"Katalog des Grauens"
Älter als 7 Tage
Ufo weist Lufthansa-Vorstellungen zu Dienstregeln zurück
FRANKFURT - In der Lufthansa-Kabine ringen Konzern und Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo um neue Dienstregeln - offenbar mit harten Bandagen. Ein Verhandlungstermin am Freitag endete im Eklat. Ufo bezeichnet Lufthansa-Forderungen als "Katalog des Grauens" - und will zunächst nicht weiter verhandeln.
Der Termin zwischen Lufthansa und Ufo am vergangenen Freitag stand unter einer Vorbedingung: Ufo pochte auf ein schriftliches Lufthansa-Angebot zu einem neuen Manteltarifvertrag (MTV).
Die über den MTV fixierten Dienstregeln gelten neben den Gehältern als tragender Pfeiler der Tarifstruktur in der Lufthansa-Kabine, mit einem Warnstreik hatte Ufo im Februar bereits den Druck auf Lufthansa erhöht.
Die Vorstellungen zwischen Konzern und Gewerkschaft gehen offenbar aber noch weit auseinander. "Was uns (...) vorgestellt wurde, ist ein Katalog des Grauens und ein ganz harter Affront", setzte Ufo ihre Mitglieder per Memo nach dem Termin am Freitag ins Bild.
Ufo: Kein FolgeterminLaut Ufo will Lufthansa unter anderem Themenkreise "nachfragegerechte Saisonalität" und "smarte Produktivität" in den Vertrag verhandeln. Die Gewerkschaftsvertreter seien "mit unmissverständlichen Worten aufgestanden und gegangen".
Einen "weiteren Verhandlungstermin" werde es auf dieser Grundlage nicht geben. "Unsere Vorstellungen von einem MTV 3 liegen einfach Lichtjahre auseinander", so Ufo in dem Memo.
Der Manteltarifvertrag mit den Dienstregeln für die Lufthansa-Kabine ist inzwischen seit 14 Monaten offen.
Nachdem Verhandlungen zu einer Gesamtlösung für die deutsche Lufthansa-Kabine über die Mainline hinaus im Spätsommer 2025 gescheitert waren, hatte Ufo das MTV-Thema aus der Klammer in eigene Verhandlungen gezogen. Ufo hatte Mitglieder bei Lufthansa am 12. Februar 2026 zu einem Warnstreik um den MTV aufgerufen.
Zahlreiche Tarifthemen bei LufthansaBei Lufthansa sind derzeit mehrere Tarifthemen offen. Die Piloten der Kerngesellschaften Lufthansa und Lufthansa Cargo fordern höhere Lufthansa-Beiträge zu den Betriebsrenten. Um dieses Thema wird auch bei Eurowings gestritten.
Bei der zur Einstellung vorgemerkten Regionaltochter Cityline will die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit neue Gehaltstabellen, Ufo einen Sozialplan durchsetzen. Parallel verhandelt Lufthansa mit Verdi für das Bodenpersonal, zudem steht die Ersttarifierung des neuen Hubvernetzers City Airlines aus.
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 10.03.2026 12:49
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Beitrag vom 11.03.2026 - 14:24 Uhr
Vielleicht wäre es ein Anfang, wenn die UFO anbieten würde, den MTV des Cockpits zu übernehmen, wo irgendwie möglich.
Der ist gut! Da würde LH sofort den Champagner öffnen :-).
Ein Kritikpunkt der LH war z.B. immer der fehlende Gleichlauf und die damit enstehenden Schwierigkeiten in der Planung, den Dienstzeiten und damit entstehenden Kosten.
Gegenvorschlag, einfach Cockpit auf das Kabinenniveau anheben , dann ginge das auch ;-) >
Chapeau, der war noch besser. Der MTV des Cockpits ist gerade nicht offen, oder? Sonst hätte man das sicher noch in die derzeitigen Forderungen einbauen können.
