UFO
Älter als 7 Tage

Kreise: Schlichtung bei Lufthansa vor dem Scheitern

Foto
Lufthansa Airbus A321 am Flughafen Frankfurt, © Deutsche Lufthansa AG

Verwandte Themen

FRANKFURT - Im Tarifkonflikt zwischen der Lufthansa und ihren rund 18 000 Flugbegleitern droht die Schlichtung zu scheitern. Damit könnten die bereits im August gestarteten Streiks der rund 18.000 Flugbegleiter noch in diesem Jahr wieder aufflammen. Dem Schlichter Bert Rürup sei es nicht gelungen, einen Konsens zwischen den Verhandlungspartnern herzustellen, hieß es am Montag in Verhandlungskreisen.

Bis zum 13. November sollen sich die Parteien zu dem noch nicht in der Endfassung vorliegenden Schlichterspruch äußern, erklärten Ufo und Lufthansa am Montag übereinstimmend. Bis dahin seien keine weiteren Gesprächstermine mehr vereinbart. Der frühere Wirtschaftsweise Rürup wollte sich auf Anfrage nicht zum Fortgang äußern. «Wir haben Stillschweigen vereinbart», erklärte auch ein Sprecher der Lufthansa.

«Wir haben bislang keine Einigung», sagte Ufo-Chef Nicoley Baublies. Wie es nach einer gescheiterten Schlichtung weitergehen könnte, sei derzeit nicht absehbar. Die Parteien haben eine Friedenspflicht bis Ende November vereinbart. Im August und September hatten die Stewards und Stewardessen bei ihrem ersten Streik in der Lufthansa-Geschichte in drei Wellen mehr als 1000 Flüge ausfallen lassen. Das Unternehmen hat den Schaden auf 33 Millionen Euro beziffert.

Im Kern geht es um den Vergütungstarifvertrag für die rund 18 000 Flugbegleiter der Lufthansa Passage. Ufo verlangt 5 Prozent mehr Geld. Lufthansa hat bei einer längeren Laufzeit und längeren Arbeitszeiten 3,5 Prozent angeboten, außerdem will das Unternehmen die Gehaltsstufen abflachen. Weiteren Konfliktstoff bieten allgemeine Personalabbaupläne und die Verlagerung von 30 Maschinen samt Personal zur Tochter Germanwings, die deutlich geringere Gehälter an die Flugbegleiter zahlt.
© dpa | Abb.: Deutsche Lufthansa AG | 05.11.2012 12:24

Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de registrieren oder einloggen.

Beitrag vom 05.11.2012 - 20:12 Uhr
Alles was da verhandelt wird, kann sich die LH prinzipiell nicht leisten. Mit Flugzeugen, die weniger als 100 Sitze haben, kann sie nicht mehr operieren. Die Dummen vor dem Schamtuch werden auch nicht mehr, warum denn auch - bei gleichem Sitzabstand? Die LH wickelt sich selbst ab, langsam, aber dafür sicher. Konsequent sind sie - einfach toll


Stellenmarkt

Schlagzeilen

Meistgelesene Artikel

Community

FLUGREVUE 11/2014

Video-Blog

Approaching FRA Timelapse

Anflug mit Condor Boeing 767-300 auf die 25L

Shop