FRANKFURT - Zehn Jahre nach dem ersten Spatenstich ist das neue Passagier-Terminal am Frankfurter Flughafen bezugsreif - der neue Komplex öffnet am 22. April 2026. Flughafenbetreiber Fraport hat am Freitag einen neuen T3-Nutzer vorgestellt: Condor geht - 2027 - in Frankfurt auch räumlich auf Distanz zu Lufthansa.
Eröffnung: 22. April 2026. Erster Abflug: 23. April 2026. Fraport nimmt nach zehn Jahren Bauzeit alsbald das T3 in Betrieb.
Im Süden des Flughafens, auf einst militärisch genutzten Flächen, ist ein Flughafen für sich entstanden: 19 Millionen Passagiere kann das neue Terminal mit anfänglich drei Flugsteigen - G, H und J - stemmen.
Im nachgelagerten Vollausbau wird die T3-Kapazität bis auf 25 Millionen Jahrespassagiere ansteigen, BER-Format.
Die Terminalöffnung wird ab April für viel Bewegung am Flughafen sorgen: 57 Airlines - alle aktuellen Nutzer des T2 - werden laut Fraport "in vier Wellen" in das T3 übersiedeln. Das T2 macht anschließend dicht - und wird im Zuge einer mehrjährigen Generalsanierung mit dem T1 für Lufthansa und ihre engsten Star-Alliance-Partner baulich zusammengelegt.
Damit sortieren sich die Allianzverkehre in Frankfurt neu. Das Terminal 1 bleibt Revier von Lufthansa und Star Alliance. Im T3 machen sich neben den Airlines der Bündnisse SkyTeam und Oneworld Frankfurter Schwergewichte wie Emirates und Etihad Airways breit - und Condor!
Die bisher fest auf das T1 gebuchte Condor wird im Sommer 2027 in das Terminal 3 am Flughafen Frankfurt umziehen. Dies gaben Fluggesellschaft und Flughafenbetreiber Fraport am Freitag im Rahmen eines gemeinsamen Events im Terminal 3 in Frankfurt bekannt, nachdem es bereits entsprechende Wechselgerüchte gegeben hatte.
"Mit dem geplanten Umzug in das hochmoderne Terminal 3 im Sommer 2027 setzen wir unseren Zukunftskurs konsequent fort", sagte Condor-Chef Peter Gerber. "Nach der erfolgreichen Erneuerung unserer Flotte und der strategischen Weiterentwicklung unserer Marke investieren wir nun, pünktlich zum 70. Geburtstag von Condor, auch infrastrukturell in die Zukunft."
Condor zieht aus "Lufthansa-Terminal" ausCondor ist mit 60 Flugzeugen der zweitgrößte Nutzer des Frankfurter Flughafen und schwimmt sich mit dem Terminalwechsel nach einem tiefen Zerwürfnis mit Lufthansa weiter vom langjährigen Partner frei - über das T1 hatten Condor-Langstreckenpassagiere, die mit Lufthansa-Flügen an das Drehkreuze anreisten, in der Vergangenheit kurze Wege zum nächsten Flug.
Nachdem Lufthansa Condor Sonderkonditionen für die Nutzung des Zubringernetzes gestrichen hatte, setzte Condor ein eigenes Zubringersystem rund um das Drehkreuz mit teils mehrfach täglich bedienten Städtelinien auf.
Condor wurde deswegen schon länger Interesse an einem Umzug ins T3 nachgesagt. Trotz Star-Alliance-Mitgliedschaft gilt Turkish Airlines als weiterer möglicher Kandidat für einen Sprung vom T1 ins T3.
© aero.de | Abb.: Fraport, Condor | 27.02.2026 11:39
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Beitrag vom 02.03.2026 - 14:27 Uhr
In jeder Hinsicht von Ihnen zutreffend dargelegt. Dessen dürfte man sich bei Condor bewußt sein und sorgfältig abgewogen haben. Nur:
Wieviele Leute kennen Sie denn persönlich, die ihre Buchung konkret vom Abflugterminal abhängig machen?
Das Problem könnte eher andersrum auftreten, nämlich dass viele Leute den Skytrain und damit zusammenhängende Wartezeiten bei der Anreise gerade nicht einkalkulieren.
Laut FlyDubai und Emirates gibt es für Umsteiger (also Feed) einen Airside Shuttle.
Einen Airside Shuttle hatte zumindest Fraport zudem in der Projektphase des T3 immer ausgeschlossen und betont, T3 wäre ausschließlich für P2P/Billigflieger gedacht. Die verhältnismäßig schmalbandige Anbindung über den öffentlichen Bereich ist daher rein für ÖPNV-Anreisen geplant.
Das ist auch immer noch so, laut FRAport. Das macht es für bestimmte Destinationen noch unattraktiver, zB Oslo Karibik. Feed geht laut Condor über LH, nach T1, Einreise nach D da nicht Schengen, Skyline nach T3, Ausreise und Sicherheitskontrolle. Klar, geht alles, ich sag ja nur, keine gute Lösung.
