Teures Kerosin
Älter als 7 Tage

Lufthansa baut Hedgingquote für 2027 wieder auf

Betankung
Betankung, © Lufthansa

Verwandte Themen

FRANKFURT - Sicherungsgeschäfte federten für Lufthansa Preisanstiege beim Kerosin im Zuge des Iran-Kriegs wirksam ab. Im Auf und Ab der Märkte hatte Lufthansa ihre Hedgingaktivitäten dann allerdings ausgesetzt. Jetzt schließt der Konzern wieder Versicherungen ab - diese Hedgingquote strebt Lufthansa jetzt an.

Lufthansa sichert ihr Kerosinbudget wieder mit Preissicherungskontrakten ab. "Wir haben unsere Hedgingaktivitäten im zweiten Quartal wieder angefahren", sagte Lufthansa-Finanzvorstand Till Streichert vergangene Woche vor Finanzanalysten in Frankfurt. "Für 2027 stehen wir bei einer Hedgingquote von knapp über 50 Prozent."

Vor dem Iran-Krieg hatte Lufthansa für 85 Prozent ihres für 2026 erwarteten Kerosinbedarfs Maximalpreise fixiert. Trotz dieses Kostenairbags beziffert Lufthansa die Mehrausgaben für Kerosin infolge der Krise im Nahen Osten allein für das zweite Quartal auf 750 Millionen Euro.

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet das Management eine Tankrechnung von 8,7 Milliarden Euro - rund 200 Millionen Euro weniger als noch im Mai 2026.

Um Kosten zu sparen, hat Lufthansa Teile des Zubringernetzes ausgedünnt und die Regionaltochter Cityline im April stillgelegt - 23 CRJ-900 nutzt Lufthansa seither nicht mehr. Laut Konzernchef Carsten Spohr könnte Lufthansa das Flugangebot noch um ein weiteres Prozent stutzen.

Für 2027 will Lufthansa jetzt wieder an ihre bisherige Hedgingstrategie anknüpfen. Ziel sei, "sechs Monate vor Abflug" wieder bei 85 Prozent Hedgingquote zu stehen, sagte Streichert.
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 10.08.2026 06:12


Kommentare (0) Zur Startseite

Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de registrieren oder einloggen.

Stellenmarkt

Schlagzeilen

aero.uk

schiene.de

Meistgelesene Artikel

Community

Thema: Pilotenausbildung

FLUGREVUE 09/2026

Shop

Es gibt neue
Nachrichten bei aero.de

Startseite neu laden