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Lufthansa: Pilotenstreik ist nicht nachvollziehbar

Michael Niggemann
Michael Niggemann, © Lufthansa

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FRANKFURT - Die Lufthansa verurteilt den für Donnerstag und Freitag geplanten Streik ihrer Piloten als unnötige Eskalation. Der Konzern arbeitet an einem Ersatzflugplan für beide Tage. Der Streikaufruf der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit sei nicht nachvollziehbar, erklärte Personalvorstand Michael Niggemann.

"Vor allem nicht in einer Zeit, in der wir mit dem Iran Krieg ein neues Ausmaß geopolitischer Unsicherheit erleben und Passagiere weltweit davon betroffen sind." Die VC hatte lediglich Flüge in den Nahen Osten von ihrer Streikdrohung ausgenommen.

Der Konzern will laut den Ankündigungen bis spätestens 14.00 Uhr einen Ersatzflugplan für den Streikzeitraum vorlegen. Dazu habe man einen internen Aufruf gestartet, um trotz des Streiks eine Mindestzahl von Flügen anbieten zu können.

Die nicht bestreikten Flugbetriebe Discover Airlines und Lufthansa City Airlines würden ihr Programm planmäßig absolvieren und nach Möglichkeit Zusatzflüge übernehmen. Beim ersten VC-Streik vor einem Monat waren an einem Tag mehr als 800 Flüge ausgefallen.

Das große Ganze

Der Gewerkschaft bot Niggemann erneut Gespräche über eine Gesamtlösung an. "Vielmehr sollten wir, statt die Entwicklungsmöglichkeiten der Lufthansa Classic durch Streiks weiter zu verschlechtern, Gespräche über die Modernisierung und die zukünftige Flottengröße aufnehmen, was sich direkt und unmittelbar auf die Karriereperspektiven von Pilotinnen und Piloten auswirkt."

Die Gewerkschaft hat die mehr als 5.000 Piloten der Flugbetriebe Lufthansa, Lufthansa Cargo und Lufthansa Cityline zu einem 48-Stunden-Streik aufgerufen, der um Mitternacht beginnen soll. Während es bei der Regionaltochter Cityline um eine Anhebung der Gehälter geht, streiten die Tarifpartner bei der Cargo und der Kerngesellschaft um höhere Betriebsrenten.
© dpa | Abb.: Lufthansa | 11.03.2026 11:05

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Beitrag vom 11.03.2026 - 11:45 Uhr
Herrlich diese vorgeschobenen Gründe. Dabei wissen alle Beteiligten, dass es um weitere Auslagerungen richtung VL geht.

Es geht insofern darum, dass man dies nicht mehr verhindern kann und sich das bezahlen lassen möchte. Warum einfach nur zusehen?

Naja, dann wird City eben schneller wachsen und die Mainline schneller schrumpfen. Am eigenen Ast gesägt.>

City wächst nicht schneller, weil sie nicht kann. Genau das ist eines von CS Problemen.
Beitrag vom 11.03.2026 - 11:41 Uhr
Wieder einer, neben CS, der es nicht verstehen möchte.

"Vielmehr sollten wir, statt die Entwicklungsmöglichkeiten der Lufthansa Classic durch Streiks weiter zu verschlechtern, Gespräche über die Modernisierung und die zukünftige Flottengröße aufnehmen, was sich direkt und unmittelbar auf die Karriereperspektiven von Pilotinnen und Piloten auswirkt."

Man möchte höhere Betriebsrenten, den Rest möchte man nicht besprechen und das gibt der offene TV auch nicht her. Sonst muss man sich hinterher wieder drohen lassen, Dinge zu fordern, die nicht verhandelbar sind, Einmischung in die Handlungsfreiheit des Unternehmens, oder gar Firmenpolitik.
Beitrag vom 11.03.2026 - 11:34 Uhr
Herrlich diese vorgeschobenen Gründe. Dabei wissen alle Beteiligten, dass es um weitere Auslagerungen richtung VL geht.

Naja, dann wird City eben schneller wachsen und die Mainline schneller schrumpfen. Am eigenen Ast gesägt.


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