Im Süden des Frankfurter Flughafens, auf einst militärisch genutzten Flächen, ist ein Flughafen für sich entstanden: 19 Millionen Passagiere kann das Terminal 3 mit anfänglich drei Flugsteigen stemmen: "G", "H" und "J". In der ersten Betriebsphase werden aber nur an "H" und "J" Flugzeuge andocken.
Der Direktflüge konzipierte Pier "G" ist bereits seit 2022 baulich fertiggestellt und technisch von den anderen Flugsteigen getrennt. Eine vorzeitige Inbetriebnahme hatte Fraport in der Covid-19-Phase aber vorworfen.
Jetzt wird "G" vom verhinderten Frühstarter zum Nachzügler. "Der Check-in-Bereich wird von Anfang an genutzt, der Abschnitt mit den Boarding-Gates 2027, wenn die Fluggesellschaft Condor umzieht", sagte Fraport-Chef Stefan Schulte der "FAZ".
Der mittlere Flugsteig "H" wird auf 400 Meter Länge und mit zehn Parkpositionen den Schengen-Verkehr am T3 abbilden. Über Flugsteig "J" - 600 Meter lang und ausgestattet mit 14 Gebäudepositionen - wickelt Frankfurt den Non-Schengen-Verkehr im T3 ab. Ein vierter, bereits genehmigter Flugsteig "K" kann die T3-Kapazität in Zukunft auf 25 Millionen Fluggäste erhöhen.
Condor wird "größter Nutzer" des T3
Der Frankfurter Flughafen räumt nun das Terminal 2 für eine Generalsanierung komplett - alle T2-Nutzer ziehen ins Terminal 3 um. "Condor wird im Terminal 3 mit etwa 30 Prozent des Reisendenaufkommens der größte Nutzer, neben rund 50 anderen Fluggesellschaften", sagte Schulte der "FAZ".
Mit der Inbetriebnahme sortieren sich die Allianzverkehre in Frankfurt neu. Das Terminal 1 bleibt Revier von Lufthansa und Star Alliance. Im T3 machen sich neben Condor und Airlines der Bündnisse SkyTeam und Oneworld Frankfurter Schwergewichte wie Emirates und Etihad Airways breit.
© aero.de | Abb.: Condor | 23.04.2026 06:05







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