Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Staat verteuert Fliegen 2025 um 1,2 ...

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Beitrag vom 13.02.2025 - 14:53 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4115 Beiträge)
Kommt auf die subjektive Betrachtung an... .

2024: 199,5 Millionen Flugreisende in Deutschland.

3,3 + 1,2 Milliarden = 4,5 Milliarden.

4,5 Milliarden durch 199,5 Millionen ergibt ? 22,56 pro Reisenden mehr.

Mal die Trennung von Kurz-, Mittel-, Langstrecke und eine eventuell, allgemein ja auch erwartete Steigerung der PAX Zahlen, aussen vor gelassen.

Und trotzdem bietet EW noch kurzfristig (z.b 27.02.) Tickets BER - CGN für ? 129,00 an, LH etwas längerfristig (März - Wochentag!) BER - MUC gar für ? 84,00 an.

Wie geht das?

Nein das ist kein Bashing, sondern eine ernsthafte Frage.
Beitrag vom 13.02.2025 - 15:08 Uhr
Userberliner_aus_lei..
User (42 Beiträge)
Hallo JordanPensionär,

ich glaube, hier gibt es einen kleinen Denkfehler. 22,56 EUR pro Reisenden wäre dann die neue staatliche Gesamtbelastung, mehr sind dann "nur" 6,02 EUR (1,2 Mrd / 199,5 Millionen Reisende).

Müssen hier bitte die Experten einschätzen, ob die Einstiegspreise diese 6 EUR noch ausschwitzen können.
Beitrag vom 13.02.2025 - 15:15 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4115 Beiträge)
Hallo JordanPensionär,

ich glaube, hier gibt es einen kleinen Denkfehler. 22,56 EUR pro Reisenden wäre dann die neue staatliche Gesamtbelastung, mehr sind dann "nur" 6,02 EUR (1,2 Mrd / 199,5 Millionen Reisende).

Korrekt.
Ich habe bewusst die (neue) Gesamtbelastung, in der ja durchaus auch wirkliche vom Staat und anderen zu erbringende, umfangreiche Leistungen enthalten sind, in den Fokus gestellt.

Müssen hier bitte die Experten einschätzen, ob die Einstiegspreise diese 6 EUR noch ausschwitzen können.
Beitrag vom 13.02.2025 - 15:22 Uhr
UserChristian159
User (1625 Beiträge)
Kommt auf die subjektive Betrachtung an... .

2024: 199,5 Millionen Flugreisende in Deutschland.

3,3 + 1,2 Milliarden = 4,5 Milliarden.

4,5 Milliarden durch 199,5 Millionen ergibt ? 22,56 pro Reisenden mehr.

Mal die Trennung von Kurz-, Mittel-, Langstrecke und eine eventuell, allgemein ja auch erwartete Steigerung der PAX Zahlen, aussen vor gelassen.

Und trotzdem bietet EW noch kurzfristig (z.b 27.02.) Tickets BER - CGN für ? 129,00 an, LH etwas längerfristig (März - Wochentag!) BER - MUC gar für ? 84,00 an.

Wie geht das?

Nein das ist kein Bashing, sondern eine ernsthafte Frage.

Das liegt vermutlicherweise daran, dass sich Preise aus Angebot und Nachfrage ergeben und nicht aus den Kosten, die für die Produktion aufgebracht werden müssen.

Müssen hier bitte die Experten einschätzen, ob die Einstiegspreise diese 6 EUR noch ausschwitzen können.

