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Ein 28-jähriger aus Afghanistan stammender Intensivtäter ist aus Bayern ist Mitte Dezember per Linienflug in seine Heimat abgeschoben worden. Weitere Abschiebungen nach Afghanistan würden bereits geplant, sagt Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU).
Seinen Angaben zufolge wurde der nun abgeschobene Afghane nach Verbüßung einer eineinhalbjährigen Strafhaft in sein Herkunftsland gebracht.
Zuvor hatte die Bundesregierung Straftäter mit Charterflügen abgeschoben - das ist organisatorisch aufwendig und teuer. Rückführungen per Linienflug seien "ein ganz wichtiger Fortschritt, der die Flexibilität bei Abschiebungen nach Afghanistan erhöht und Zeit spart", argumentierte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU).
Bundespolizisten begleiteten Straftäter
Der Mann sei auf dem Flug von Bundespolizisten begleitet und dann in Kabul den Behörden übergeben worden, teilte das Bundesinnenministerium auf Anfrage mit. Dem Vernehmen nach lief die Rückführung über Istanbul.
Dobrindt sagte der "Bild"-Zeitung: "Es liegt in unserem Interesse, dass Straftäter und Gefährder aus Afghanistan unser Land verlassen müssen. Wer in Deutschland Straftaten begeht, verwirkt sein Bleiberecht. Jetzt beginnen wir mit Abschiebungen nach Afghanistan und weiten diese Schritt für Schritt aus."
"Erhebliche Belastung für das Kabinenpersonal"
Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo fürchtet durch die neue Praxis eine "erhebliche Belastung für das Kabinenpersonal" und warnt vor Gefahren für die Flugsicherheit. "Die Abschiebung von verurteilten Intensivtätern torpediert das Ziel einer geordneten und sicheren Flugdurchführung."
Die Gewerkschaft fordert "einen sofortigen Stopp von Abschiebungen nach Afghanistan auf zivilen Linienflügen" - Rückführungen sollten stattdessen durch "staatliches personal mit staatseigenen Transportmitteln" durchgeführt werden.
"Die Entscheidung der Bundesregierung, via Linienflug nach Afghanistan abzuschieben, tritt die Gewissensfreiheit von Kabinenbeschäftigten mit Füßen”, sagte Ufo-Vorstandsvorsitzender Joachim Vázquez Bürger. "Die aktuellen Entwicklungen zeigen erneut: Es ist nicht hinnehmbar, dass Abschiebungen über den zivilen Linienverkehr erfolgen."
Die Bundesregierung will die neue Linie durchziehen. "Künftig sollen Rückführungen nach Afghanistan regelmäßig stattfinden", sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums. Das Bundesinnenministerium habe sich darüber mit Vertretern der afghanischen de facto Regierung verständigt.
© aero.de, dpa | Abb.: Airbus | 07.01.2026 06:20







Kommentare (24) Zur Startseite
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Aber ich hab doch was gelernt:
Sie benutzen - bestenfalls gedankenlos - abwertende Begriffe für Personen, die abgeschoben werden sollen - und wenn man Sie auf diese Tatsache hinweist, werden Sie ausfällig.
Das reicht mir für eine erste Einschätzung Ihrer Beiträge.
Dann hat ja jetzt jeder von uns seinen Standpunkt hinreichend klar gemacht:
Sie beziehen Ihre politische Bildung aus dem Duden.
Und ich werde auch zukünftig bemüht sein, Ihrer Ersteinschätzung gerecht zu werden.
Dann stellt sich umgekehrt die Frage woraus Sie Ihre verquere politische Bildung beziehen.
Aber ich hab doch was gelernt:
Sie benutzen - bestenfalls gedankenlos - abwertende Begriffe für Personen, die abgeschoben werden sollen - und wenn man Sie auf diese Tatsache hinweist, werden Sie ausfällig.
Das reicht mir für eine erste Einschätzung Ihrer Beiträge.
Dann hat ja jetzt jeder von uns seinen Standpunkt hinreichend klar gemacht:
Sie beziehen Ihre politische Bildung aus dem Duden.
Und ich werde auch zukünftig bemüht sein, Ihrer Ersteinschätzung gerecht zu werden.
Aber ich hab doch was gelernt:
Sie benutzen - bestenfalls gedankenlos - abwertende Begriffe für Personen, die abgeschoben werden sollen - und wenn man Sie auf diese Tatsache hinweist, werden Sie ausfällig.
Das reicht mir für eine erste Einschätzung Ihrer Beiträge.