Das geht immer, wenn sich beide Parteien einig sind. Daran dürfte es aber scheitern :-)
Generell gilt aber vielleicht auch hier, dass wenn eine Seite klar macht überhaupt nicht auf das Begehren der anderen Seite einzugehen, dass es auch nicht viel zu reden gibt. Auch dies bezüglich sind die guten, alten Zeiten halt vorbei.
Ja, die sind vorbei.>
Vieles hat sich in der Geschichte wiederholt,
abwarten. :-))
Beitrag vom 11.03.2026 - 10:32 Uhr
Vielleicht wäre es ein Anfang, wenn die UFO anbieten würde, den MTV des Cockpits zu übernehmen, wo irgendwie möglich.
Der ist gut! Da würde LH sofort den Champagner öffnen :-).
Ein Kritikpunkt der LH war z.B. immer der fehlende Gleichlauf und die damit enstehenden Schwierigkeiten in der Planung, den Dienstzeiten und damit entstehenden Kosten.
Gegenvorschlag, einfach Cockpit auf das Kabinenniveau anheben , dann ginge das auch ;-) >
Chapeau, der war noch besser. Der MTV des Cockpits ist gerade nicht offen, oder? Sonst hätte man das sicher noch in die derzeitigen Forderungen einbauen können.
Generell gilt aber vielleicht auch hier, dass wenn eine Seite klar macht überhaupt nicht auf das Begehren der anderen Seite einzugehen, dass es auch nicht viel zu reden gibt. Auch dies bezüglich sind die guten, alten Zeiten halt vorbei.
Ja, die sind vorbei.>
Vieles hat sich in der Geschichte wiederholt,
abwarten. :-))
Beitrag vom 11.03.2026 - 10:10 Uhr
Bedeutet was? Man hat den TV den man hat, davon kann man sich nicht freikaufen, auch wenn man kein GW Mitglied ist. Steht auch so im Arbeitsvertrag. Das Spiel kenne ich, als ehemaliger BR und TK Mitglied (lange her). Aber irgendwie ist heute der Umgang anders. Man verabredet einen ersten Verhandlungstermin, an dem die GW dann ihre Forderung präsentiert und dann streikt man vorher erst mal, bevor überhaupt das erste Wort gesprochen wurde?
Aber ja, ich bin auch gespannt, wann und wie die beiden sich einigen werden...
Ja, es ist sehr auffällig, dass sich alle Partner im Konzern sehr schwer tun vernünftig miteinander zu reden. Der zweite Schritt, also das "klassische Verhandeln", fällt viel zu oft aus und es wird gleich ein Streik angedroht.
Es gehört ein beidseitiger Wille dazu, ein Ergebnis zu erzielen. LH zeigt genau diesen Willen, aus meiner Sicht, viel zu selten. Der MTV ist vor fast 1,5 Jahren abgelaufen.
Das ist richtig. LH hat aber auch klar gemacht, dass die Produktivität auch zu berücksichtigen ist. Wenn dann der Verhandlungspartner sagt, wir geben nichts ab, wir erkaufen uns keine Verbesserung mit Zugeständnissen, was will man da verhandeln?
Ja, ja - die Produktivität.
Wie machen das denn nur IAG und AF/KLM?
Die UFO ist viel zu schwach und schon lange nicht mehr in der Lage auf Augenhöhe mit den LH Verhandlern zu sprechen, geschweige denn zu verhandeln. Man hat fast das Gefühl, dass sie immer ausgelacht werden.
Mein Reden!! Die haben keinen Plan, keine Vision. Wo will man hin, wo will man sein? Jetzt, auf den letzten Metern der CLH wird man hektisch und verlangt einen TV Sozialplan. Das ist doch schon ewig bekannt!
