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Bei Lufthansa schaukelt sich ein Crewstreik hoch. Nach einem Streik am Freitag ruft die Kabinengewerkschaft Ufo Flugbegleiter bei Lufthansa und Lufthansa Cityline am Mittwoch und Donnerstag erneut zu einem Streik auf. Seit Montag ist Lufthansa mit einem zweitägigen Cockpitstreik konfrontiert.
Ufo will neue Dienstregeln bei Lufthansa und einen Sozialplan bei Lufthansa Cityline durchsetzen.
Dem neuen Streikaufruf ging nach Informationen von aero.de ein eilig einberufenes Treffen zwischen Ufo und Lufthansa am Sonntag voraus. Im Lufthansa-Crewportal ist von einem "intensiven und offenen" Austausch die Rede.
"Lufthansa hat uns am Sonntag ein Schreiben in veränderter Tonalität übermittelt", heißt es in einem Ufo-Memo, das aero.de vorliegt. Kurz darauf kam das Treffen in der Lufthansa-Zentrale zustande. "Bis nach Mitternacht haben wir miteinander gesprochen", so Ufo. Die Verhandlungen blieben ergebnislos, ebenso ein kurzer Nachklapp am Montag.
Ufo wirft Lufthansa "Hardliner-Position" vor
Die Fronten scheinen derzeit verhärtet. "Wir haben es hier mit einer Arbeitgeberseite zu tun, die sich in einer Hardliner-Position eingerichtet hat", sagte Ufo-Tarifexperte Harry Jäger. Mit der Verdoppelung der Streiktage pro Runde folgt Ufo einem aus früheren Lufthansa-Konflikten bekannten Eskalationsmuster.
Lufthansa-Personalvorstand Michael Niggemann nannte die Streiks hingegen "verantwortungslos". Bei Cityline könnten die Arbeitskämpfte den Schließungsprozess und den bis Jahresende geplanten Abzug der CRJ-Kernflotte "beschleunigen", warnte der Manager.
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 14.04.2026 10:34







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