TOULOUSE - Die A350-1000ULR ist für extreme Langstrecken gebaut. Airbus hat mit einem Prototypen nun den Nachweis für die Ausdauerfähigkeiten des Modells erbracht - die MSN707 ist nonstop von Toulouse nach Melbourne geflogen. Flugzeit: 19 Stunden und 12 Minuten.
Toulouse - Melbourne nonstop, Flugnummer AIB35LR: Airbus hat eine A350-1000ULR zu einem Marathonflug von Toulouse ans andere Ende der Welt geschickt.
Die A350-1000ULR hakt damit einen wichtigen Punkt im Zulassungsverfahrens ab. Die MSN007, F-WULR, war am Mittwoch um 7:33 Uhr Ortszeit in Toulouse gestartet, 16 Stunden später hatten die Piloten Australien in Sicht. Nach 19:12 Stunden Flugzeit setzte der Prototyp in Melbourne auf.
"Flightradar24" zeichnete die Route live mit - die A350-1000ULR flog über das Mittelmeer, Ägypten, Saudi-Arabien, Oman - und schließlich quer über den Indischen Ozean nach Australien. "Vom Sommer zum Winter in einem einzigen Flug", beschrieb Airbus den Marathonflug.
Der Prototyp ist der erste Airbus A350-1000ULR - neben der A350-900ULR die zweite Ultralangstreckenversion der A350. Ideengeber ist Qantas - die australische Fluggesellschaft will ab 2027 mit später zwölf A350-1000ULR Nonstoplinien von Sydney und Melbourne nach London und New York fliegen.
AIB35LR Crew, © Airbus Die Auslieferungen sollen im April 2027 einsetzen, ab Oktober 2027 startet das über Jahre geplante "Project Sunrise" auf der Linie Sydney-London. Die Kabine wird dafür mit lediglich 238 Sitzen bestuhlt: Qantas plant sechs First-Class- und 52 Business-Class-Suiten an Bord und 40 Sitze in der Premium Economy Class.
Zusatztank sorgt für ReichweitenplusDie A350-1000 verfügt über einen Zusatztank im Rumpf hinter dem Flügelmittelkasten mit 20.000 Liter Fassungsvermögen. Damit kann die A350-1000 bis zu 185.076 Liter Kerosin tanken, zwölf Prozent mehr als eine konventionelle A350-1000. Die A350-1000ULR schafft so Distanzen bis zu 18.500 Kilometern - oder 22 Stunden Flugdauer - nonstop.
© aero.de | Abb.: Airbus | 24.07.2026 06:38
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Beitrag vom 24.07.2026 - 10:17 Uhr
Das der Flieger das schafft ist doch überhaupt keine Überraschung denn an Bord waren laut T-Online nur eine Testcrew mit Piloten und Testingenieuren. So hätten die vermutlich noch viel weiter fliegen können bei vollen Tanks.Da müssen noch Tests mit vollem simuliertem Passagiergewicht folgen. Trotzden schon mal ein gutes Ergebnis.
Warum informieren sie sich nicht mal bevor sie versuchen die Leistung zu schmälern, das ist ein Test und Zertifizierungsflug. Ihre beschriebene Konfiguration eignet sich dafür nicht. Airbus will die ULR mit minimalem Testprogramm zertifizieren, das bedeutet JEDER Flug zählt für die Zertifizierung.
Schauen sie sich doch nur mal die Bilder aus der Kabine an. Die finden sie über sowohl bei Google (A350ULR unter Bilder) als auch bei
https://www.aerotelegraph.com/flugzeuge/qantas-testet-airbus-a350-1000-ulr-mit-rekordflug-von-toulouse-nach-melbourne/ll5fmmf
Da sind die Wärmedummies (die sind mit Wasser gefüllt (Gewicht jeder ca. 80Kilogramm)) auf allen Sitzen zu sehen, dazu das Testequipment und wie bei allen Testflugzeugen Gewichte im Frachtraum, statt Gepäck und Fracht. Das entspricht dann dem Gewicht im späteren Service. Alles andere wäre auch Geldverbrennung. Oder ein Flug aus dem NIX für die Zertifizierung herausgelesen werden kann
Beitrag vom 24.07.2026 - 09:31 Uhr
Das der Flieger das schafft ist doch überhaupt keine Überraschung denn an Bord waren laut T-Online nur eine Testcrew mit Piloten und Testingenieuren. So hätten die vermutlich noch viel weiter fliegen können bei vollen Tanks.Da müssen noch Tests mit vollem simuliertem Passagiergewicht folgen. Trotzden schon mal ein gutes Ergebnis.
Nicht nur das, die geplante Strecke geht ja nicht nach Melbourne, sondern nach Sydney. An Board waren zusätzlich zur Crew, Pax Dummies zum Test der Klimaanlage und ca. 5 Tonnen Messequipment.
