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Die Midwayinseln liegen etwa auf halber Strecke zwischen der US-Westküste und Japan im nördlichen Pazifik. Das Atoll ist weitgehend unbesiedelt, die US-Regierung richtete auf Sand Island im Zweiten Weltkrieg aber einen Flugplatz ein.
Das "Henderson Field" ist bis heute für die Flugplanung auf Transpazifiklinien als Ausweichflughafen zugelassen - und wichtig.
2014 drehte eine Boeing 777 von United Airlines auf dem Weg von Honolulu nach Guam mit 348 Menschen an Bord wegen Rauch im Cockpit nach Midway ab. 2021 wichen eine Boeing 787-9 von United Airlines und ein Airbus A330 von Hawaiian Airlines wegen Technikproblemen nach Midway aus.
Die Anlagen müssten aber dringend saniert werden, damit Midway weiterhin bei der Streckenplanung als Notlandeplatz auch für große Airliner genutzt werden darf. Die US-Luftfahrtbehörde rechnet mit Kosten von rund 100 Millionen US-Dollar - und zögert.
Das Midway-Risiko hat auch Qantas erkannt: Henderson Field ist auf den ab Oktober 2027 geplanten Ultralangstrecken von Sydney nach London-Heathrow fest als Ausweichflughafen auf dem bevorzugten Alaska-Routing eingeplant.
Qantas: Midway wichtig für "Sunrise"-Flüge
Qantas will auf den Sunrise-Flügen neue Airbus A350-1000ULR einsetzen, für die Qantas anfänglich eine EDTO-240-Zulassung erwartet. Nach einem Triebwerksausfall muss von jedem Punkt der Strecke der nächste Ausweichflughafen in maximal 240 Flugminuten im Einmotorenflug erreichbar sein.
"Bei einer Stilllegung von Midway würde Wake Island zum einzigen Ausweichpunkt auf der geplanten Flugroute werden", nahm Qantas gegenüber der FAA Stellung. Midway ist laut Qantas deswegen "unverzichtbar" - sollte auch Wake Island in Zukunft einmal nicht zur Verfügung stehen, müsste die Flugroute zwingend nach Nordwesten verlegt werden.
Das ginge laut Qantas mit einer rund 20 Minuten längeren Flugzeit und einem Mehrverbrauch von 2.200 Kilogramm Treibstoff einher. "Im Extremfall könnten bei den täglichen Flügen bis zu 22 Passagiere nicht befördert werden."
Das Henderson Field solle laut Qantas daher auf Part-139-Standard gehalten werden und weiterhin als Ausweichflughafen für Flüge unter erweiterten ETOPS-/EDTO-Regelungen zur Verfügung stehen. Neben Qantas setzen sich weitere Airlines mit Tranpazifiklinien für eine Sanierung des Henderson Field ein.
© aero.de | Abb.: Airbus | 28.09.2026 09:43







Kommentare (1) Zur Startseite
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Möglicherweise müsste da Qantas selbst etwas mitfinanzieren.