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RUAG stellt Produktion der Dornier 228 NG ein

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Do 228NG Commuter Aircraft, © RUAG

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OBERPFAFFENHOFEN - Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung"  stellt der Schweizer Technologiekonzern RUAG die Produktion der DO 228 NG wegen schlechter Auftragslage ein. Betroffen sind davon rund 150 Mitarbeiter.

Die Dornier 228 ist ein Ende der 70er Jahre auf Basis einer neuen Flügeltechnologie (TNT) entwickeltes Mehrzweckflugzeug mit bis zu 19 Sitzen, das wegen seiner herausragenden Kurzstarteigenschaften zuletzt vor allem in Entwicklungsländern zum Einsatz kam.

Inklusive einer Lizenzproduktion bei der indischen Hindustan Aeronautics wurden von der Maschine rund 250 Exemplare gefertigt

Nach der Dornierpleite übernahm die Schweizer RUAG Aerospace das D0-228 Programm.  Im Jahr 2009 erfuhr das Programm eine umfassende Modernisierung. So erhielt die "neue" Do-228 NG u.a. eine komplett neue  Avionik. Gefertigt und technisch betreut wurde die Maschine am ehemaligen Dornier Standort Oberpfaffenhofen bei München.

Von den betroffenen 150 Mitarbeitern sollen rund 50 Mitarbeiter in andere Konzernsparten unterkommen.
© aero.at | 09.11.2012 13:08

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Beitrag vom 16.11.2012 - 11:23 Uhr
Da war die Konzernführung ja wieder richtig ehrlich, nachdem u.a. in den letzten Ausgaben von Aero, FlugRevue usw. noch zu lesen war, dass alle Lieferslots des aktuellen Bauloses bis auf einen verkauft seien und man zuversichtlich sei, auch das nächste Los verkaufen zu können. War wohl doch leider nur PR -- schade um dieses sehr vielseitige, robuste und trotz seines Aters innovative Flugzeug. :(

Die Hoffnung stirbt zuletzt! Bei durchschnittlich 2-jährigem Managementwechsel seit Übernahme des Standortes in Oberpfaffenhopfen durch RUAG in 2003 wird neben zu hoher Kosten für die Dornier 228 NG auch das Vertrauen der Kunden gelitten haben! Flugzeugbau und Vermarktung gehören nicht gerade zur Kernkompetenz des Schweizer Konzerns, das ist in der Aviation die Königsklasse - hier erfolgreich und wirtschaftlich zu sein, setzt neben Kompetenz, einen langen Atem und eine Passion für traditionelle Werte und die Luftfahrt im allgemeinen voraus.
Beitrag vom 11.11.2012 - 13:01 Uhr
Sehr unwahrscheinlich -- für Jets dieser Größe gibt es keinen ausreichend großen Markt mehr, da sie in ihrem typischen Einsatzprofil nicht wirtschaftlich ggü. Turboprops zu betreiben sind. Die wenigen Fälle, in denen wenig Paxe über längere Strecken transportiert werden müssen, so dass ein Jet sich wegen des Geschwindigkeitsvorteils lohnt (= mehr Umläufe als ein Propliner), können mit Bestandsflugzeugen ausreichend bedient werden.
Beitrag vom 10.11.2012 - 23:06 Uhr
Weiß jemand von euch wie die Chancen für eine Neuauflage der 328 bzw 328JET aussehen?


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