Fraport über Condor
Älter als 7 Tage

"Sie liefern das, was sie zugesagt haben"

Condor wechselt 2027 ins T3
Condor wechselt 2027 ins T3, © Fraport, Condor

Verwandte Themen

FRANKFURT - Nach Lufthansa ist Condor der zweitgrößte Fluganbieter in Frankfurt. Der Condor-Ausbau am Drehkreuz liegt laut Flughafenbetreiber Fraport voll im Plan - und gewinnt an Dynamik. Die Airline wird ihr Interkontsystem aus Frankfurt noch um mindestens acht Airbus A330-900 verstärken.

Condor zieht in Frankfurt 2027 vom T1 ins neue T3. Im neuen Terminal wird die Airline dann aus dem Stand mit rund 30 Prozent Passagieranteil der größte Anbieter.

"Der Kapazitätsausbau von Condor verläuft wie geplant und terminiert", lobte Fraport-Finanzvorstand Matthias Zieschang am Dienstag in Frankfurt den Kunden. "Sie liefern das, was sie zugesagt haben."

Condor verlege dabei weitere Airbus A320 von anderen Flughäfen nach Frankfurt. Zu den aktuell 18 A330-900 von Condor in Frankfurt werden in den nächsten Jahren laut Zieschang noch "acht weitere" A330-900 dazukommen.

"Der Aufbauplan für Condor steht" und sei durch Lieferzusagen von Airbus gedeckt, sagte Zieschang. "Wir sehen keinerlei Risiko, dass sie nicht halten, was sie versprochen haben."
© aero.de | Abb.: Fraport | 09.05.2026 13:22

Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de registrieren oder einloggen.

Beitrag vom 11.05.2026 - 12:10 Uhr
Wenn man nur FRA als das Wohnzimmer der LH-Gruppe ansieht und davon ausgeht, dass sämtliche heutigen Condor-Passagiere weiterhin über Frankfurt fliegen, dann wäre es für die LH-Gruppe vorteilhaft, wenn es Condor einfach nicht mehr gäbe.
Stimmt. Da sind wir uns einig.
Da muss man denke ich aber schon etwas über den LH-Tellerand schauen. Es gibt vielleicht ein paar Ziele in der Karibik, wo die LH-Gruppe dann mehr oder weniger Monopolist würde.
Stimmt nicht. Nur weil man die einzige Airline ist, die irgendwo nonstop hinfliegt, ist man genaugenommen noch lange kein Monopolist. Es gäbe ja noch eine Reihe anderer Möglichkeiten dorthin zu fliegen. Andere Airlines könnten ja, wenn sie denn wollten, auch dorthin fliegen. Sie scheinen sich da auch nicht sicher, denn "mehr oder weniger Monopolist" ist ziemlich schwammih. Aber gut, nehmen wir es mal als Monopol. Was heißt das jetzt? Welche Maßnahmen leiten sich daraus ab? Allgemein scheint so eine Situation niemanden zu stören, schon garnicht das hier gerne angeführte Bundeskartellamt. LH fliegt ja bereits einige Strecken ganz alleine, ohne direkte Konkurenz, zB FRA-LOS, ABV, SAN und bald KUL. Was ist damit? Auch die Condor fliegt ja einiges im Monopol, zB ANC, PDX und die zwei Destinationen in China. Was heißt das für die Condor? Monopolist?
Ansonsten Kurz- und Mittelstrecke: die Ryanair hat ja schon heute eine recht starke Basis in Köln/Bonn und im Selbstzahler-Segment haben die ein Einzugsgebiet bis ins "Wohnzimmer" der LH in FRA und ins "Wohnzimmer" der EW in DUS. Ich würde mal davon ausgehen, dass gerade die Ultra-flexible Ryanair ziemlich schnell über CGN versuchen würde, die Marktanteile der Condor zu übernehmen. Und im Übrigen fliegen da relativ unbemerkt auch noch Airlines wie Corendon in Zusammenarbeit mit den Reiseveranstaltern Warmwasserziele mit Basis im Ausland (z. B. Türkei).
Stimmt. Wäre jetzt nicht das Wohnzimmer, eher die Nachbarwohnung. Man hat ja gesehen, welche Geschütze LH aufgefahren hat, als Ryan und Easy nach FRA geflogen sind.
Hier ging es ja darum, was würde passieren, wenn eine andere große Airline die Condor kaufen würde und sozusagen mit am Tisch sitzen würde. Das würde man sich nicht gefallen lassen und umgehend dagegen angehen. Aus diesem Grund ist die Condor als Übernahmeobjekt für eine Airline nicht besonders attraktiv. Sicher, kann alles trotzdem kommen, aber in meinen Auigen unwahrscheinlich.
Im Übrigen in FRA: da gäbe es ohne Condor ein halbleeres T3, viele freie Slots und ein durch die München-Entscheidung der LH gerade ramponiertes Verhältnis zwischen Fraport und LH. Wer weiß, ob es da nicht doch noch für Ryanair&Co. attraktiv werden kann, wieder nach Frankfurt zu fliegen, und das sogar einigermaßen Streik-frei.
Und zur Langstrecke: Emirates (und die anderen ME3 auch?) sind ja in Deutschland Richtung Nordatlantik ziemlich flexibel bezgl. 5. Freiheit. Das gab es ja auch schon mal über Hamburg nach New York. So völlig ausgeschlossen ist das nicht, dass zumindest auf den Rennstrecken die Flüge aus Dubai in Richtung Amerika verlängert und die mögliche Lücke der Condor gefüllt wird.
Sag ich ja, dass dann die ein oder andere Strecke einen neuen Wettbewerber bekommen könnte. Das wäre aber nicht das Problem, es wäre keine ja Komplettübernahme.

