Valentinstag
Älter als 7 Tage

Millionen Rosen in Frankfurt gelandet

Lufthansa Cargo Boeing 777F D-ALFK
Lufthansa Cargo Boeing 777F D-ALFK, © Lufthansa Cargo

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FRANKFURT - Rosen haben zum bevorstehenden Valentinstag Hochsaison - und kommen in diesen Tagen millionenfach am Frankfurter Flughafen an. Dort werden sie genau auf ungebetene Schädlinge geprüft.

Ein Liebesgruß mit Rosen gehört für viele Menschen zum Valentinstag am 14. Februar - deshalb haben die Blumen derzeit Hochsaison. Gleich millionenfach sind sie in den vergangenen Wochen an den Frankfurter Flughafen eingeflogen worden, wo sie von Kontrolleuren des Regierungspräsidiums Gießen unter die Lupe genommen werden.

Denn mit den Rosen und anderen Blumen könnten Pflanzenschädlinge eingeschleppt werden, die hier großen Schaden anrichten könnten, wie die Behörde am Montag mitteilte.

"Alles in allem kommen wir wieder auf über 12,3 Millionen Rosen plus sechs Millionen andere Schnittblumen und Bindegrün, die in den beiden Wochen vor dem Valentinstag von uns überprüft wurden", erklärte Andreas Scharnhorst, Leiter der Grenzkontrollstelle am Flughafen. Für die beliebten Blumen gilt eine Beschaupflicht – und damit muss jede Sendung kontrolliert werden.

Scharnhorst und seine Kollegen schauen, ob sich vor allem an den Blättern der Blumen Würmer oder Insekten befinden. Finden sich durch Mehltau oder Rost geschädigte Stellen, kontrollieren sie umso genauer. Insgesamt fänden sich nur selten Schädlinge, so das Regierungspräsidium.

Das liege auch daran, dass der Pflanzenschutz bereits in den Herkunftsländern der Blumen beginne, zu denen beispielsweise Kenia gehört. Neben Fallen in Gewächshäusern würden die Blumen auch behandelt, bevor sie abgeschnitten, verpackt und gekühlt per Flugzeug oder Schiff in andere Länder gebracht würden.
© dpa | 12.02.2024 13:44

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Beitrag vom 13.02.2024 - 16:17 Uhr


Natürlich kann man das hinterfragen. Man sollte aber auch viele weitere Gesichtspunkte mit einbeziehen. Für einige arme afrikanische Länder ist die Blumenindustrie ein sehr wichtiger Wirtschaftszweig, der vielen Menschen dort ein Einkommen sichert.

Welche positiven Auswirkungen auf das Klima hätte ein Verzicht auf den Import vom Blumen aus Afrika? Wahrscheinlich kaum messbar.
Welche negativen Auswirkungen hätte das für viele Menschen dort? Wahrscheinlich ziemlich gravierende.
Das musss man hinterfragen! Es ist immer das gleich "Spiel": jede Maßnahme für mehr Klimaschutz wird für sich genommen als unbedeutend abgelehnt. Dabei ist es die Summe von Maßnahmen, die Wirkung entfalten würde.
Und ist es auch nicht zu hinterfragen, warum es für die Menschen in Afrika sinnvoll sein soll mit wertvollem Wasser Blumen anzubauen statt Nahrungsmittel?
>

Ein Verzicht des Importes von Blumen aus Afrika im Winter hätte kaum Auswirkungen auf das Klima. Die Alternative wäre dann, die Blumen in Holland usw in Gewächshäusern zu ziehen, die dann geheizt und sogar beleuchtet werden müssten, was auch sehr Energieintensiv ist.
Positive Auswirkungen auf das Klima hätte nur ein grundsätzlicher Verzicht auf Schnittblumen im Winter, und auch auf Gemüse was auch importiert wird. Persönlich machen wir das auch so,
nämlich größtenteils regional und saisonal, soweit das möglich ist
Als einer, der selbst unzählige Flüge aus Nairobi mit dem Frachter durchgeführt hat, und die Farmen auch besichtigt hat, habe ich mir schon vor 30 Jahren die Frage gestellt ob das nötig ist. Die Blumenfarmen wurden ja schon in den 80er Jahren aufgebaut, nicht nur wegen dem Klima, aber damals spielte auch etwas anderes eine Rolle.
Ein Grund war auch, dass in Europa DDT verboten wurde, in Afrika aber noch lange nicht. Da sah man die Farmarbeiter mit Handspritzen durch die Reihen gehen, um die Blumen zu besprühen, und das fast ohne jegliche Schutzmaßnahmen.
Wie bei denen dann die Lebenserwartung aussah, interessierte da niemanden.

