FRANKFURT - Im Tarifkonflikt zwischen Lufthansa und den Piloten der Kernmarken gibt es zunächst kein Vorankommen - Sondierungen zu einer möglichen Schlichtung verliefen im Sand.
Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit und Lufthansa finden vorerst nicht in eine Schlichtung. Aus drei "Sondierungsgesprächen" Ende April sei auf Seiten der Gewerkschaft der Eindruck entstanden, dass eine "ergebnisoffene Schlichtung" von Lufthansa "derzeit nicht gewünscht ist", teilte Cockpit am Freitag mit.
Der Konzern habe "unmissverständlich klargestellt", dass ein Schlichtungsergebnis "auf keinen Fall ein Plus für die Pilotinnen und Piloten der einzelnen Flugbetriebe beinhalten dürfe".
Grundsätzlich stehe Cockpit aber weiter für eine Schlichtung "mit einem neutralen Dritten" zur Verfügung, über die mehrere Tarifkreise zeitgleich geregelt werden können.
© aero.de | 01.05.2026 14:59
Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de
registrieren oder
einloggen.
Beitrag vom 07.05.2026 - 16:53 Uhr
@Heinzi: Sie wissen sicher das es inzwischen auch interne kritische Stimmen gibt. Wird noch spannend.>
Yep, stimmt. Das gab es immer und ist ja auch eine Meinung, die man haben kann. Es gibt halt immer noch einige, die glauben, wenn wir ganz lieb sind, wird alles gut. Klar scheint, der VC gehen die Optionen aus.
Genau. Daran zu glauben, wenn man überhaupt nicht lieb ist, wird alles gut, hat ja bisher super funktioniert.
Eigentlich gehen der VC die Optionen überhaupt nicht aus. Man hat immer noch vollen Handlungsspielraum. Die Frage ist, was will man eigentlich genau? Das stellen ja auch die kritischen Stimmen, alles ehemalige Schwergewichte der VC, in Frage. Gibt es eine Vision, einen Plan, eine Strategie für die Zukunft. Oder hat man schlicht aufgegeben und kocht LH nur noch ab?
Das hatte nun zunächst ein rechtliches Problem. Hatten wir alles schon einmal. In vergangenen Verhandlungen sollte VC seitens LH verklagt werden, weil VC nicht offene Themen mit in die Verhandlungen werfen wollte.
Das war kein "Problem", das war handwerklich einfach schlecht gemacht. Wenn man öffentlich posaunt, dass man eigentlich für etwas ganz anderes streikt, als in dem TV enthalten, dann darf man sich nicht wundern, wenn das ein Gericht kassiert.
Wenn man über Sachen außerhalb des offenen TV reden will, dann sichert man das ab. Wurde auch schon so gemacht und ist bekannt. Das jetzt als Ausrede zu nutzen, weil man wieder den schwarzen Peter rüberschieben will, ist uninspiriert. Das kann man sich aktuell nicht leisten.
Jetzt möchte plötzlich LH sowas. Kein Wunder, dass die VC da sehr vorsichtig ist.
Einfach nur die Hausaufgaben machen, dann klappt das schon. Wenn die das nicht können, gehören sie weg. So einfach ist das.
Beitrag vom 07.05.2026 - 10:36 Uhr
Ach so ist das: hinter letztlich wirtschaftlichen Entscheidungen steht eine "Ideologie"? Das ist doch etwas, was sonst nur den Grünen vorgeworfen wird.
Da schätzen Sie Spohr falsch ein. Manchmal geht es nicht um wirtschaftliche Entscheidungen. Er hat die VC satt, koste es was es wolle. Das hat man schon häufiger gesehen und er hat auch in Aussagen klar gemacht. Jump war z.B. ein finanzielles Desaster, wurde aber durchgezogen, obwohl es in-house Alternativen mit der VC gegeben hätte.
Auch hier sei die Frage erlaubt, wie viel VC zu diesem (Nicht-)Verhältnis beigetragen hat.
Da hilft keine Mediation mehr, sondern nur der Austausch beider Teams.
Na, dann sind wir mal einer Meinung.
Beitrag vom 07.05.2026 - 10:10 Uhr
Könnte doch sein, dass das nicht der einzige Grund ist? Dass wirklich wirtschaftliche Gründe dafür sprechen. Zu verhindern wäre es vermutlich gewesen, wenn beide (!!) Seiten kompromissfähig gewesen wären. Wie wäre es also mal mit einem Perspektivwechsel?
Das war die Ansage von LH. Intern konkurrierende Töchter, die sich um die hingeworfenen Brocken prügeln indem sie sich gegenseitig unterbieten, um Flugzeuge und Strecken zu bekommen. Natürlich geht es um Kosten und Gewrkschaftslosigkeit.
