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Airbus A400M fliegt nonstop von Wunstorf nach Hawaii

Luftwaffe Airbus A400M
Luftwaffe Airbus A400M, © Bundeswehr

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HONOLULU - In weniger als 17 Stunden von Wunstorf nach Hawaii - und das ohne Zwischenlandung: Das Lufttransportgeschwader 62 hat mit einem seiner Airbus A400M einen Rekordflug hinter sich gebracht. Natürlich nicht ganz ohne Hilfe. Die erfolgreiche Mission erweitert die "Werkzeugkiste der Bundeswehr". 

Etwa 12.500 Kilometer liegen zwischen dem Fliegerhorst Wunstorf und dem Flughafen Kona auf der Big Island von Hawaii.

Die deutsche A400M mit dem Kennzeichen 54+26 flog die Distanz am 23. Juni in einem Zug, ohne unterwegs irgendwo zu landen - und "ohne Unterstützung anderer Verbände und Nationen", wie die Luftwaffe selbst stolz auf Instagram schreibt.

16 Stunden und 39 Minuten benötigte die Crew der Luftwaffe für ihre Reise - und holte sich am Himmel zweimal Sprit aus vorab verlegten anderen deutschen A400M, um die Mammutdistanz nonstop zu packen.

Für den Rekordflug, der zusammen mit der Vor- und Nachbereitung an der 24-Stunden-Marke kratzte, waren in Wunstorf zwei komplette Flugbesatzungen an Bord der 54+26 gegangen, die sich auf dem Weg nach Hawaii im Cockpit abwechselten.

Die Route führte das Team zunächst von Wunstorf nach Norwegen, an Island vorbei und etwa 100 Kilometer südlich am Nordpol vorbei, wie Oberst Markus Knoll, Kommodore des Lufttransportgeschwaders 62, gegenüber der Fachzeitschrift Hardthöhenkurier ausführte. Anschließend ging es laut Knoll Richtung Süden nach Alaska "und dann über den Pazifik nach Big Island".

Zwei A400M als Tankflugzeuge

Vorab hatten die beteiligten Soldaten einen Kerosinbedarf von 76 Tonnen für den Rekord-Trip kalkuliert. Da die A400M allerdings "nur" gut 50 Tonnen Sprit aufnehmen kann, mussten zwei weitere A400M aus Wunstorf, jeweils ausgestattet mit zentral im Ladetor verbauter Schlauchanlage, als "fliegende Tankstellen" vorausgeschickt werden.

Eine erste Luftbetankung fand laut Oberst Knoll zwischen Norwegen und Island statt. 18 Tonnen Sprit erhielt die 54+26 demnach dort aus einer A400M, die eine Viertelstunde vor der Empfängermaschine in Wunstorf gestartet war und später in Norwegen zwischenlandete.

"Den zweiten eingesetzten Tanker haben wir im Vorfeld in Alaska vorstationiert", so der Kommodore weiter im Hardthöhenkurier. "Dieser konnte dann nach zwei Dritteln der Strecke den zweiten Betankungsvorgang vornehmen und noch einmal ungefähr die gleiche Menge Treibstoff abgeben." Insgesamt habe die 54+26 unterwegs 35 Tonnen Kerosin nachgetankt.

Eine neue Fähigkeit für Deutschland

Warum aber fliegt man überhaupt aus Deutschland bis nach Hawaii - einfach so, nonstop? Auch hierfür hat Kommodore Knoll eine Erklärung: "Für die Luftwaffe und für die Bundeswehr erproben wir damit eine neue Fähigkeit und zwar in kürzester Zeit an einen weit, weit entfernten Ort zu kommen."

Dabei habe man zum Beispiel rasche Evakuierungsmissionen im Blick, etwa "irgendwo im Süden des afrikanischen Kontinents".

Da die klassische Option, unterwegs bei Bedarf Zwischenstopps in diversen Ländern einzulegen, logistisch und kommunikativ eine Herausforderung darstellt, weil Überflugrechte und Landegenehmigungen eingeholt werden müssen, biete die Nonstop-Lösung ohne fremde Hilfe "einen deutlichen Mehwert".

Vor allem auch dann, wenn eine Operation "möglichst geheim gehalten werden soll", so Oberst Knoll, der im Hardthöhenkurier von einer "Kaltstartfähigkeit komplett aus eigenen Mitteln" spricht - die man spätestens nach dem Hawaii-Flug als "zusätzliche Fähigkeit in der Werkzeugkiste der Bundeswehr" verstauen kann.
© Flug Revue, Patrick Zwerger | Abb.: Bundeswehr | 25.06.2026 12:03

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Beitrag vom 26.06.2026 - 15:27 Uhr
ICH BIN STOLZ AUF DIE Leistung, die das LTG62 mit dieser Nonstopleistung erbracht haben. Ich bin selbst Wunstorfer gewesen damals mit Noratlas und Transall Übergang. Mein Herz schlägt jetzt noch für die Wunstorfer und konnte beim Neujahrsempfang die Hand von Oberst Knoll schütteln. Als Dank konnte ich Carlos auf dem Arm halten und er erzählte mir von seinen Security-Aufgaben, schmunzel, Schmunzel
Als einer, der unweit von Wunstorf wohnt und eine lange Fliegerkarriere hinter sich hat, stimme ich Ihnen voll und ganz zu!
DANKE, Kumpel, ich weiß das zu schätzen, daß es noch Menschen gibt, die eine Leistung würdigen können, auch wenn es politisch fragwürdig erscheint. Technik begeistert eben noch immer, auch wenn ich seit 56 Jahren fort bin aus Wunstorf.

Dieser Beitrag wurde am 26.06.2026 15:28 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 26.06.2026 - 09:51 Uhr
ICH BIN STOLZ AUF DIE Leistung, die das LTG62 mit dieser Nonstopleistung erbracht haben. Ich bin selbst Wunstorfer gewesen damals mit Noratlas und Transall Übergang. Mein Herz schlägt jetzt noch für die Wunstorfer und konnte beim Neujahrsempfang die Hand von Oberst Knoll schütteln. Als Dank konnte ich Carlos auf dem Arm halten und er erzählte mir von seinen Security-Aufgaben, schmunzel, Schmunzel
Als einer, der unweit von Wunstorf wohnt und eine lange Fliegerkarriere hinter sich hat, stimme ich Ihnen voll und ganz zu!
Beitrag vom 26.06.2026 - 07:25 Uhr
Für einen Turboprop eine wirklich respektable Leistung. Das macht das Angebot, mit A400M nach dem Erdbeben in Venezuela zu helfen, etwas realistischer, auch wenn es aus anderen Gründen wahrscheinlich nicht dazu kommen wird.


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