Eben, genau wie in DXB (mit zwei Tickets und Gepäck). Und, ich wiederhole mich, dort betrifft das wesentlich mehr PAXe als (vermutlich) in FRA. Wenn denn TK wirklich auch umzieht, sogar die einer Allianz.
Beitrag vom 02.03.2026 - 14:19 Uhr
Kein Problem, ich bin meine eigene Reisekostenstelle.
>
Das freut mich sehr für Sie.
Allerdings gehe ich davon aus, daß das auf die wenigsten Buchungen zutrifft.
Die meisten Buchungen dürften wohl touristischer Natur sein, wo das kaum eine Rolle spielt, oder aber im Geschäftsreiseverkehr über eine solche Kostenstelle abgerechnet werden.
Beitrag vom 02.03.2026 - 12:48 Uhr
In jeder Hinsicht von Ihnen zutreffend dargelegt. Dessen dürfte man sich bei Condor bewußt sein und sorgfältig abgewogen haben. Nur:
Wieviele Leute kennen Sie denn persönlich, die ihre Buchung konkret vom Abflugterminal abhängig machen?
Das Problem könnte eher andersrum auftreten, nämlich dass viele Leute den Skytrain und damit zusammenhängende Wartezeiten bei der Anreise gerade nicht einkalkulieren.
Laut FlyDubai und Emirates gibt es für Umsteiger (also Feed) einen Airside Shuttle.
Einen Airside Shuttle hatte zumindest Fraport zudem in der Projektphase des T3 immer ausgeschlossen und betont, T3 wäre ausschließlich für P2P/Billigflieger gedacht. Die verhältnismäßig schmalbandige Anbindung über den öffentlichen Bereich ist daher rein für ÖPNV-Anreisen geplant.
Das ist auch immer noch so, laut FRAport. Das macht es für bestimmte Destinationen noch unattraktiver, zB Oslo Karibik. Feed geht laut Condor über LH, nach T1, Einreise nach D da nicht Schengen, Skyline nach T3, Ausreise und Sicherheitskontrolle. Klar, geht alles, ich sag ja nur, keine gute Lösung.
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Wieviele Leute kennen Sie denn persönlich, die ihre Buchung konkret vom Abflugterminal abhängig machen?
Das Problem könnte eher andersrum auftreten, nämlich dass viele Leute den Skytrain und damit zusammenhängende Wartezeiten bei der Anreise gerade nicht einkalkulieren.
Laut FlyDubai und Emirates gibt es für Umsteiger (also Feed) einen Airside Shuttle.
Einen Airside Shuttle hatte zumindest Fraport zudem in der Projektphase des T3 immer ausgeschlossen und betont, T3 wäre ausschließlich für P2P/Billigflieger gedacht. Die verhältnismäßig schmalbandige Anbindung über den öffentlichen Bereich ist daher rein für ÖPNV-Anreisen geplant.
Das ist auch immer noch so, laut FRAport. Das macht es für bestimmte Destinationen noch unattraktiver, zB Oslo Karibik. Feed geht laut Condor über LH, nach T1, Einreise nach D da nicht Schengen, Skyline nach T3, Ausreise und Sicherheitskontrolle. Klar, geht alles, ich sag ja nur, keine gute Lösung.
Eben, genau wie in DXB (mit zwei Tickets und Gepäck). Und, ich wiederhole mich, dort betrifft das wesentlich mehr PAXe als (vermutlich) in FRA. Wenn denn TK wirklich auch umzieht, sogar die einer Allianz.
Kein Problem, ich bin meine eigene Reisekostenstelle.
>
Das freut mich sehr für Sie.
Allerdings gehe ich davon aus, daß das auf die wenigsten Buchungen zutrifft.
Die meisten Buchungen dürften wohl touristischer Natur sein, wo das kaum eine Rolle spielt, oder aber im Geschäftsreiseverkehr über eine solche Kostenstelle abgerechnet werden.
Wieviele Leute kennen Sie denn persönlich, die ihre Buchung konkret vom Abflugterminal abhängig machen?
Das Problem könnte eher andersrum auftreten, nämlich dass viele Leute den Skytrain und damit zusammenhängende Wartezeiten bei der Anreise gerade nicht einkalkulieren.
Laut FlyDubai und Emirates gibt es für Umsteiger (also Feed) einen Airside Shuttle.
Einen Airside Shuttle hatte zumindest Fraport zudem in der Projektphase des T3 immer ausgeschlossen und betont, T3 wäre ausschließlich für P2P/Billigflieger gedacht. Die verhältnismäßig schmalbandige Anbindung über den öffentlichen Bereich ist daher rein für ÖPNV-Anreisen geplant.
Das ist auch immer noch so, laut FRAport. Das macht es für bestimmte Destinationen noch unattraktiver, zB Oslo Karibik. Feed geht laut Condor über LH, nach T1, Einreise nach D da nicht Schengen, Skyline nach T3, Ausreise und Sicherheitskontrolle. Klar, geht alles, ich sag ja nur, keine gute Lösung.