Da wünsche ich der LH-Gruppe viel Freude im Wettbewerb und gehe davon aus, dass man sich - sollte die Condor überhaupt verschwinden - noch an die alten Zeiten gerne zurückerinnern wird.
Das ist doch mal ein schönes Schlusswort.

Dieser Beitrag wurde am 11.05.2026 12:12 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 11.05.2026 - 10:53 Uhr
Wenn man nur FRA als das Wohnzimmer der LH-Gruppe ansieht und davon ausgeht, dass sämtliche heutigen Condor-Passagiere weiterhin über Frankfurt fliegen, dann wäre es für die LH-Gruppe vorteilhaft, wenn es Condor einfach nicht mehr gäbe. Da muss man denke ich aber schon etwas über den LH-Tellerand schauen. Es gibt vielleicht ein paar Ziele in der Karibik, wo die LH-Gruppe dann mehr oder weniger Monopolist würde.

Ansonsten Kurz- und Mittelstrecke: die Ryanair hat ja schon heute eine recht starke Basis in Köln/Bonn und im Selbstzahler-Segment haben die ein Einzugsgebiet bis ins "Wohnzimmer" der LH in FRA und ins "Wohnzimmer" der EW in DUS. Ich würde mal davon ausgehen, dass gerade die Ultra-flexible Ryanair ziemlich schnell über CGN versuchen würde, die Marktanteile der Condor zu übernehmen. Und im Übrigen fliegen da relativ unbemerkt auch noch Airlines wie Corendon in Zusammenarbeit mit den Reiseveranstaltern Warmwasserziele mit Basis im Ausland (z. B. Türkei).

Im Übrigen in FRA: da gäbe es ohne Condor ein halbleeres T3, viele freie Slots und ein durch die München-Entscheidung der LH gerade ramponiertes Verhältnis zwischen Fraport und LH. Wer weiß, ob es da nicht doch noch für Ryanair&Co. attraktiv werden kann, wieder nach Frankfurt zu fliegen, und das sogar einigermaßen Streik-frei.
Und zur Langstrecke: Emirates (und die anderen ME3 auch?) sind ja in Deutschland Richtung Nordatlantik ziemlich flexibel bezgl. 5. Freiheit. Das gab es ja auch schon mal über Hamburg nach New York. So völlig ausgeschlossen ist das nicht, dass zumindest auf den Rennstrecken die Flüge aus Dubai in Richtung Amerika verlängert und die mögliche Lücke der Condor gefüllt wird.


Da wünsche ich der LH-Gruppe viel Freude im Wettbewerb und gehe davon aus, dass man sich - sollte die Condor überhaupt verschwinden - noch an die alten Zeiten gerne zurückerinnern wird.

Condor ist also die nette Konkurrenz und hält der LHG die nicht so nette Konkurrenz mit dem „ganz anderen Atem“ vom Hals? Diese These halte ich, vorsichtig ausgedrückt, für äußerst fragwürdig.
Beitrag vom 11.05.2026 - 10:26 Uhr
Wenn man nur FRA als das Wohnzimmer der LH-Gruppe ansieht und davon ausgeht, dass sämtliche heutigen Condor-Passagiere weiterhin über Frankfurt fliegen, dann wäre es für die LH-Gruppe vorteilhaft, wenn es Condor einfach nicht mehr gäbe. Da muss man denke ich aber schon etwas über den LH-Tellerand schauen. Es gibt vielleicht ein paar Ziele in der Karibik, wo die LH-Gruppe dann mehr oder weniger Monopolist würde.

Ansonsten Kurz- und Mittelstrecke: die Ryanair hat ja schon heute eine recht starke Basis in Köln/Bonn und im Selbstzahler-Segment haben die ein Einzugsgebiet bis ins "Wohnzimmer" der LH in FRA und ins "Wohnzimmer" der EW in DUS. Ich würde mal davon ausgehen, dass gerade die Ultra-flexible Ryanair ziemlich schnell über CGN versuchen würde, die Marktanteile der Condor zu übernehmen. Und im Übrigen fliegen da relativ unbemerkt auch noch Airlines wie Corendon in Zusammenarbeit mit den Reiseveranstaltern Warmwasserziele mit Basis im Ausland (z. B. Türkei).

Im Übrigen in FRA: da gäbe es ohne Condor ein halbleeres T3, viele freie Slots und ein durch die München-Entscheidung der LH gerade ramponiertes Verhältnis zwischen Fraport und LH. Wer weiß, ob es da nicht doch noch für Ryanair&Co. attraktiv werden kann, wieder nach Frankfurt zu fliegen, und das sogar einigermaßen Streik-frei.
Und zur Langstrecke: Emirates (und die anderen ME3 auch?) sind ja in Deutschland Richtung Nordatlantik ziemlich flexibel bezgl. 5. Freiheit. Das gab es ja auch schon mal über Hamburg nach New York. So völlig ausgeschlossen ist das nicht, dass zumindest auf den Rennstrecken die Flüge aus Dubai in Richtung Amerika verlängert und die mögliche Lücke der Condor gefüllt wird.


Da wünsche ich der LH-Gruppe viel Freude im Wettbewerb und gehe davon aus, dass man sich - sollte die Condor überhaupt verschwinden - noch an die alten Zeiten gerne zurückerinnern wird.


Stellenmarkt

Schlagzeilen

aero.uk

aero.ukWe spread our wings to the UK. Visit aero.uk for British aviation news from our editors.

schiene.de

Meistgelesene Artikel

Community

Thema: Pilotenausbildung

FLUGREVUE 05/2026

Shop

Es gibt neue
Nachrichten bei aero.de

Startseite neu laden