Dann erklären Sie, warum LH mit ver.di Tarifverträge schließt, wenn doch Gewerkschaftsfreiheit das Ziel ist. Oder verstehen Sie unter Gewerkschaftslosigkeit, wenn keine Verträge mit UFO und VC angeschlossen werden?
Sorry, ja, richtig. Natürlich war VC-Freiheit gemeint.
Und warum wird die Mutter geschrumpft? Liegt es wieder nur an einer Seite? Spielen wirtschaftlich interne und externe Faktoren keine Rolle dabei? Und was hat VC zum Schrumpfungsprozess beigetragen, auch durch Forderungen bei den Töchtern, die VC nicht verhindern konnte oder wollte?
Es ist doch jetzt völlig unerheblich warum die Mutter geschrumpft wird. Sie wird. Punkt. Und da ändert auch kein Zugeständnis mehr etwas dran. Das ist Ideologie und gewollt. Daher die Haltung der VC.
Ach so ist das: hinter letztlich wirtschaftlichen Entscheidungen steht eine "Ideologie"? Das ist doch etwas, was sonst nur den Grünen vorgeworfen wird.
Da schätzen Sie Spohr falsch ein. Manchmal geht es nicht um wirtschaftliche Entscheidungen. Er hat die VC satt, koste es was es wolle. Das hat man schon häufiger gesehen und er hat auch in Aussagen klar gemacht. Jump war z.B. ein finanzielles Desaster, wurde aber durchgezogen, obwohl es in-house Alternativen mit der VC gegeben hätte.
Eine Schlichtung also nur, wenn das Ergebnis (Erhöhung AV) aus Sicht der VC feststeht und an den Privilegien nicht gerüttelt wird, unabhängig davon, was das für die Zukunft von LHA bedeutet. Für den Außenstehenden zeigen wieder beide (!) Seiten ihr Unvermögen aufeinander zuzugehen.
Na das habe ich nicht geschrieben. Eine Schlichtung ist nur eine solche, wenn beide Seiten Ihre Forderungen, Argumente und Angebote auf den Tisch und der Schlichter entscheidet zu welchem Ergebnis er kommt. Eine Schlichtung ist es nicht, wenn eine Partei von vorn herein zur Bedingung stellt, wie ein Schlichtungsergebnis nicht auszusehen hat und was nicht akzeptiert wird. Das hat LH nun aber gemacht, nicht VC.
Und VC hat sich geweigert, andere Dinge als die AV in einer Schlichtung zu entscheiden. Wahrscheinlich brauchen beide(!!) Seiten vor einer Schlichtung erst mal eine Mediation, um wieder gesprächsfähig zu werden.
Das hatte nun zunächst ein rechtliches Problem. Hatten wir alles schon einmal. In vergangenen Verhandlungen sollte VC seitens LH verklagt werden, weil VC nicht offene Themen mit in die Verhandlungen werfen wollte. Jetzt möchte plötzlich LH sowas. Kein Wunder, dass die VC da sehr vorsichtig ist.
Da hilft keine Mediation mehr, sondern nur der Austausch beider Teams.
Kommentare (43) Zur Startseite
Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de registrieren oder einloggen.
Yep, stimmt. Das gab es immer und ist ja auch eine Meinung, die man haben kann. Es gibt halt immer noch einige, die glauben, wenn wir ganz lieb sind, wird alles gut. Klar scheint, der VC gehen die Optionen aus.
Genau. Daran zu glauben, wenn man überhaupt nicht lieb ist, wird alles gut, hat ja bisher super funktioniert.
Eigentlich gehen der VC die Optionen überhaupt nicht aus. Man hat immer noch vollen Handlungsspielraum. Die Frage ist, was will man eigentlich genau? Das stellen ja auch die kritischen Stimmen, alles ehemalige Schwergewichte der VC, in Frage. Gibt es eine Vision, einen Plan, eine Strategie für die Zukunft. Oder hat man schlicht aufgegeben und kocht LH nur noch ab?
Das hatte nun zunächst ein rechtliches Problem. Hatten wir alles schon einmal. In vergangenen Verhandlungen sollte VC seitens LH verklagt werden, weil VC nicht offene Themen mit in die Verhandlungen werfen wollte.
Das war kein "Problem", das war handwerklich einfach schlecht gemacht. Wenn man öffentlich posaunt, dass man eigentlich für etwas ganz anderes streikt, als in dem TV enthalten, dann darf man sich nicht wundern, wenn das ein Gericht kassiert.
