Air Canada legt nach
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Airbus A321XLR fliegt auch aus Toronto nach Europa

Air Canada Airbus A321XLR
Air Canada Airbus A321XLR, © Air Canada

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TORONTO - Air Canada erweitert ihr A321XLR-Flugnetz nach Europa. Der Lufthansa-Partner schickt den kompakten Langstrecken-Airbus ab Winter 2026/2027 auch von Toronto über den Atlantik. Lufthansa sieht in Gegenrichtung keine sinnvollen Strecken für eine eigene A321XLR-Flotte im Konzern.

Toronto wird für Air Canada nach Montreal die zweite A321XLR-Basis. Die Airline wird mit dem Modell im Winter 2026/2027 neue Linien nach Teneriffa, Manchester und Kopenhagen einrichten.

Zudem wird Air Canada die A321XLR auf den Linien aus Toronto nach Oslo und Shannon einsetzen - und mit dem Flugzeug einen fünften täglichen Flug nach London-Heathrow aufnehmen.

Air Canada setzt die A321XLR seit 2026 bereits auf Transatlantiklinien aus Montreal ein, unter anderem auf einem neuen Nonstopflug an den BER.

Air Canada ist Partner im Transatlantiksystem A++, dem noch Lufthansa und United angehören. United wird mit der A321XLR ebenfalls neue Europaziele testen.

"Koordinierte Flugplanung" im Lufthansa-Joint-Venture

Für den Sommer 2027 sind Flüge aus Newark nach Luxemburg, Ibiza, Valencia und Marseille sowie eine Linie Washington-Toulouse im United-Flugplan hinterlegt. Ein mit Airbus vereinbarter Lieferplan sieht den Zugang von zunächst 28 A321XLR bis April 2028 vor.

Die neuen A321XLR-Angebote sind in A++ abgesprochen. "Koordinierte Flugplanung ist fester Bestandteil des A++ Joint Ventures", hatte ein Lufthansa-Sprecher aero.de Ende 2025 gesagt.

Lufthansa sieht keinen eigenen Anwendungsfall für das Flugzeug. Der Konzern hatte eine A321XLR-Flotte zwischenzeitlich zwar nochmal nachgerechnet, die Idee aber schnell wieder verworfen.

"Wir haben entschieden, unser Geld aktuell besser in Langstreckenflugzeuge der Größenordnung einer Boeing 787 oder Airbus A350-900 aufwärts (...) zu investieren", beendete Lufthansa-Chef Carsten Spohr in der "FAZ" im April 2026 die Debatte. "Langstreckenflüge bleiben unabhängig vom Flugzeug ein Drehkreuzgeschäft."
© aero.de | Abb.: Airbus | 05.09.2026 07:09

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Beitrag vom 07.09.2026 - 15:01 Uhr

Na ja, im Moment hat man einfach zu viele Strecken, die sich nicht rechnen. In Strecken die sich rechnen werden würde man wohl schon investieren. Das geld dazu ist da.

Das ist ja auch eine Investitionsentscheidung: es ist wirtschaftlicher das vorhandene Geld nicht einzusetzen bzw. damit andere Kredite zu bedienen.
Beitrag vom 07.09.2026 - 13:42 Uhr
Schlageile von heute Mittag:

"Die französische Fluglinie La Compagnie will ab dem kommenden Frühjahr einen Direktflug von Düsseldorf nach New York anbieten. Eine Economy Class wird es nicht geben. 76 Sitze werden ausschließlich in der Business Class angeboten. ... Geflogen wird die Strecke vom Airbus A321neo. ..."
Beitrag vom 07.09.2026 - 11:00 Uhr
@contrail55
Danke für die umfangreichen Erläuterungen. Ehrliche bzw. ernst gemeinte (Gegen)frage: Wenn Fracht und Übergepäck auf Afrikarouten so ein Thema ist, wieso fliegt TK dann so viele Plätze dort mit 737 an?

Die Frage habe ich mir auch gestellt. Ich habe dazu nur gefunden, das TK SLF nach Afrika 5% unter dem Netz SLF liegt (2025) Dazu werden in den PM die Eröffnung einiger Strecken (zB Kigali) ausdrücklich mit der verfügbaren Cargo Kapazität beworben. Sieht danach aus, als wenn in dieser Region TK eine Reihe von Cargo Flügen mit Passagieren auffüllt und nicht umgekehrt. Auch Frequenzen von oft 3 x die Woche deuten eher auf Cargoschwerpunkt hin als auf Passagierverkehr. Das passt alles mit der LH Aussage zur Fracht in Subsahara. Es liegt am Detail der Strecke. Sicher, alles nur kombiniert, die genauen Zahlen und Strategien kennen wir nicht.
Aber es gehört wohl mehr dazu als Strecken, die irgendwie in die Range passen, aufzulisten und Bauchgefühl.


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