Danke für Ihre Antort.

Verzicht auf Schnittblumen und importierte Lebensmittel. Dafür saisonale und regionale Produkte. Das ist genau der Punkt.
Und die Wäsche oder der Chinamüll von Temu oder Ali Express muss auch nicht wirklich sein. Kommt auch mit dem Flieger. Nicht nur schlecht für das Klima sondern auch für regionale Händler!

Dieser Beitrag wurde am 13.02.2024 16:18 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 13.02.2024 - 16:05 Uhr
Was für ein Wahnsinn!
Nichts gegen den Valentinstag. Aber fast 20 Mio Blumen mit dem Flugzeug um die halbe Welt zu karren ist an Ignoranz gegenüber dem Klimawandel fast nicht mehr zu überbieten

Deutschland importiert pro Jahr mehr als 1 Mrd. Schnittblumen. Davon sind fast 330 Mio. Rosen aus Kenia, Sambia und Äthiopien.

Blumen, die nach wenigen Tagen im Mülleimer (bestenfalls noch auf dem Kompost) landen.

Wir reden von Flugscham und diskutieren die Sinnhaftigkeit von Inlandsfügen.

Und eine ökologische Wahnsinnshandlung wird offenbar überhaupt nicht hinterfragt.

Natürlich kann man das hinterfragen. Man sollte aber auch viele weitere Gesichtspunkte mit einbeziehen. Für einige arme afrikanische Länder ist die Blumenindustrie ein sehr wichtiger Wirtschaftszweig, der vielen Menschen dort ein Einkommen sichert.

Welche positiven Auswirkungen auf das Klima hätte ein Verzicht auf den Import vom Blumen aus Afrika? Wahrscheinlich kaum messbar.
Welche negativen Auswirkungen hätte das für viele Menschen dort? Wahrscheinlich ziemlich gravierende.

Wenn man selbst im Überfluss lebt, lässt sich leicht Verzicht predigen. Wenn es unter ärmlichen Verhältnissen um ein ausreichendes Einkommen für die nächste Malzeit geht, wird die Sorge um das Klima aber ganz schnell unbedeutend.

Sie dagegen haben ihren moralisch hochwertigen Beitrag wahrscheinlich auf einem Handy aus China geschrieben, wobei der Akku von Strom aus einem Kohlekraftwerk aufgeladen wurde und die Kohle hierfür um die halbe Welt aus Kolumbien oder Südafrika nach D importiert wurde.

 https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-965864

Welche Auswirkungen hat das alles auf das Klima? Ich denke, da sollte man mit dem erhobenen Zeigefinger sparsam umgehen. Einfach immer Verzicht auf gewisse Dinge zu fordern, greift viel zu kurz und kann für Menschen woanders auf der Welt sogar äußerst negative Auswirkungen haben.

Mir fehlt bei ihrer Antwort noch der Hinweis auf die Airlines, die ihre Mitarbeiter entlassen müssen, weil das Frachtgeschäft zusammenbricht, wenn wir keine Blumen, Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch mehr nach Deutschland fliegen.

Offensichtlich haben sie nicht begriffen, das Blumen nur ein kleiner Teil des idiotischen "immer alles zu jeder Zeit haben zu wollen" ist.
Es gibt ganz sicher Im- und Exporte die bei der Luftfracht ihre Berechtigung haben. Lebensmittel und Blumen gehören mit Sicherheit nicht dazu. Und wenn jeder für seinen unnötigen Wohlstandskonsum immer eine Entschuldigung parat hat, dann wird sich überhaupt nichts ändern.

Wenn man eine Diskussion, die eine sachliche Argumentation verdient, mit Diffamierungen führen möchte, weil einem die Argumente fehlen:

"Sie dagegen haben ihren moralisch hochwertigen Beitrag wahrscheinlich auf einem Handy aus China geschrieben, wobei der Akku von Strom aus einem Kohlekraftwerk aufgeladen wurde und die Kohle hierfür um die halbe Welt aus Kolumbien oder Südafrika nach D importiert wurde."

dann sollte man am besten mit seinem Spiegelbild diskutieren
ich jedenfalls finde ihre Art zu provozieren einfach nur jämmerlich!

Beitrag vom 12.02.2024 - 20:39 Uhr


Wenn man selbst im Überfluss lebt, lässt sich leicht Verzicht predigen.

Ich weiß nicht, ob es es konstruktiv, derart eskalierendes Vokabular zu gebrauchen.


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