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Flug QF32

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Qantas kehrt nach Grounding in normalen A380-Betrieb zurück

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Qantas Airbus A380 VH-OQA, © ATSB
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SYDNEY - Qantas hat das nach einem schweren Triebwerksschaden im November über ihre A380-Flotte selbst verhängte Grounding wieder weitgehend aufgehoben. Zu Jahresbeginn sind für die australische Fluggesellschaft bereits wieder fünf ihrer sieben A380 unterwegs. Zwei neue Maschinen erwartet Qantas Mitte Januar und Anfang Februar von Airbus. Ab 17. Januar könnten auch die A380-Linien nach Los Angeles wieder geöffnet werden.

Qantas sei "zuversichtlich", ihre A380 ab 17. Januar wieder auf den Strecken nach Los Angeles einzusetzen, zitierten australische Medien Sprecher der Fluggesellschaft am Mittwoch. Die Flüge ab Los Angeles erfordern regelmäßig Starts unter annähernd maximaler Last der bereits leistungsgesteigerten Rolls-Royce Trent 972 Triebwerke, die Qantas an ihren A380 einsetzt.

Qantas hatte nach der Notlandung des Flugs QF32 am 04. November in Singapur ihren A380-Betrieb für mehrere Wochen gänzlich eingestellt. Das Triebwerk #2 der Maschine VH-OQA war kurz nach dem Start explodiert und hat den A380 schwer beschädigt.

Nach Erkenntnissen der Ermittler hatte ein Fertigungsfehler in einer Ölleitung zum Triebwerk zu einem Ermüdungsbruch geführt. Ausgetretenes und im Triebwerk entzündetes Öl habe die Explosion im Bereich der IP Turbine Disk verursacht.

Der Fehler sei bei regelmäßigen Wartungsarbeiten nicht zu erkennen gewesen. Allerdings konnte Rolls-Royce den Defekt auf bestimmte Triebwerkschargen eingrenzen. Der britische Triebwerksbauer hatte im November Einschränkungen des Volllastbetriebs für Triebwerke der Serien modB und modC verhängt. Frühe modA Triebwerke sollten überhaupt nicht mehr unter maximale Last gesetzt werden.

Inspektionsvorschriften gelockert


Ende Dezember hatte die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) ihre nach dem Zwischenfall von Singapur zunächst verschärften Wartungsvorschriften für Trent 900 Triebwerke wieder gelockert. Triebwerke mit High Pressure / Intermediate Pressure Aufbau aktueller Serien müssen mit der neuen AD 2010-0242R1 jetzt erst nach den ersten 200 Flugzyklen und anschließend spätestens alle 100 Flüge in die Hangars.

Qantas hat Rolls-Royce wegen der Probleme mit den Antrieben verklagt. Branchenanalysten schätzen den wirtschaftlichen Schaden aus dem mehrwöchigen Ausfall der A380-Flotte für die Fluggesellschaft auf bis zu 80 Millionen US Dollar. Qantas-Aktionäre verzeichneten seit der Triebwerksexplosion Kursverluste in ihren Anteilen von rund 13,0 Prozent.

© aero.de | Abb.: Qantas | 05.01.2011 08:52




Leser-Kommentare (9)

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07.01.2011 13:01
Zusätzlich hat QF auf auf Flügen von der US Westküste nach Australien (im Winter sogar sehr starken) Gegenwind. Man hat sich extra die 747-400ER bauen lassen, mit erhöhter Treibstoffkapazität - und selbst die mussten im Winter gelegentlich in AKL tanken. Genau das wollte man unter anderem mit der A380 vermeiden. Die kurzen Bahnen in LAX kommen noch mal erschwerend hinzu.
07.01.2011 09:25
Gibt es sicher nicht, da wie FW-Condor schon schrieb die Entfernung und damit die Benzinzuladung eine andere ist und zudem Europe viel Kälter ist als die Orte in Australien wo die A380 zum Einsatz kommt. QF hat eben zwei Nachteile, Weite Strecken und heiße Flughäfen, das führt zu mehr Bedarf an Leistung. EK hat zwar auch heiße Plätze aber weniger Strecke da reichen dann schon wieder 70klbs. Ausserdem ist die Bahn länger in Dubai, das darf man auch nicht vergessen.

Gruß aus EDHI
07.01.2011 09:10
Qantas gibt für die Strecke LosAngeles - Sydney eine Flugzeit von 15h an. Gehen wir also davon aus, das die Strecke an die Reichweite der A380 stößt. Vermutlich wird die Maschine also mit absolut max. Gewicht starten müssen.
Welche europäische Stadt ist 15h von LosAngeles entfernt? Dementsprechend wird es für LH, AF, BA wohl gar keine Probleme geben.


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