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Die Initiative "Gegen die neue Flugroute" forderte die Landesdirektion Sachsen auf, die bisherigen Prognosen zur Entwicklung des Luftverkehrs umfassend überprüfen zu lassen. Hintergrund seien aus Sicht der Initiative deutliche Abweichungen zwischen früheren Prognosen und der tatsächlichen Entwicklung des Frachtverkehrs.
In einem Schreiben an die Landesdirektion argumentiert die Initiative, die bisherigen Gutachten der Intraplan Consult GmbH hätten das Wachstum des Luftverkehrs systematisch überschätzt. Als Beispiel verweist sie auf eine nach unten korrigierte Verkehrsprognose für den Flughafen München.
Auch am Flughafen Leipzig/Halle liege die tatsächliche Zahl der Flugbewegungen seit Jahren deutlich unter den früheren Erwartungen. Für 2024 nennt die Initiative rund 15.500 Flugbewegungen weniger als ursprünglich prognostiziert.
Die Initiative fordert deshalb ein "neues, unabhängiges und wissenschaftlich nachvollziehbares Verkehrsgutachten". Bis dahin sollte man von weiteren Ausbauentscheidungen Abstand nehmen.
Verfahren weiter anhängig
Unterdessen laufen vor dem Oberverwaltungsgericht Bautzen weiterhin mehrere Klagen gegen den Ausbau. Nach Angaben des Gerichtssprechers Peter Kober werden derzeit Termine mit den Beteiligten abgestimmt. Die mündliche Verhandlung soll nach derzeitiger Planung Anfang November beginnen und voraussichtlich mehrere Tage dauern.
Dem Gericht zufolge sollen zahlreiche Sachverständige gehört werden. Wegen des erwarteten Platzbedarfs ist die Verhandlung im Schwurgerichtssaal des Landgerichts Bautzen geplant.
Kritik von Umweltverbänden und Anwohnern
Gegen den sogenannten Planänderungsbeschluss der Landesdirektion Sachsen hatten unter anderem die Landesverbände des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Sachsen und Sachsen-Anhalt, die Stadt Schkeuditz, mehrere Gewerbetreibende sowie Privatpersonen Klage eingereicht.
Die Kläger sehen in dem Vorhaben unter anderem Verstöße gegen Klima-, Umwelt- und Naturschutzrecht. Die Mitteldeutsche Flughafen AG hatte für das Projekt früher Investitionen von rund 500 Millionen Euro angekündigt. Ziel ist es, die Abfertigungskapazitäten für Fracht deutlich zu erhöhen.
© dpa-AFX, aero.de | 27.05.2026 17:06







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