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Hofreiter: Grüne wollen keine Kurzstreckenflüge verbieten

CRJ 900 der Lufthansa CityLine
CRJ 900 der Lufthansa CityLine, © Deutsche Lufthansa AG

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BERLIN - Der Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Anton Hofreiter, hat klargestellt, dass seine Partei keine Kurzstreckenflüge verbieten will.

Die Aussagen von Parteichefin Annalena Baerbock seien in einer "verqueren Debatte" zu einem Verbot gemacht worden, für das sie sich nie ausgesprochen habe, sagte Hofreiter am Dienstag in einer Online-Fragerunde bei der 20. Jahreskonferenz des Rates für nachhaltige Entwicklung.

Gemeint gewesen sei vielmehr die Forderung, den Verkehr mit der Bahn so zu ertüchtigen, dass Kurzstreckenflüge überflüssig würden, erklärte Hofreiter. "Wir wollen Mobilität ermöglichen - allerdings CO2-frei." Leider sei es in den vergangenen Jahren versäumt worden, den Bahnverkehr entsprechend attraktiv zu machen.

Grünen-Kanzlerkandidatin Baerbock hatte im Mai in einem Interview mit der "Bild am Sonntag" erklärt, dass es Kurzstreckenflüge "perspektivisch nicht mehr geben" sollte. Zuvor hatte sich auch SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz kritisch zum Thema Fliegen geäußert und angekündigt, gegen Billigflüge vorgehen zu wollen. An den Vorschlägen gab es, unter anderem von Union und FDP, heftige Kritik.
© dpa | 08.06.2021 16:42

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Beitrag vom 14.06.2021 - 19:51 Uhr
@ Neutraler Beobachter

@contrail55, @gordon, @A320Fam

Ich lese die Foren hier bereits seit vielen Jahren mit. Daher glaube ich zu wissen das Sie 3 (wie viele andere hier) in der Luftfahrt tätig sind (ich würde sagen: @contrail55 - Purser, @gordon - Verwaltung, @A320Fam - Wartung/Technik - stimmt das in etwa?).

Ich kann sehr gut verstehen, dass Sie sich große Sorgen machen früher oder später Ihre Berufe, die Sie sicher sehr lieben, aufgeben zu müssen (wenn ich mich recht erinnere bestand bei @gordon durch Corona bereits schon mal diese Möglichkeit). Das ist absolut verständlich.

Da erinnern Sie sich falsch. Mein Beruf und meine Kenntnisse kann ich in vielen Branchen einbringen. Ich mache mir da keine Sorgen, andere Berufsgruppen müssen sich da mehr sorgen machen.

Es ist aber auch ein Fakt das in der Entwicklung der Menschheit es schon immer- entwicklungsbedingt - Veränderungen gegeben hat. Es gab und gibt Millionen von Menschen die Ihre Berufe aufgeben mussten, weil Ihre Tätigkeiten obsolet wurden. Teils deshalb, weil es technische Entwicklungen gab (z.B. Pferdekutscher), teils deshalb weil diese Tätigkeiten Teil eines Umweltproblems für die Menschheit waren (z.B. Bergleute).

Wie geasgt, ich habe damit kein Problem.

Und das trifft eben auch für Ihre Branche (wie fur viele andere auch!) zu. Die Fliegerei und die daraus resultierenden Umweltbelastungen kann sich die Menschheit, jedenfalls Stand Technik heute, so nicht mehr leisten. Sie ist Teil eines globalen Problems. Es tut mir sehr leid: aber da können Sie dagegen andiskutieren wie Sie wollen- das ist eine Tatsache.

Ich diskutiere doch gar nicht dagegen an! Ich habe mich doch noch nie in diesem Forum zu diesem Thema geäußert. Sie sind auf die Behauptungen (ich nenne es Lügen über mich) von @EricM reingefallen.

Und es spricht Bände das Sie den, in einem meiner ersten Postings verlinkten Aero.de Artikel, in dem führende Köpfe IHRER Branche bestätigen, dass die Folgen der Fliegerei für das Klima viel größer und schädlicher sind, als landläufig diskutiert, geflissentlich ignorieren. Und ebenso den Spiegelartikel, der die - aus meiner Sicht - perfide, verlogene Lobbyismus-Tätigkeit der Luftfahrtbranche in Brüssel (und auf der ganzen Welt) thematisiert und nachweist. Diese Tatsachen wollen Sie nicht wahrhaben.

Wie kommen Sie darauf? Sie kommentieren doch nicht auch jeden Artikel hier im Forum, oder? Warum sollten ich dies tun?


Ich gebe zu, ich bewundere @EricM für sein 'Durchhaltevermögen', seine sachliche, faire Art der Diskussion, mit der er auch auf die unglaublichsten Entgleisungen, Beschimpfungen und Unterstellungen (nicht unbedingt von Ihnen Drei - obwohl Ihr Ton ihm gegenüber in letzter Zeit auch manchmal unsachlich und grenzwertig wird) antwortet und vor allem über sein offensichtlich enormes Wissen zu diesem (und vielen anderen) Thema(en).

