Schweizer Flugsicherung
Gestern, 08:25 Uhr

Skyguide-Aussetzer schränkt Flugbetrieb erneut ein

Skyguide
Skyguide, © Skyguide

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ZÜRICH - Erneut schränkt ein Technikaussetzer bei der Flugsicherung den Schweizer Luftverkehr ein: Skyguide bekommt das Problem zwar schnell unter Kontrolle, ärgerlich ist der Ausfall trotzdem - denn die ATC-Panne ist im laufenden Jahr kein Einzelfall. Swiss zog zuletzt Regressforderungen in Betracht.

Der Schweizer Luftverkehr ist am Dienstagnachmittag erneut runtergefahren. "Starts und Landungen an den Flughäfen Zürich und Genf waren kurzzeitig unterbrochen", teilte die Schweizer Flugsicherung Skyguide mit - und regelte den Luftverkehr erst bei 50, ab späterem Nachmittag bei 80 Prozent ab.

"Grund für die Einschränkung ist die Störung eines Systems, das für die Flugverkehrsleitenden das Radarbild zur Überwachung des Luftverkehrs generiert", erklärte Skyguide. Der Fehler ist schnell behoben, volle Luftraumkapazität sagt Skyguide allerdings erst für Mittwochnachmittag wieder zu.

Der Ausfall setzt eine Pannenserie bei der Schweizer Flugsicherung fort. Am 21. Juni 2026 überschreibt die Einrichtung einer Sperrzone für diplomatische Topdelegationen aus dem Iran und den USA im Kontrollzentrum Dübendorf und im Tower Zürich Radarbilder - viele Flüge bleiben am Boden.

Der letzte Ausfall bei der Flugsicherung liegt zu diesem Zeitpunkt noch keinen Monat zurück - nach einem fehlgeschlagen Update hatte Skyguide den Flugbetrieb in Zürich schon Ende Mai 2026 abgeregelt. Im April und Januar 2026 verursachte Skyguide mit Softwarefehlern und Technikpannen ebenfalls kurzzeitige Aussetzer im Flugbetrieb.

Swiss prüft Regressnahme

Die Schweizer Lufthansa-Tochter zieht nach Medieninformationen inzwischen Schadenersatzforderung gegen die Flugsicherung in Betracht. Das meldeten die "NZZ" und der öffentlich-rechtliche Dienst "SWI" im Juni 2026.

Ein möglicher Aufhänger für einen Regressanspruch ist ein aktuelles Urteil des Europäischen Gerichtshofs, das unter bestimmten Voraussetzungen Schadenersatzforderungen von Fluggesellschaften gegen Flugsicherungen bejaht hatte.

Im Sommer 2016 hatte Austrian Airlines Flüge wegen eines Serverausfalls bei Austro Control am Flughafen Wien Flüge gestrichen - und den österreichischen Staat haftbar gemacht. Nun werde geprüft, ob diese Rechtsprechung auf die Schweiz übertragbar ist.
© aero.de | Abb.: Skyguide | 21.10.2026 08:25

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Beitrag vom 21.10.2026 - 14:48 Uhr
Schon etwas peinlich die Pannenserie, verstehe Swiss, die haben schliesslich die finanziellen Ausfälle zu beklagen und die Passagiere sind wie immer die Leidtragenden


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