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Das Land Baden-Württemberg treibt den Ausbau der Luftrettung voran: Von Juli 2027 an soll im Neckar-Odenwald-Kreis ein Rettungshubschrauber stationiert sein. Das bestätigte das Innenministerium. Dies werde der zehnte Standort für Rettungshubschrauber im Land sein. Zuvor hatte der SWR berichtet.
Der Standort soll demnach mittelfristig in Ravenstein liegen. Das entsprechende Vergabeverfahren habe Ende Juni begonnen, teilte das Innenministerium weiter mit. Allerdings werde nicht davon ausgegangen, dass die Luftrettungsstation in Ravenstein zum Juli 2027 fertig werde.
Somit werde es einen Übergangsstandort für den Hubschrauber Christoph Odenwald geben. Hierfür kämen die Flugplätze Walldürn und Mosbach in Betracht. Welcher Interimsstandort gewählt werde, hänge von Angeboten von Betreibern ab.
Innerhalb von 20 Minuten alle Orte erreichbar
Der neue Standort basiert auf Empfehlungen der Struktur- und Bedarfsanalyse der Luftrettung in Baden-Württemberg aus dem Jahr 2020. Diese hatte das Land beim Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement des Klinikums der Universität München erstellen lassen. Aktuell gibt es neun Hubschrauber-Standorte.
Die Luftrettungsstandorte sind so festgelegt, dass alle Orte in Baden-Württemberg flächendeckend tagsüber innerhalb von 20 Minuten nach Alarmierung durch einen Hubschrauber erreicht werden können. In den Nachtstunden sollen alle Orte innerhalb von 30 Minuten erreichbar sein. Nachts gilt eine längere Frist, weil Einsätze bei Dunkelheit zusätzlich vorbereitet werden müssen, um die Flugsicherheit zu gewährleisten.
Der Rettungshubschrauber im Neckar-Odenwald-Kreis soll laut Ministerium tagsüber bereitstehen. Der Vertrag soll bis Ende 2052 laufen. Die Frist für den Eingang der Bewerbungen endet demnach am 14. August. Zu möglichen Kosten machte das Ministerium auf Nachfrage keine Angaben.
© dpa | 07.07.2026 11:23







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