Seine - wie Sie es nennen - sachliche Art, mir zu unterstellen, es wäre mir ....

lieber wäre, Ihre etwas eigenwilligen Therorien zum Thema Wettbewerb, Klimawandel, etc. hier unwidersprochen ausbreiten zu können :)

... ist eine glatte Lüge, da ich mich hier in diesem Forum niemals zum Klimawandel geäußert habe.
Wieso bewundern Sie solche Lügen? Oder hängen Sie unkritisch an den Lippen des EricM und glauben alles, was er hier zum Besten gibt?


Noch eine Bemerkung zum Schluss:
das die Menschheit auch ohne übermäßige Personenfliegerei ganz gut klarkommt, haben doch die letzten 1,5 Jahre sehr eindrucksvoll bewiesen. Und das das dem Klima zumindest eine (kleine) Erleichterung verschafft hat, ist wissenschaftlicher Konsens.
Fakten die auch Sie nicht ignorieren können.

Welche Fakten soll ich denn ignoriert haben?
Sie unterstellen mir hier - genau wie @EricM - Ignoranz zum Thema Klimawandel. Ich finde das, gelinde gesagt, unverschämt von Ihnen!



Dieser Beitrag wurde am 14.06.2021 19:54 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 14.06.2021 - 19:11 Uhr
Butter bei die Fische!

Nur zu, ich erwarte gerne Ihre konstruktiven Beiträge.

Das ist jetzt sehr schwach.

Sie fordern doch grundlegende Veränderungen, die elementare Interessen von Millionen Menschen betreffen und gravierende Auswirkungen für diese hätten. Und wenn sie dann gebeten werden, mal konkret zu werden und darzustellen, wie sie sich diese Veränderungen vorstellen, dann kommt... Nichts!

Platte Slogans, die dem Zeitgeist entsprechen und mit denen man Schlagzeilen machen kann. Um das "Wie" sollen sich dann bitte andere kümmern. Klassisch grün.
Beitrag vom 14.06.2021 - 19:04 Uhr
Butter bei die Fische!

Nur zu, ich erwarte gerne Ihre konstruktiven Beiträge.
Das ist alles? Etwas dünn, oder?

Ich fasse mal zusammen...
Es ist aber auch ein Fakt das in der Entwicklung der Menschheit es schon immer- entwicklungsbedingt - Veränderungen gegeben hat. Es gab und gibt Millionen von Menschen die Ihre Berufe aufgeben mussten, weil Ihre Tätigkeiten obsolet wurden. Teils deshalb, weil es technische Entwicklungen gab (z.B. Pferdekutscher), teils deshalb weil diese Tätigkeiten Teil eines Umweltproblems für die Menschheit waren (z.B. Bergleute).
Richtig, Veränderungen gab es schon immer. Allerdings nicht ohne eine Alternative in der Hand zu haben. Für die Pferdekutsche gab es das Auto und auch die Kohleindustrie ist in einem stetigen Übergang zu neuen Technologien. Aktuell gibt es weltweit 2200 Kohlekraftwerke in Betrieb, 1300 im Bau. Quelle Statista.
Und das trifft eben auch für Ihre Branche (wie fur viele andere auch!) zu. Die Fliegerei und die daraus resultierenden Umweltbelastungen kann sich die Menschheit, jedenfalls Stand Technik heute, so nicht mehr leisten. Sie ist Teil eines globalen Problems. Es tut mir sehr leid: aber da können Sie dagegen andiskutieren wie Sie wollen- das ist eine Tatsache.
Möglich. Also wenn sich die Menschheit die Fliegerei mit 5% Anteil nicht mehr leisten kann, dann erst recht nicht Straßenverkehr und Heizen, 65%.
Noch eine Bemerkung zum Schluss:
das die Menschheit auch ohne übermäßige Personenfliegerei ganz gut klarkommt, haben doch die letzten 1,5 Jahre sehr eindrucksvoll bewiesen. Und das das dem Klima zumindest eine (kleine) Erleichterung verschafft hat, ist wissenschaftlicher Konsens.
Fakten die auch Sie nicht ignorieren können.
Auch möglich. Ich weiß nicht ob man dauerhaft gut ohne Fliegerei klarkommen würde. Irgendwann sicherlich, aber plötzlich ohne einen schnellen Transport von Menschen und Gütern über lange Strecken, da habe ich meine Zweifel. Zumindest einen Übergang, bis es etwas anders als Ablösung gibt.
Kurz, außer Abschaffen haben Sie nichts zu bieten. Konstruktiv ist das auch nicht gerade.

Dieser Beitrag wurde am 14.06.2021 19:06 Uhr bearbeitet.


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