Chapter 11
Gestern, 06:23 Uhr

So wichtig ist das Wetlease-Geschäft für Air Baltic

Air Baltic Airbus A220-300
Air Baltic Airbus A220-300, © Air Baltic

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RIGA - Air Baltic steckt in einem Chapter-11-Verfahren. Unter US-Insolvenzrecht stutzt Air Baltic ihre Größe zurecht - die Airline will kleiner und mit schlankeren Kosten operieren. Lufthansa drohen Einschnitte bei der Wetlease-Verfügbarkeit. Für Air Baltic war das Lufthansa-Geschäft zuletzt einer der größten Umsatzbringer.

Von 54 auf 36 Airbus A220-300 in nur drei Monaten: Air Baltic will ihre Leasingflotte im laufenden Chapter-11-Verfahren um ein Drittel verkleinern - Lufthansa muss in Zukunft deswegen wohl mit deutlich weniger Wetlease-Unterstützung aus Lettland klarkommen.

Air Baltic ist der zentrale Wetlease-Partner von Lufthansa. Unter einem Rahmenvertrag konnte Lufthansa zuletzt in Spitzenzeiten bis zu 21 A220-300 von Air Baltic ins eigene Netz ziehen.

Das Wetlease-Geschäft war für Air Baltic ein wesentlicher Umsatzbringer. Die sogenannten "ACMI-out-Erlöse" verdoppelten sich zwischen 2022 und 2025 von 77 Millionen auf 157 Millionen Euro, legte Air Baltic in Chapter-11-Unterlagen offen. Damit entfielen zuletzt 20,3 Prozent der Gesamterköse auf Wetlease-Partnerschaften.

Air Baltic hat zwar auch bei anderen Fluggesellschaften ausgeholfen, den Großteil ihres Wetlease-Umsatzes wird die Airline aber mit Lufthansa gemacht haben.
© aero.de | Abb.: Air Baltic | 06.10.2026 06:23


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