Es sei nicht mit einem Engpass zu rechnen, stellte eine Lufthansa-Sprecherin am Donnerstag klar. Dennoch hat das Unternehmen die Crews angewiesen, bei Flügen nach Frankfurt zusätzlichen Kraftstoff aufzunehmen, um die Vorräte dort zu entlasten.
"Es handelt sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme", erklärte die Sprecherin. Die Vorkehrungen zeigten bereits Wirkung und man gehe davon aus, sie in absehbarer Zeit wieder einstellen zu können. Es gehe darum, einen verlässlichen Flugbetrieb sicherzustellen.
Auch Condor sieht ihren Drehkreuzbetrieb in Frankfurt "nicht beeinträchtigt", sagte eine Sprecherin aero.de am Donnerstag. "Condor ist aktuell nicht von der bestehenden Limitierung bei der Kerosinversorgung am Flughafen Frankfurt betroffen. Unsere Flüge finden wie geplant statt und es bestehen keine Einschränkungen für Condor-Gäste."
Condor stehe "in engem Austausch mit den relevanten Partnern" und beobachte "die weitere Entwicklung der Versorgungssituation aufmerksam".
Niedrige Flusspegel als Problem
Hintergrund der angespannten Versorgungslage am größten deutschen Flughafen ist laut Lufthansa die reduzierte Kapazität der Kerosin-Pipelines, von denen eine gerade gewartet wird, wie Flughafenbetreiber Fraport bestätigte.
Nach Informationen der "Bild"-Zeitung wird zudem der niedrige Rheinpegel als möglicher Belastungsfaktor für die Versorgung genannt, da Tankschiffe den Fluss nur eingeschränkt befahren könnten.
Fraport verwies auf die zur Verfügung stehende Leitung und die vorhandenen Speicher am Flughafen, die für den Bedarf von rund zehn Tagen ausgelegt seien. "Die Betriebsfähigkeit des Flughafens ist somit nicht beeinträchtigt", sagte ein Fraport-Sprecher. Die Passagiere hätten nichts zu befürchten.
© aero.de, dpa | 15.10.2026 12:27







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