Treibstoffversorgung
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Lufthansa fordert mehr Kerosinimporte aus den USA

Betankung
Betankung, © Lufthansa

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FRANKFURT - "Sicherstellung der Kerosinversorgung": Lufthansa sieht Handlungsbedarf auf EU-Ebene, bis "Mitte Juni" aber keine unmittelbaren physischen Treibstoffengpässe. Konzernchef Carsten Spohr nennt mögliche Hebel. Auf einigen Langstrecken könnte Lufthansa Tankstopps einlegen.

Lufthansa fordert mehr Risikovorsorge gegen drohende Treibstoffengpässe im Sommer durch die EU.

Zur "Sicherstellung der Kerosinversorgung" nannte Lufthansa-Chef Carsten Spohr konkret eine "Zulassung des Imports" von Treibstoff der Sorte "Jet-A" aus den USA und eine Lockerung der Slotregulierung nach aktuellem Vorbild Großbritanniens.

Zudem sollte die EU die sogenannte "Anti-Tankering"-Regelung aussetzen und es Airlines so ermöglichen, Treibstoff "gerade auf Kurzstrecken" für den Rückflug mitzunehmen, sagte Spohr am Mittwoch in Frankfurt.

Laut Spohr bezog Europa bisher 25 Prozent seiner Kerosinimporte aus der Golfregion. "Die Hälfte davon wird durch Importe aus den USA und insbesondere Nigeria ersetzt", sagte Spohr. Die andere Hälfte lasse sich noch mindestens bis "Mitte Juni" durch  kommerzielle Lagerreserven kompensieren. Nationale Reserven seien hier noch nicht berücksichtigt.

Die europäische Flugsicherheitsbehörde EASA habe bereits ihre Zustimmung für eine Direktvertankung von "Jet-A" aus den USA signalisiert.

"Das können wir uns sparen"

Noch unterliegt die Sorte Importbeschränkungen. "Heute muss jede Tonne (importiertes) Jet-A durch den Raffinerieprozess", um zur in Europa verwendeten Sorte "Jet-A1" aufgewertet zu werden, sagte Spohr. "Das können wir uns sparen." Die Raffineriekapazität lasse sich sinnvoller für die Produktion zusätzlichen Kerosins einsetzen.

Derzeit sehe Lufthansa bis in den Juni keine physischen Treibstoffengpässe auf sich zukommen, bekräftigte Lufthansa-Finanzvorstand Till Streichert. Der Konzern bereite sich gleichwohl auf "alternative Szenarien" vor, die laut Streichert eine "Zwischenbetankung auf ausgewählten Strecken nach Asien und Afrika" einschließen.
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 06.05.2026 10:14

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Beitrag vom 07.05.2026 - 09:42 Uhr
Mal abgesehen von dieser EU Regelung muss man berücksichtigen, dass z.B. bei einem 8 Stunden Flug von jeder Tonne zusätzlichem Treibstoffes ca ein Drittel durch das höhere Gewicht mehr verbraucht wird und deswegen Tankering in den meisten Fällen unwirtschaftlich ist mit wenigen Ausnahmen. Da muss am Ankunftflughafen das Kerosin schon deutlich teurer sein bevor ein Tankering sich lohnt!
Beitrag vom 06.05.2026 - 19:46 Uhr
Zudem sollte die EU die sogenannte "Anti-Tankering"-Regelung aussetzen und es Airlines so ermöglichen, Treibstoff "gerade auf Kurzstrecken" für den Rückflug mitzunehmen

Dürfen die das denn bisher nicht? Wer verbietet denn einem Flieger die Mitnahme von Treibstoff für die Heimreise?

Oder steckt da nur die Absicht dahinter, günstiges und vielleicht indirekt subventioniertes deutsches statt teurem Auslands-Kerosin verfeuern zu können?

Die Verordnung ist relativ neu und wurde eigentlich im Zusmmenhang mit den SAF Regelungen geschaffen.

Lust auf eine Menge Text?
 https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=OJ:L_202302405

Dieser Beitrag wurde am 06.05.2026 20:05 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 06.05.2026 - 16:56 Uhr
In Summe gut, sollen auch die Amis ihrem planlosen Krieg mitbezahlen. Zum Glück sind bald die Midterms und dann gehts dem Verückten an den Kragen.
Wenn Sie mit Letzterem mal bloß recht haben. Zu hoffen wäre es wohl.


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