Air-Berlin-Insolvenz
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Eurowings: Stellen Piloten jetzt (doch) bei Wiener Tochter ein

Eurowings Europe Airbus A320-214
Eurowings Europe Airbus A320-214, © Michael Lassbacher

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FRANKFURT - Nach den gescheiterten Tarifverhandlungen mit der Vereinigung Cockpit will die Fluggesellschaft Eurowings neue Piloten nun ausschließlich bei ihrer österreichischen Tochtergesellschaft einstellen. Für an deutschen Standorten eingesetztes Personal sollen dabei die deutschen Tarifbedingungen gelten.

Letzteres bekräftigten am Dienstag die beiden Geschäftsführer Michael Knitter und Jörg Beißel.

Für die 2015 in Wien gegründete Eurowings Europe, die inzwischen auch erste Jets in München betreibt, existiert bislang kein Tarifvertrag mit der dort zuständigen Gewerkschaft Vida. Das Entgeltniveau liegt unterhalb der deutschen Eurowings GmbH.

Am Vortag hatte die Vereinigung Cockpit (VC) eine bereits ausverhandelte Vereinbarung zu den Einstellungsbedingungen für neue Piloten der deutschen Eurowings GmbH überraschend vom Tisch gezogen. Damit sollte der individuelle Übergang von Air-Berlin-Piloten zur Eurowings geregelt werden.

Der VC-Vorstand warf der Lufthansa-Tochter vor, bei der Air-Berlin-Insolvenz einen regulären Betriebsübergang umgehen zu wollen, bei dem die Arbeitsbedingungen des Personals unverändert geblieben wären.

Das hat auch Auswirkungen auf neue Flugbegleiter der Eurowings, die nun ebenfalls in Österreich und nicht wie bislang geplant bei der deutschen Gesellschaft angestellt werden sollen. Auch für sie sollen deutsche Tarifbedingungen gelten.

Bei den Piloteneinstellungen erwartet Eurowings leichte Verzögerungen, weil nun nur noch in einen statt in zwei Betriebe eingestellt werden könne. Das geplante Wachstum auf 210 Flugzeuge im kommenden Sommer sei aber nicht gefährdet.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Martin Rogosz, Großbild: Michael Lassbacher | 07.11.2017 15:05

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Beitrag vom 14.11.2017 - 20:47 Uhr
Vermutlich hat CS das bessere Augenmaß im Vergleich zur VC bzw. deren Sprecher. Würde heißen, keiner der beiden trifft den Geschmack der großen Allgemeinheit. Aber CS scheint ein ganzes Stück näher dran zu sein. Insofern liegt LH830 auch näher dran als Digiflieger.

„Vermutlich“, „würde“, „scheint“, ...

Aber abschließend eine absolute Aussage. Hmmmm?!?
Beitrag vom 14.11.2017 - 20:36 Uhr
Vermutlich hat CS das bessere Augenmaß im Vergleich zur VC bzw. deren Sprecher. Würde heißen, keiner der beiden trifft den Geschmack der großen Allgemeinheit. Aber CS scheint ein ganzes Stück näher dran zu sein. Insofern liegt LH830 auch näher dran als Digiflieger.
Beitrag vom 14.11.2017 - 15:57 Uhr
Regeln gelten für alle Marktteilnehmer! Da sollte man persönlich weder Vorteil, noch Nachteil herausziehen können. In der Theorie ;-)
Sollten diese Regel zu Ungleichheiten führen, sollten sie in einer sozialen Marktwirtschaft geändert werden.
Na also, geht doch. CS ist gerade dabei die Marktwirtschaft anzupassen. Was also haben Sie für ein Problem? Weil Sie Betroffener der Anpassung sind? Schade aber auch.

Ihr Mitgefühl ehrt Sie... Aber ich muss Sie enttäuschen, CS passt nicht an, er nutzt aus... Also eigentlich genau das, was Sie den KTV-Piloten bei jedem Streik vorgeworfen haben.
Aber für CS haben Sie wohl keine Empörung mehr übrig... Schade.


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