Kompensation
Älter als 7 Tage

EU-Kommission hat sechs Lufthansa-Airlines auf dem Kieker

Lufthansa Airbus A350-900
Lufthansa Airbus A350-900, © Lufthansa

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BRÜSSEL - Die EU-Kommission zweifelt CO2-Kompensationsversprechen beim Ticketverkauf an. Ein Prüfverfahren richtet sich gegen 20 Airlines im Europa, darunter sechs Flugbetriebe der Lufthansa. Die Brüsseler Behörde setzt den Fluggesellschaften kurze Frist, ihre Rechenwege zu verteidigen.

Die EU-Kommission nimmt CO2-Kompensationsmodelle von Airlines genauer unter die Lupe.

Die Stichprobe erstreckt sich zunächst auf 20 europäische Fluggesellschaften. Brüssel nennt keine Betroffenen. Lufthansa hat aber gegenüber "Reuters" bestätigt, dass die Flugbetriebe der Konzernairlines Lufthansa, Austrian Airlines, Swiss, Eurowings, Brussels Airlines und Air Dolomiti Gegenstand der Prüfung sind.

Auch Air France-KLM bestätigte entsprechende Post von der EU-Kommission.

CO2-Kompensation ist bisher nicht EU-weit gesetzlich geregelt. Lufthansa stützt ihre Klimaversprechen bei der Buchung auf die Förderung von Umweltprojekten und dem Einkauf nachhaltiger Flugtreibstoffe (SAF).

Die EU-Kommission will nun prüfen, inwieweit sich dieser Mix in tatsächliche CO2-Einsparungen umrechnen lässt.

Das Landgericht Köln hat der Lufthansa-Tochter Eurowings gerade Werbung mit CO2-neutralen Buchungen in Teilen verboten. Geklagt hatte die Deutsche Umwelthilfe. Das Gericht sah zu viel Abstand zwischen geförderten Aufforstungsprogrammen und den daraus auf das Ticket angerechneten CO2-Einsparungen.

Die Prüfung der EU-Kommission zielt in ähnliche Richtung: Airlines sollen die beworbenen Einsparungen für die EU-Beamten aufschlüsseln - binnen 30 Tagen. Den Angaben zufolge müssen die Fluggesellschaften offenlegen, ob sich
CO2-Einsparbehauptungen aus Kompensationsprojekten wissenschaftlich belegen lassen.

Die Kommission sei zudem darüber besorgt, dass Fluggesellschaften den Begriff "nachhaltige Flugkraftstoffe" (Sustainable Aviation Fuel/SAF) verwenden, ohne die Umweltauswirkungen solcher Kraftstoffe zu erläutern. Zeitgleich verordnet die EU Fluggesellschaften ab 2025 verbindliche SAF-Quoten.

Nachfrage zieht an

Die Kompensationsangebote der Lufthansa fassen gerade Tritt. Seit 2023 bietet der Konzern auf einigen Strecken Tickets mit eingebauter CO2-Kompensation an - und zieht eine durchweg positive Zwischenbilanz.

"Im ersten Jahr haben durchschnittlich drei Prozent der Gäste das Angebot genutzt", teilte Lufthansa im März mit. "In der Business Class werden bereits bei elf Prozent der Buchungen über die Portale der Lufthansa Group Green Fares Tickets ausgewählt. Besonders erfolgreich sind die Green Fares auf Strecken wie Hamburg-München, Zürich-London und Frankfurt-Berlin.
© aero.de, dpa | Abb.: Flughafen Düsseldorf, Eurowings | 05.05.2024 07:08

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Beitrag vom 06.05.2024 - 11:53 Uhr
Wenn man die Zuwegung zu einem Bahnhof verbessert, ist das CO2 wirksam, weil man so Autofahrer zur Nutzung der Bahn motiviert...
So ähnlich könnten die Gedankengänge bei der LHG sein.
In Afrika z. B.: Durch die vermehrte Nutzung von Kleinfeuern in ländlichen Haushalten wird weniger Holz benötigt. Das ist gut für die Umwelt und diverse andere Dinge...
Beitrag vom 06.05.2024 - 01:10 Uhr
Die Entscheidung auf einen Vergleich der EU mit anderen möchtegern-Großreichen zu verzichten um keine Reaktion der Kommentar-Kommentierer zu provozieren und sich so die Option einer Diskussion offen zu halten ist so sympathisch wie naiv.

Wobei man aber mindestens so naiv sein muss um eine EU welche sich auf politisches Geheiß hin von ihren eigentlichen Aufgaben immer weiter entfernt und durch bewusste Fehlentscheidungen und aktiv zur Schau gestellter Ignoranz sich selbst und den europäischen Gedanken gezielt sabotiert gut zu finden.

Es ist wirklich schade dass Frau (I)M. beim Ausbruch des Kriegs die politische Bühne bereits verlassen hatte.

So macher hätte so manches verstanden.


Hä? Wer ist 'so mancher'? Und was hätte 'der/die verstanden?

Das einige Airlinesu viele andere Produzenten zur Erhalten Ihres umweltschädigenden Geschäftsmodels keine 'verbogene' (Un)Wahrheit gerade gut genug ist. Und offensichtlich damit ja auch ihre Ziele erreichen. (Siehe den Unsinn, den Sie hier verbreiten - völlig ohne Sinn, Verstand oder auch nur den Hauch eines irgendwie gearteten Nachweises... .

Mannoman, aber so sorry, ich muss jetzt mal etwas ordinär werden:
Sie schreiben hier so einen Blödsinn!

Einer meiner Lehrer pflegte bei solchem substanzlodem Rumgesabbel zu sagen:
"Da ziehen sich ja meine Löcher in den Socken zusammen"

Bei Ihnen weiß man nicht, ob man lachen oder weinen soll.

Beitrag vom 05.05.2024 - 22:36 Uhr
So macher hätte so manches verstanden.
Es war nie die Rede davon dass alle alles verstehen.

Erhöhe auf 9,2 :D


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