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SpaceX hat nach langer Durststrecke im letzten Quartal einen Milliardengewinn eingefahren. Auslöser waren vor allem kräftige Zuwächse im Geschäft mit Internet aus dem All sowie mit KI-Rechenzentren.
Unterm Strich verbuchte SpaceX schwarze Zahlen von 4,4 Milliarden Dollar (3,9 Mrd Euro). Im dritten Quartal des Vorjahres hatte es noch einen Verlust von gut einer Milliarde Dollar gegeben. Der Umsatz sprang von rund 5,58 Milliarden Dollar vor einem Jahr auf 14,58 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit rund 12,7 Milliarden Dollar gerechnet.
Beim Internet aus dem All mit dem Satelliten-Dienst Starlink stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 69 Prozent auf 5,2 Milliarden Dollar. Zum Stichtag 30. September kam Starlink auf 13,6 Millionen Kunden. Der Dienst ist unter anderem in 3.800 Flugzeugen verfügbar.
Die KI-Erlöse schossen von 813 Millionen Dollar vor einem Jahr auf 7,56 Milliarden Dollar im vergangenen Quartal hoch. Musks KI-Firma, die nun SpaceXSI heißt, baute große Rechenzentren auf, die inzwischen zum Teil für Milliarden-Gebühren an KI-Rivalen wie Anthropic und Google vermietet werden.
Die KI-Sparte warf einen operativen Gewinn von 431 Millionen Dollar ab - nach roten Zahlen von 1,7 Milliarden Dollar ein Jahr zuvor.
"Schnelle und vollständige Wiederverwendbarkeit"
Musk machte in einer Videokonferenz im Anschluss an die Quartalszahlen vergangene Woche wie so oft weitreichende Versprechen.
So sagte er, dass die große SpaceX-Rakete Starship, die bisher erst 14 Mal testweise flog, gegen Ende kommenden Jahres zweimal pro Woche starten solle, "vielleicht sogar noch regelmäßiger". Bereits in der ersten Jahreshälfte 2027 peilt SpaceX wöchentliche Starship-Starts an. Vor drei Monaten hatte Musk sogar tägliche Starts in Aussicht gestellt.
Die Startfrequenz werde sich "dramatisch erhöhen", sobald SpaceX "schnelle und vollständige Wiederverwendbarkeit" des Systems erreiche, sagte Musk. Anfänglich werde das Starship nach jeder Mission einer Überholung unterzogen. Ziel sei aber, das das Raketensystem nach einer Landung direkt wieder einsatzbereit ist - "wie ein Flugzeug".
Das Starship-System aus Unter- und Oberstufe ist so konzipiert, dass sowohl der Super Heavy Booster als auch das Raumschiff wiederverwendbar sind - und nach einer Betankung direkt wieder starten können.
Mit dem kleineren Falcon-System ist SpaceX schon einen Schritt in Sachen Wiederverwendbarkeit weiter - der Falcon-9-Booster "B1067" bringt es seit dem ersten Start 2021 inzwischen auf ingesamt 37 Einsätze, also 36 Wiederverwendungen. Zuletzt wurde das System am 25. August 2026 für eine Starlink-Mission eingesetzt.
Bei der Falcon 9 ist nur die Erststufe wiederverwendbar, die Zweitstufe verglüht im All oder stürzt ins Meer.
Auch kündigte Musk an, dass die Zahl der Starlink-Satelliten binnen drei Jahren auf 100.000 steigen werde. Nach jüngsten Angaben waren es etwas mehr als 10.000.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: SpaceX | 28.10.2026 06:04







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