Die ULR hat sicherlich noch ordentlich Leistungsreserven um die Strecke auch bei ungünstigen Wetterverhältnissen problemlos zu schaffen...
@contrail55: Wie schätz du die Umlauf- und Ruhezeit ein? 5,6 oder 7 Tage?
Es gibt dazu keine öffentliche Information. Ein Artikel eine australischen Zeitung berichtet von 48h im Layover und 4 Tage Homebase. Umlauflänge kann man dann errechnen. Physiologisch macht mehr auch keinen Sinn, das Geheimnis liegt eher in der Gestaltung der Zeiten während des Fluges. Tarifvertraglich ist das aber ein anderes Thema. Nach LH Standard Kabine hätte man mit einem Umlauf über 50 Stunden und das in 8-9 Tagen. Bei rd 80h KAPPA Ziel. Das löst dann ohnehin viel Freizeit aus.
Das Projekt ist ertragsseitig wohl auf Kante genäht. Hohe Crewkosten müssen vermieden werden und QF war bereit das Ganze auszulagern. Dann hat man sich doch geeinigt.
Beitrag vom 24.07.2026 - 08:54 Uhr
Das der Flieger das schafft ist doch überhaupt keine Überraschung denn an Bord waren laut T-Online nur eine Testcrew mit Piloten und Testingenieuren. So hätten die vermutlich noch viel weiter fliegen können bei vollen Tanks.Da müssen noch Tests mit vollem simuliertem Passagiergewicht folgen. Trotzden schon mal ein gutes Ergebnis.
Nicht nur das, die geplante Strecke geht ja nicht nach Melbourne, sondern nach Sydney. An Board waren zusätzlich zur Crew, Pax Dummies zum Test der Klimaanlage und ca. 5 Tonnen Messequipment.
Die ULR hat sicherlich noch ordentlich Leistungsreserven um die Strecke auch bei ungünstigen Wetterverhältnissen problemlos zu schaffen...
@contrail55: Wie schätz du die Umlauf- und Ruhezeit ein? 5,6 oder 7 Tage?
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Warum informieren sie sich nicht mal bevor sie versuchen die Leistung zu schmälern, das ist ein Test und Zertifizierungsflug. Ihre beschriebene Konfiguration eignet sich dafür nicht. Airbus will die ULR mit minimalem Testprogramm zertifizieren, das bedeutet JEDER Flug zählt für die Zertifizierung.
Schauen sie sich doch nur mal die Bilder aus der Kabine an. Die finden sie über sowohl bei Google (A350ULR unter Bilder) als auch bei
Da sind die Wärmedummies (die sind mit Wasser gefüllt (Gewicht jeder ca. 80Kilogramm)) auf allen Sitzen zu sehen, dazu das Testequipment und wie bei allen Testflugzeugen Gewichte im Frachtraum, statt Gepäck und Fracht. Das entspricht dann dem Gewicht im späteren Service. Alles andere wäre auch Geldverbrennung. Oder ein Flug aus dem NIX für die Zertifizierung herausgelesen werden kann
Nicht nur das, die geplante Strecke geht ja nicht nach Melbourne, sondern nach Sydney. An Board waren zusätzlich zur Crew, Pax Dummies zum Test der Klimaanlage und ca. 5 Tonnen Messequipment.
Die ULR hat sicherlich noch ordentlich Leistungsreserven um die Strecke auch bei ungünstigen Wetterverhältnissen problemlos zu schaffen...
@contrail55: Wie schätz du die Umlauf- und Ruhezeit ein? 5,6 oder 7 Tage?
Es gibt dazu keine öffentliche Information. Ein Artikel eine australischen Zeitung berichtet von 48h im Layover und 4 Tage Homebase. Umlauflänge kann man dann errechnen. Physiologisch macht mehr auch keinen Sinn, das Geheimnis liegt eher in der Gestaltung der Zeiten während des Fluges. Tarifvertraglich ist das aber ein anderes Thema. Nach LH Standard Kabine hätte man mit einem Umlauf über 50 Stunden und das in 8-9 Tagen. Bei rd 80h KAPPA Ziel. Das löst dann ohnehin viel Freizeit aus.
Das Projekt ist ertragsseitig wohl auf Kante genäht. Hohe Crewkosten müssen vermieden werden und QF war bereit das Ganze auszulagern. Dann hat man sich doch geeinigt.
Nicht nur das, die geplante Strecke geht ja nicht nach Melbourne, sondern nach Sydney. An Board waren zusätzlich zur Crew, Pax Dummies zum Test der Klimaanlage und ca. 5 Tonnen Messequipment.
Die ULR hat sicherlich noch ordentlich Leistungsreserven um die Strecke auch bei ungünstigen Wetterverhältnissen problemlos zu schaffen...
@contrail55: Wie schätz du die Umlauf- und Ruhezeit ein? 5,6 oder 7 Tage?