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SPD: Frankreich spielt für Dassault auf Zeit

FCAS - neuer Kampfjet für Europa
FCAS - neuer Kampfjet für Europa, © Airbus

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BERLIN - Das milliardenschwere Rüstungsvorhaben FCAS steht auf der Kippe. Doch noch wollen Bundeskanzler Merz und Frankreichs Präsident Macron das Projekt nicht aufgeben. Aus der SPD kommt Kritik - die Regierungspartei glaubt zumindest nicht mehr an "eine gemeinsame Lösung mit Dassault".

Der SPD-Verteidigungsexperte Christoph Schmid hält das gemeinsame europäische Kampfjet-Projekt FCAS für gescheitert. "Ich halte es für wenig hilfreich, wenn wir nun weitere Schleifen drehen", sagte Schmid der "Augsburger Allgemeinen". "Schon seit einem knappen Jahr ist eigentlich allen Informierten klar, dass es keine gemeinsame Lösung mit Dassault mehr geben wird."

Dies sei keine generelle Absage an eine deutsch-französische Kooperation bei Rüstungsprojekten. "Seit Monaten wird aber von französischer Seite zugunsten von Dassault auf Zeit gespielt ohne Rücksicht auf bereits geschlossene Verträge. Dadurch entsteht zwangsläufig der Eindruck, dass man gerne deutsche Finanzierungsanteile für die Entwicklung französischer Fähigkeiten nutzen möchte, aber nicht zu einer echten Partnerschaft bereit ist", so Schmid.

Der Europa-Staatsminister im Auswärtigen Amt, Gunther Krichbaum, betonte dagegen: "Wir wollen FCAS auch weiterhin zum Erfolg führen, denn das wäre in der aktuellen internationalen Situation ein wichtiges Signal der europäischen Zusammenarbeit und speziell der deutsch-französischen Kooperation bei Rüstung und Verteidigung."

Dabei dürfe man natürlich die eigenen nationalen Interessen nicht aus den Augen verlieren. "Und die sind im Moment nicht hinreichend gewahrt. Es geht schließlich auch um Fragen der Patentnutzung."

FCAS steht für "Future Combat Air System" und wäre bei einer Realisierung das größte und teuerste europäische Rüstungsprojekt. Das Luftkampfsystem soll im Verbund mit unbewaffneten und bewaffneten Drohnen fliegen und ist insofern mehr als ein Kampfflugzeug. Der Plan ist, dass es den von der Bundeswehr genutzten Eurofighter und auch die französische Rafale ab 2040 ablöst.

Die beteiligten Unternehmen Dassault (Frankreich), Airbus Deutschland und Indra (Spanien) sind sich über den Bau bisher nicht einig geworden und haben die Entscheidung mehrfach verschoben. Bundeskanzler Friedrich Merz und der französische Präsident Emmanuel Macron delegierten das Thema am Freitag bei einem Treffen am Rande des EU-Gipfels in Zypern wieder an die Verteidigungsminister.
© dpa, aero.de | Abb.: Airbus | 27.04.2026 06:26

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Beitrag vom 28.04.2026 - 16:37 Uhr
Wenn die Interessen der Bayerischen Luftfahrtindustrie mehr von der SPD als von der CSU wahrgenommen werden ist klar dass in der Staatskanzlei etwas gewaltig schief läuft.

Was Merkelknecht Markus in Bayern bisher an Schaden angerichtet hat ist jetzt schon wirklich beeindruckend aber er hört trotzdem einfach nicht auf.
Früher hätte der spätestens mit Anbruch der zweiten Hälfte seiner Corona Nummer am Ostufer des Stanberger Sees die Bayerische Version der bay-of-pigs Behandlung bekommen aber inzwischen ist unser Staat dermaßen von Inkompetenznetzwerken und echtem Opportunismus zersetzt dass so eine Aktion im Vorhinein zum Scheitern verurteilt wäre.

So wie der sich u.a. an der MSC mal zu Deutschlands Fähigkeiten zum Bau einer Atombombe (laut ihm sind wir zu blöd dazu), an der TUM zu deren neuen alten Supercomputer (laut ihm geht es garnicht darum an der Weltspitze mitzuspielen) oder zum Abbruch unserer AKWs (kann er angeblich nicht verhindern = glatt gelogen) geäußert hat und sonst zwar manchmal durchause sinnvolle Dinge fordert aber selten irgendwas davon umsetzt (im Gegensatz zu z.B. diversen völlig sinnlosen Großprojekten im Nürnberger Raum zwecks Verbrennung knapper finanzieller Mittel) muss man wirklich davon ausgehen dass der Typ nicht nur extrem inkompetent und ambitionslos ist sondern seinen Eid gebrochen hat und die Interessen von Dritten vertritt.

Dass der zu allem aber kaum was zu wirklich wichtigen Dingen wie z.B. dem FCAS Debakel sagt obwohl diese Bayern stark betreffen ist für mich quasi der Beweis dafür.

Döder muss weg!
Beitrag vom 27.04.2026 - 10:05 Uhr
Dieses Rumgeiere ist schrecklich. Wenn man sich an das Eurofighter/Rafale-Desaster erinnert, bei dem man die beim französichen "Übern´n Tisch gezogen werden" erzeugte Reibungswärme noch als "freundschaftliche Nestwärme" verkauft hatte... Vielleicht sollte man einfach mal draus lernen, dass bestimmte Projekte mit der "nicht so wirklich grande nation" einfach unsinnig sind.
Beitrag vom 27.04.2026 - 08:25 Uhr
Ein totes Pferd kann man nicht reiten. Das sollte doch selbst bei Politikern langsam offensichtlich sein.


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