Zwischenfall bei GKN Aerospace
Gestern, 13:36 Uhr

Warum Flugzeugfenster gerade Mangelware sind

A220-Produktion
A220-Produktion, © Airbus

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LOS ANGELES - Wegen eines drohenden Chemieunfalls stoppte GKN Aerospace im Mai 2026 die Produktion in einem Werk südlich von Los Angeles. Der Produktionsausfall macht sich inzwischen bei Herstellern und Fluggesellschaften bemerkbar - für viele Modelle werden Flugzeugfenster knapp.

Methylmethacrylat ist ein wichtiger Grundstoff für die Herstellung von Acrylglas - und leicht entzündlich.

Wegen eines Lecks in einem 26.000-Liter-Tank mit der Flüssigkeit hatte GKN Aerospace die Produktion von Flugzeugfenstern am Standort Garden Grove südlich von Los Angeles im Mai 2026 ausgesetzt. Das Gebiet wurde geräumt.

Inzwischen laufen die Anlagen zwar wieder an, der Produktionsausfall führt aber bei Herstellern, Wartungsbetrieben und Fluggesellschaften zu Engpässen in der Teileversorgung, wie "Reuters" berichtet.

Betroffen seien vor allem die Airbus-Programme A220 und A350 sowie die Boeing-Serie 737 MAX. Auch für die Embraer E2-Serie kommt es laut Branchenkreisen zu einer eingeschränkten Verfügbarkeit von Ersatzfenstern.

Schwer lieferbare Cockpit- und Kabinenverglasung ist für Fluggesellschaft eher schon ein Dauerthema, auch wenn der Zwischenfall bei GKN Aerospace die Situation verschärft hat. "Es ist nicht möglich, für die 787 gerade ein Cockpitfenster zu bekommen - und das auf der ganzen Welt", hatte Lufthansa-Chef Carsten Spohr schon 2023 auf Engpässe hingewiesen.
© aero.de | Abb.: Airbus | 03.08.2026 13:36


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