Wenn man über Sachen außerhalb des offenen TV reden will, dann sichert man das ab. Wurde auch schon so gemacht und ist bekannt. Das jetzt als Ausrede zu nutzen, weil man wieder den schwarzen Peter rüberschieben will, ist uninspiriert. Das kann man sich aktuell nicht leisten.
Jetzt möchte plötzlich LH sowas. Kein Wunder, dass die VC da sehr vorsichtig ist.
Einfach nur die Hausaufgaben machen, dann klappt das schon. Wenn die das nicht können, gehören sie weg. So einfach ist das.
Da schätzen Sie Spohr falsch ein. Manchmal geht es nicht um wirtschaftliche Entscheidungen. Er hat die VC satt, koste es was es wolle. Das hat man schon häufiger gesehen und er hat auch in Aussagen klar gemacht. Jump war z.B. ein finanzielles Desaster, wurde aber durchgezogen, obwohl es in-house Alternativen mit der VC gegeben hätte.
Auch hier sei die Frage erlaubt, wie viel VC zu diesem (Nicht-)Verhältnis beigetragen hat.
Da hilft keine Mediation mehr, sondern nur der Austausch beider Teams.
Na, dann sind wir mal einer Meinung.
Das war die Ansage von LH. Intern konkurrierende Töchter, die sich um die hingeworfenen Brocken prügeln indem sie sich gegenseitig unterbieten, um Flugzeuge und Strecken zu bekommen. Natürlich geht es um Kosten und Gewrkschaftslosigkeit.
Dann erklären Sie, warum LH mit ver.di Tarifverträge schließt, wenn doch Gewerkschaftsfreiheit das Ziel ist. Oder verstehen Sie unter Gewerkschaftslosigkeit, wenn keine Verträge mit UFO und VC angeschlossen werden?
Sorry, ja, richtig. Natürlich war VC-Freiheit gemeint.
Und warum wird die Mutter geschrumpft? Liegt es wieder nur an einer Seite? Spielen wirtschaftlich interne und externe Faktoren keine Rolle dabei? Und was hat VC zum Schrumpfungsprozess beigetragen, auch durch Forderungen bei den Töchtern, die VC nicht verhindern konnte oder wollte?
Es ist doch jetzt völlig unerheblich warum die Mutter geschrumpft wird. Sie wird. Punkt. Und da ändert auch kein Zugeständnis mehr etwas dran. Das ist Ideologie und gewollt. Daher die Haltung der VC.
Ach so ist das: hinter letztlich wirtschaftlichen Entscheidungen steht eine "Ideologie"? Das ist doch etwas, was sonst nur den Grünen vorgeworfen wird.
Da schätzen Sie Spohr falsch ein. Manchmal geht es nicht um wirtschaftliche Entscheidungen. Er hat die VC satt, koste es was es wolle. Das hat man schon häufiger gesehen und er hat auch in Aussagen klar gemacht. Jump war z.B. ein finanzielles Desaster, wurde aber durchgezogen, obwohl es in-house Alternativen mit der VC gegeben hätte.
Eine Schlichtung also nur, wenn das Ergebnis (Erhöhung AV) aus Sicht der VC feststeht und an den Privilegien nicht gerüttelt wird, unabhängig davon, was das für die Zukunft von LHA bedeutet. Für den Außenstehenden zeigen wieder beide (!) Seiten ihr Unvermögen aufeinander zuzugehen.
Na das habe ich nicht geschrieben. Eine Schlichtung ist nur eine solche, wenn beide Seiten Ihre Forderungen, Argumente und Angebote auf den Tisch und der Schlichter entscheidet zu welchem Ergebnis er kommt. Eine Schlichtung ist es nicht, wenn eine Partei von vorn herein zur Bedingung stellt, wie ein Schlichtungsergebnis nicht auszusehen hat und was nicht akzeptiert wird. Das hat LH nun aber gemacht, nicht VC.
Und VC hat sich geweigert, andere Dinge als die AV in einer Schlichtung zu entscheiden. Wahrscheinlich brauchen beide(!!) Seiten vor einer Schlichtung erst mal eine Mediation, um wieder gesprächsfähig zu werden.
Das hatte nun zunächst ein rechtliches Problem. Hatten wir alles schon einmal. In vergangenen Verhandlungen sollte VC seitens LH verklagt werden, weil VC nicht offene Themen mit in die Verhandlungen werfen wollte. Jetzt möchte plötzlich LH sowas. Kein Wunder, dass die VC da sehr vorsichtig ist.
Da hilft keine Mediation mehr, sondern nur der Austausch beider Teams.