Verdi erzielt Erfolge und UFO hechelt hinterher, muss mithalten. LH lacht sich ins Fäustchen. Verdi prescht vor, will den Erfolg. LH bremst Verdi ein, Verdi gibt etwas nach, denn sie wollen unbedingt den Abschluss und LH gibt ihn. Die haben schon lange das Heft des Handelns verloren.
Ich glaube nicht das "LH lacht sich ins Fäustchen." das drohende und angekündigte Szenario so lustig findet.
Ich hoffe nur, dass die UFO sich jetzt nicht an die VC dranhängt, sondern ihren eigenen Weg geht.
Die brauchen sich nicht dranhängen, die sind ohnehin mit im Boot. Wenn Cockpit die Kosten hochtreibt verlagert LH. Da kann die Kabine machen(geben) was sie will. Der Zug ist abgefahren. Kont wird verlagert und Discover wird wachsen. Die Anzahl der Jobs lässt sich genau beziffern, die weg sind und auch nicht mehr kommen.
Warum nicht die radikale Lösung?
Mainline (Classic) zu machen und vor Discover ein LH schreiben. Problem ein für alle mal gelöst...oder vielleicht doch nicht?
Wie dem auch sei, LH hat gerade zu viele Baustellen und ist sicherlich nicht gut beraten es überall zu einer Eskalation kommen zu lassen. Offene und ehrliche Gesprächsbereitschaft von beiden Seiten wäre sicherlich ein guter Anfang....
Erst mal überhaupt zu sprechen wäre ja schon mal ein Anfang. LH weiß ziemlich genau, was sie tut. CLH ist weg, Kont zur Hälfte und, ich lehne mich mal aus dem Fenster, das Nächste könnte sein LH Cargo operated by... Die 4 A321 und AL zeigen wie es geht.
Wird Zeit, dass man zu Sinnen kommt. Wenn nix verdient wird ist nix zu verteilen.
Gilt für beide Seiten.
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Der ist gut! Da würde LH sofort den Champagner öffnen :-).
Ein Kritikpunkt der LH war z.B. immer der fehlende Gleichlauf und die damit enstehenden Schwierigkeiten in der Planung, den Dienstzeiten und damit entstehenden Kosten.
Gegenvorschlag, einfach Cockpit auf das Kabinenniveau anheben , dann ginge das auch ;-) >
Chapeau, der war noch besser. Der MTV des Cockpits ist gerade nicht offen, oder? Sonst hätte man das sicher noch in die derzeitigen Forderungen einbauen können.
Das geht immer, wenn sich beide Parteien einig sind. Daran dürfte es aber scheitern :-)
Generell gilt aber vielleicht auch hier, dass wenn eine Seite klar macht überhaupt nicht auf das Begehren der anderen Seite einzugehen, dass es auch nicht viel zu reden gibt. Auch dies bezüglich sind die guten, alten Zeiten halt vorbei.
Ja, die sind vorbei.>
Vieles hat sich in der Geschichte wiederholt,
abwarten. :-))
Der ist gut! Da würde LH sofort den Champagner öffnen :-).
Ein Kritikpunkt der LH war z.B. immer der fehlende Gleichlauf und die damit enstehenden Schwierigkeiten in der Planung, den Dienstzeiten und damit entstehenden Kosten.
Gegenvorschlag, einfach Cockpit auf das Kabinenniveau anheben , dann ginge das auch ;-) >
Chapeau, der war noch besser. Der MTV des Cockpits ist gerade nicht offen, oder? Sonst hätte man das sicher noch in die derzeitigen Forderungen einbauen können.
Generell gilt aber vielleicht auch hier, dass wenn eine Seite klar macht überhaupt nicht auf das Begehren der anderen Seite einzugehen, dass es auch nicht viel zu reden gibt. Auch dies bezüglich sind die guten, alten Zeiten halt vorbei.
