt zusätzliche Flüge nach Singapur, Indien, China und Südafrika ins System packen. Anders lasse sich die gestiegene Nachfrage nicht bedienen, sagte der Manager.
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 09.03.2026 12:40

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Beitrag vom 09.03.2026 - 16:09 Uhr
Der tut ja so als wäre er der einzige am Markt.

Das lese ich so nirgends raus. Und das wird der LHG sicher bewusst sein. Aber ganz doof sind die sicher auch nicht was Buchungssteuerung angeht. Man setzt sicher keine Linien neu auf ohne sich sicher zu sein diese mindestens kostendeckend betreiben zu können.

Die Leute rennen den europäischen Airlines derzeit die Bude ein und das nicht nur für die nächsten 2, 3 Wochen. Das Buchungsverhalten wird sicherlich mindestens eine Weile anhalten. Denn was nutzt mir das ganze Bling Bling vom Sandkasten, wenn das Flugzeug nicht kommt, um mich abzuholen.
Beitrag vom 09.03.2026 - 15:31 Uhr
Der tut ja so als wäre er der einzige am Markt. Gerade gelesen, dass AF und KL ihr Asienprogramm auch deutlich aufstocken. Irgendwie könnte aero auch ein bisschen recherchieren und nicht nur jede LH Wortmeldung wiedergeben.


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