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Diese Entscheidung folge einer gründlichen Überprüfung der US-Truppenpräsenz in Europa. Sie trage den Anforderungen der Einsatzgebiete sowie den Bedingungen vor Ort Rechnung, hieß es.
Trump hatte jüngst bereits angekündigt, einen entsprechenden Schritt zu prüfen. Zuvor hatte er deutliche Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz geübt, weil dieser sich kritisch über die US-Offensive gegen den Iran geäußert hatte.
In Europa gibt es seit Jahrzehnten Dutzende große US-Militärstützpunkte. Bei den weltumspannenden Einsätzen der Amerikaner - etwa im Nahen Osten - sind sie von enormer Bedeutung: Hier sind Truppen, Waffen, Schiffe und Flugzeuge stationiert, es werden Drohnen gesteuert oder auch Verletzte versorgt. In Deutschland gehören dazu das US-Oberkommando für Europa (EUCOM) in Stuttgart und als Drehkreuz der US-Luftwaffe der Flugplatz Ramstein in Rheinland-Pfalz. Weitere wichtige Stützpunkte unterhalten die USA in Italien und in Großbritannien.
Aktuell sind nach Angaben des US-Militärs von Mitte April rund 86.000 Soldaten in Europa stationiert - davon rund 39.000 in Deutschland. Die Zahl verändert sich regelmäßig, auch wegen Rotationen und Übungen.
Trump wollte schon einmal Truppen abziehen
Der US-Kongress hatte Ende vergangenen Jahres einen Sicherheitsmechanismus beschlossen: Die Gesamtzahl der Streitkräfte, die dauerhaft im Zuständigkeitsbereich des Europa-Kommandos sind, darf nicht länger als 45 Tage unter 76.000 liegen. Danach müssten bestimmte Berichtswege eingehalten werden, um eine Verringerung anzustrengen.
Trump hatte bereits in seiner ersten Amtszeit (2017 bis 2021) mit einer Reduzierung des Truppenkontingents in Deutschland gedroht. Damals hatte er einige Monate vor seinem Abschied aus dem Weißen Haus angekündigt, er wolle 12.000 der damals rund 35.000 US-Soldaten aus Deutschland abziehen. Mehrere Tausend davon sollten innerhalb von Europa verlegt werden, andere sollten in die USA zurückkehren.
Trump beschrieb das Vorhaben damals als Strafaktion für die aus seiner Sicht mangelnden deutschen Militärausgaben. Sein Nachfolger Joe Biden stoppte die Pläne dann nach seinem Amtsantritt.
In Trumps zweiter Amtszeit gab es zunächst andere Signale
In seiner zweiten Amtszeit hatte Trump Deutschland zunächst Hoffnung gemacht, die dort stationierten US-Soldaten in bisheriger Truppenstärke zu belassen. Bei einem Besuch von Merz in Washington im Sommer vergangenen Jahres sagte er auf Nachfrage einer Reporterin, wenn Deutschland die amerikanischen Soldaten dort haben wolle, sei er dazu bereit. "Ja, das werden wir tun. Das ist kein Problem."
Erst im März hatte Trump dem Bundeskanzler nach dessen Angaben bei einem weiteren Besuch in Washington zugesagt, dass die USA an ihrer Truppenpräsenz in Deutschland festhalten wollten. "Das ist eine gute Nachricht, die ich aber auch anders nicht erwartet habe", sagte der CDU-Vorsitzende nach einem Treffen mit Trump.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: USAF, DVIDS | 02.05.2026 09:13







Kommentare (9) Zur Startseite
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Ein wohlfeiler Satz. Etwa so gut wie "alle Menschen werden Brüder". Korrekt, zustimmungspflichtig, aber nicht praktikabel. Die Konsequenz daraus wäre pures Chaos.
Das bereits eingeläutete faktische Ende der NATO hat dieses Chaos doch bereits erzeugt. Es weigern sich aber noch viele - auch unsere Regierung - diese neue Realität anzuerkennen. Stattdessen wird an der Vergangenheit festgehalten, in der eine Regelbasierte Weltordnung noch existierte und Amerika (für Europa) der Garant der Freiheit war - wenn Europa sich als Gegenleistung als Schlachtfeld des WW III zur Verfügung stellt.
Dieser Deal wurde von den USA aufgekündigt.
Im übrigen habe ich so meine Bedenken hinsichtlich des gesunden Menschenverstands von Entscheidungsträgern, die zwar jedem Kleintierzuchtverein konkrete und detaillierte Regularien zu seiner Auflösung vorschreiben, aber nicht imstande sind, im eigenen Beritt Entsprechendes zu leisten.
Wegen mir. Hab ich auch. Allerdings ist unsere aktuelle Regierung diejenige, die wir uns gewählt haben. Rationaler als die aktuelle US Regierung ist sie bei allem Unsinn, den sie anstellt allemal.
Der Klügere gibt nach. Die Erkenntnis, dass man der Schwächere ist, ist Teil der Klugheit.
Sagen Sie das mal der Ukraine ...
Wenn der Klügere immer nachgibt, herrschen die Dummen. Mit Mord, Vergewaltigung und Willkür. Und ja, diesen Effekt sieht man heute täglich in den Nachrichten. Da haben zu viele Klügere nachgegeben.
Daher Gegenthese: Klugheit ist, nur die Kämpfe zu führen, die man führen muss. Aber diese dann mit aller notwendigen Härte und dem notwendigen Einsatz.
Dieser Beitrag wurde am 03.05.2026 13:36 Uhr bearbeitet.