Ja, die sind vorbei.>
Vieles hat sich in der Geschichte wiederholt,
abwarten. :-))
Bedeutet was? Man hat den TV den man hat, davon kann man sich nicht freikaufen, auch wenn man kein GW Mitglied ist. Steht auch so im Arbeitsvertrag. Das Spiel kenne ich, als ehemaliger BR und TK Mitglied (lange her). Aber irgendwie ist heute der Umgang anders. Man verabredet einen ersten Verhandlungstermin, an dem die GW dann ihre Forderung präsentiert und dann streikt man vorher erst mal, bevor überhaupt das erste Wort gesprochen wurde?
Aber ja, ich bin auch gespannt, wann und wie die beiden sich einigen werden...
Ja, es ist sehr auffällig, dass sich alle Partner im Konzern sehr schwer tun vernünftig miteinander zu reden. Der zweite Schritt, also das "klassische Verhandeln", fällt viel zu oft aus und es wird gleich ein Streik angedroht.
Es gehört ein beidseitiger Wille dazu, ein Ergebnis zu erzielen. LH zeigt genau diesen Willen, aus meiner Sicht, viel zu selten. Der MTV ist vor fast 1,5 Jahren abgelaufen.
Das ist richtig. LH hat aber auch klar gemacht, dass die Produktivität auch zu berücksichtigen ist. Wenn dann der Verhandlungspartner sagt, wir geben nichts ab, wir erkaufen uns keine Verbesserung mit Zugeständnissen, was will man da verhandeln?
Ja, ja - die Produktivität.
Wie machen das denn nur IAG und AF/KLM?
Die UFO ist viel zu schwach und schon lange nicht mehr in der Lage auf Augenhöhe mit den LH Verhandlern zu sprechen, geschweige denn zu verhandeln. Man hat fast das Gefühl, dass sie immer ausgelacht werden.
Mein Reden!! Die haben keinen Plan, keine Vision. Wo will man hin, wo will man sein? Jetzt, auf den letzten Metern der CLH wird man hektisch und verlangt einen TV Sozialplan. Das ist doch schon ewig bekannt!
Verdi erzielt Erfolge und UFO hechelt hinterher, muss mithalten. LH lacht sich ins Fäustchen. Verdi prescht vor, will den Erfolg. LH bremst Verdi ein, Verdi gibt etwas nach, denn sie wollen unbedingt den Abschluss und LH gibt ihn. Die haben schon lange das Heft des Handelns verloren.
Ich glaube nicht das "LH lacht sich ins Fäustchen." das drohende und angekündigte Szenario so lustig findet.
Ich hoffe nur, dass die UFO sich jetzt nicht an die VC dranhängt, sondern ihren eigenen Weg geht.
Die brauchen sich nicht dranhängen, die sind ohnehin mit im Boot. Wenn Cockpit die Kosten hochtreibt verlagert LH. Da kann die Kabine machen(geben) was sie will. Der Zug ist abgefahren. Kont wird verlagert und Discover wird wachsen. Die Anzahl der Jobs lässt sich genau beziffern, die weg sind und auch nicht mehr kommen.
Warum nicht die radikale Lösung?
Mainline (Classic) zu machen und vor Discover ein LH schreiben. Problem ein für alle mal gelöst...oder vielleicht doch nicht?
Wie dem auch sei, LH hat gerade zu viele Baustellen und ist sicherlich nicht gut beraten es überall zu einer Eskalation kommen zu lassen. Offene und ehrliche Gesprächsbereitschaft von beiden Seiten wäre sicherlich ein guter Anfang....
Erst mal überhaupt zu sprechen wäre ja schon mal ein Anfang. LH weiß ziemlich genau, was sie tut. CLH ist weg, Kont zur Hälfte und, ich lehne mich mal aus dem Fenster, das Nächste könnte sein LH Cargo operated by... Die 4 A321 und AL zeigen wie es geht.
Wird Zeit, dass man zu Sinnen kommt. Wenn nix verdient wird ist nix zu verteilen.
Gilt für beide Seiten.