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Seit 23. April 2026 docken am Terminal 3 Flugzeuge an. In vier Wellen sind alle 57 bisherigen T2-Airlines in den neuen Terminalkomplex im Süden des Frankfurter Flughafen umgezogen - seit Dienstag boarden auch Air France und KLM im T3. Das Terminal 2 geht in Frankfurt jetzt vom Netz.
"Hintergrund ist eine umfassende technische Sanierung und Modernisierung des 1994 eröffneten Gebäudes", teilte Flughafenbetreiber Fraport am Dienstag mit. Nur noch "einzelne, wichtige Infrastrukturbereiche" wie Vorfeldpositionen, die Gepäckförderanlage, die Tiefgarage und die SkyLine-Station bleiben noch in Betrieb.
Fraport will das T2 und T1 ineinander integrieren, rund 1,5 Milliarden Euro soll der Umbau kosten. Der entstehende Komplex soll später exklusiv von Lufthansa und ihren Star-Alliance-Partnern genutzt werden. Wann genau, ist offen. Sobald Condor 2027 ebenfalls ins T3 wechselt, hat Lufthansa im T1 viel Platz.
Über das T1 kann Fraport rund 60 Millionen Passagiere pro Jahr abfertigen. Für den Hauptkunden Lufthansa ist im T1 jedenfalls "genug Kapazität" vorhanden, sagte Fraport-Chef Stefan Schulte im März vor Investoren in Frankfurt.
Kurz zuvor hatte sich Lufthansa mit dem Flughafen München auf einen Ausbau der dortigen T2-Kapazität verständigt. Der sogenannte "T-Stiel" am Satellitenterminal wird die Kapazität des von Lufthansa und der Star Alliance genutzten T2 gegen 2035 um 10 Millionen auf 46 Millionen Passagiere pro Jahr erweitern.
Vorher rechnet auch Schulte in Frankfurt nicht mit zusätzlichem Infrastruktbedarf. Das T3 wird bereits im aktuellen Ausbaustand mit rund 20 Millionen Passagieren etwa acht Millionen Fluggäste pro Jahr mehr stemmen als das T2.
Keine größeren Bauarbeiten vor 2030
Die nächsten "drei bis vier Jahre" sieht Schulte als "Planungs-, Entscheidungs- und Vorbereitungsphase" für das T2-Projekt. "Die eigentlichen Bauarbeiten werden nicht vor Ende 2029 oder auch 2030 beginnen", hatte der Manager bereits im März klargestellt. Erst gegen 2034 oder 2035 werde Fraport das Terminal 2 wieder in Betrieb nehmen.
Für eine "detaillierte Bauplanung" kalkuliert Fraport nun mit rund drei Jahren. "Der Start der Hauptbaumaßnahmen ist derzeit für das Jahr 2030 angesetzt", erklärte der Flughafenbetreiber am Dienstag.
Die geplante Modernisierung erstreckt sich auf eine "vollständige Erneuerung" zentraler sicherheitsrelevanter Systeme und die gesamte technische Gebäudeausstattung, darunter Brandmelde- und Entrauchungsanlagen, Energie- und Klimatechnik sowie die Gebäudeautomation.
"Parallel dazu werden wesentliche Bereiche der bestehenden Infrastruktur überarbeitet, etwa Förderanlagen wie Aufzüge und Fahrtreppen sowie Sanitär- und Bürofläche", so Fraport. Die Sicherheitskontrolle soll "zentralisiert" werden.
© aero.de | Abb.: Fraport | 09.06.2026 10:43







Kommentare (6) Zur Startseite
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Es ist für mich völlig unverständlich, dass das "Bähnschä" wochenlang ausfällt, schließlich ist vergleichbare Technik an vielen Orten bereits jahrelang im Einsatz. Hat irgendwer Infos, was die Ursache für den Ausfall ist?
Air France/KLM sind zwar auch am 9. Juni ins T3 umgezogen - zusammen mit Air Europa, Bulgaria Air, easyJet, Finnair, Iberia, Icelandair, SAS Scandinavian Airlines, SATA Azores Airlines, SKY Express, TAROM - aber halt wohl nicht als letztes.
Dieser Beitrag wurde am 10.06.2026 22:08 Uhr bearbeitet.