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Lufthansa: Nachfrage nach Direktflügen steigt

Lufthansa Boeing 747-8
Lufthansa Boeing 747-8, © Lufthansa

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FRANKFURT - Die Lufthansa spürt wegen des Nahostkonflikts eine stark steigende Nachfrage bei Direktflügen nach Asien und Afrika.

Grund sind ausfallende Umsteigeverbindungen über die Drehkreuze arabischer Gesellschaften in der Krisenregion.

Der Lufthansa-Konzern prüft daher nach eigenen Angaben, die Zahl der Verbindungen zum Beispiel nach Singapur, Indien, China und Südafrika aufzustocken.

"Die massive Bündelung globaler Verkehrsströme über die Golf-Drehkreuze erweist sich zunehmend als geopolitische Achillesferse", erklärt Lufthansa-Vorstandschef Carsten Spohr anlässlich der Jahresbilanz.

Es sei daher umso wichtiger, europäische Airlines und Drehkreuze nicht weiter zu benachteiligen. Europa müsse in der Lage sein, eigene Verbindungen zu den globalen Märkten aufrechtzuerhalten.

Hintergrund ist der Aufstieg arabischer Fluggesellschaften wie Emirates oder Qatar, die in den vergangenen Jahrzehnten zunehmend Passagiere über ihre Drehkreuze am Golf gelenkt haben. Betroffen sind Verbindungen nach Asien, Afrika und Australien. In Deutschland wird diskutiert, ob diesen Gesellschaften weitere Landrechte an deutschen Flughäfen eingeräumt werden sollen.
© aero.de | 06.03.2026 08:47

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Beitrag vom 07.03.2026 - 12:56 Uhr
Man merkt es schon heftig an den Preisen. Ich hatte vor dem Irankrieg nach einem Flug mit der LH-Gruppe im April in Business nach Hong Kong gesucht. Es gab reichlich Auswahl um die 3.500€ rtn. Gestern nochmal geschaut und es gibt noch reichlich Sitze, die nun allerdings plötzlich 6.500€ und mehr kosten. Wenn sich die LG-Gruppe jetzt nicht gesundstösst wann dann??

Ich bin mir nicht wirklich sicher ob die 'Strategie': jetzt die Preise massiv anzuziehen/ hochzusetzen auch langfristig etwas bringt.
Klar im Moment erhöht man seine Einnahmen.
Aber das bleibt auch bei den Kunden hängen, das einen 'Notlage' ausgenutzt wurde.
Moderate Erhöhungen jetzt (natürlich muss/soll man auch was mitnehmen, alles andere wäre absurd!), ala 'wir lassen Euch nicht im Stich und helfen' sind marketingmässig und in der Wettbewerbspositionierung langfristig m.E. wohl sinnvoller, hallen nach und bleiben in Erinnerung.
Eine große Chance auch das Image zu verbessern.

Ich halte nicht viel von der Theorie eines 'loyalen' Kunden.
Nächstes Jahr wird die Glitzerwelt von Dubai wieder genauso viele Kunden anziehen wie vor 2 Wochen. Genauso wie nächstes Jahr auch sich keiner mehr daran erinnert, dass Condor zur Zeit für oneway MRU-FRA in der Eco 1.500 Euro verlangt, wenn man dann 50 Euro beim Flug nach Malle sparen kann.

Im übrigen gleicht sich das alles auch wieder aus, da alle zur Zeit die Preise anheben (weil sich dieser nach Angebot und Nachfrage richtet).
oneway, Eco am 18.03.
MRU-FRA: DE 1.481 EUR
MRU-CDG: AF 5.890 EUR (!)
MRU-LON: BA 1.426 EUR

Quelle: Google Flights
Beitrag vom 07.03.2026 - 09:19 Uhr
Man merkt es schon heftig an den Preisen. Ich hatte vor dem Irankrieg nach einem Flug mit der LH-Gruppe im April in Business nach Hong Kong gesucht. Es gab reichlich Auswahl um die 3.500€ rtn. Gestern nochmal geschaut und es gibt noch reichlich Sitze, die nun allerdings plötzlich 6.500€ und mehr kosten. Wenn sich die LG-Gruppe jetzt nicht gesundstösst wann dann??

Ich bin mir nicht wirklich sicher ob die 'Strategie': jetzt die Preise massiv anzuziehen/ hochzusetzen auch langfristig etwas bringt.
Klar im Moment erhöht man seine Einnahmen.
Aber das bleibt auch bei den Kunden hängen, das einen 'Notlage' ausgenutzt wurde.
Moderate Erhöhungen jetzt (natürlich muss/soll man auch was mitnehmen, alles andere wäre absurd!), ala 'wir lassen Euch nicht im Stich und helfen' sind marketingmässig und in der Wettbewerbspositionierung langfristig m.E. wohl sinnvoller, hallen nach und bleiben in Erinnerung.
Eine große Chance auch das Image zu verbessern.
Beitrag vom 06.03.2026 - 13:48 Uhr
Die Lufthansa spürt wegen des Nahostkonflikts eine stark steigende Nachfrage bei Direktflügen nach Asien und Afrika.
und
Die massive Bündelung globaler Verkehrsströme über die Golf-Drehkreuze erweist sich zunehmend als geopolitische Achillesferse".

Ist ja diese Woche so richtig. Aber denkt denn irgendwer, dass in 4-6 Wochen, wenn auch diese Aktion entweder dem Aufmerksamkeitsdefizit des aktuellen US Präsidenten oder seinem Mangel an Frustrations-Toleranz zum Opfer gefallen sein wird, sich irgendetwas längerfristig ändern wird?

Die ME3 Drehkreuze fahren wieder hoch, Business as usual wird wieder aufgenommen, 2-3 Werbekampagnen werden drübergekippt, und in 6 Monaten haben die meisten Kunden nur noch ein dumpfes "VAE,? Ja, ich glaub da war mal irgendwas" im Kopf...

Nicht mal unsere Verteidigung oder Unterstützung der Maschinenbauer plant Deutschland strategisch... da soll das ausgerechnet bei so etwas volatilem und austauschbarem wie dem Luftverkehr klappen?

Dieser Beitrag wurde am 06.03.2026 13:49 Uhr bearbeitet.


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