Wahrscheinlich nicht aufgrund der Preiselastizitäten bei Flugreisen.

 https://elib.dlr.de/187449/1/Airliners%20FW-Beitrag%20Flugpreise.pdf
Beitrag vom 13.02.2025 - 16:18 Uhr
Usercontrail55
User (6052 Beiträge)
Hallo JordanPensionär,

ich glaube, hier gibt es einen kleinen Denkfehler. 22,56 EUR pro Reisenden wäre dann die neue staatliche Gesamtbelastung, mehr sind dann "nur" 6,02 EUR (1,2 Mrd / 199,5 Millionen Reisende).
Korrekt!
Müssen hier bitte die Experten einschätzen, ob die Einstiegspreise diese 6 EUR noch ausschwitzen können.
Unwahrscheinlich. Auch wenn wir nur mit den Durchschnittswerten arbeiten und nicht alle Passagiere zahlen die vollen Gebühren, aber um die Dimension dieses Wertes zu verdeutlichen. Profit LHA/Passagier rund 15? und Ryanair/Passagier rund 10?. Das wären einmal fast und einmal über die Hälfte des Gewinns der in den Abgaben verpufft. Das covert niemand mehr so einfach, selbst wenn es real dann nur 1/4 oder 1/3 wäre.
Die Auswirkungen selbst kleinster Erhöhungen in den Preisen können Sie gut in dem Link von @Christian nachlesen.

Dieser Beitrag wurde am 13.02.2025 16:19 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 13.02.2025 - 18:11 Uhr
UserEuler
User (74 Beiträge)
In dem Kontext vielleicht ganz interessant ist die neue ETS II Gesetzgebung, welche vor kurzem im Bundestag beschlossen wurde und ab dem 1.1.2027 zu ca. 40-45 Cent pro Liter höheren Kraftstoffpreisen führen wird.

Im Wesentlichen bedeutet ETS II die Ausweitung des CO2-Zertifikatehandels auf auf die Sektoren Verkehr und Wohnen (!) und natürlich die bereits praktizierte weitere Verknappung der Zertifikate durch die EU unter Frau von der Leyen, welche ja bekanntlich von Merkel als Komissionspräsidentin ernannt und nicht gewählt wurde, denn auf den Plakaten stand und gewählt wurde ja Manfred Weber.

Die einen destabilisieren Europa von außen, die anderen von innen. Gelernt haben die beiden im selben Betrieb.

Was das für einen selber bedeutet, kann man sich ausrechnen. Ich meine, für die meisten Häuser, welche vor 2000 gebaut wurden, wird es teuer.
Beitrag vom 13.02.2025 - 21:44 Uhr
UserAirbusA339
User (35 Beiträge)
Willkommen im sozialistischen Deutschland 2025 in dem ein übergriffiger Staat den Menschen immer mehr nimmt! Wäre Zeit für argentinische oder US-Amerikanische Verhältnisse hier, damit mal aufgeräumt wird.
Interessant! Was rauchen Sie denn so? Toller Stoff! Deutschland als "sozialistisch" zu bezeichnen, deutet auf starke Nebenwirkungen und völligen Realitätsverlust hin. Und wohin "Aufräumen" führt, zeigt die Geschichte.

?"?
Beitrag vom 13.02.2025 - 22:30 Uhr
UserFly-away
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Fly-away
Beitrag vom 13.02.2025 - 23:37 Uhr
UserEricM
User (7023 Beiträge)
In dem Kontext vielleicht ganz interessant ist die neue ETS II Gesetzgebung, welche vor kurzem im Bundestag beschlossen wurde und ab dem 1.1.2027 zu ca. 40-45 Cent pro Liter höheren Kraftstoffpreisen führen wird.

Das ist wohl der worst case, also "bis zu".
Die meisten Schätzungen liegen eher bei 30-35ct.
 https://www.auto-motor-und-sport.de/verkehr/bundestag-beschliesst-ets2-gesetz-co2-handel-klimasozialfonds/
Selbst die AMS rechnet da nur 38ct vor.

Aber war das nicht immer die Forderung? Grüne Technik wird sich nur durchsetzen, wenn sie Geld spart? Jetzt ist das so und es ist auch wieder nicht recht?

Im Wesentlichen bedeutet ETS II die Ausweitung des CO2-Zertifikatehandels auf auf die Sektoren Verkehr und Wohnen (!) und natürlich die bereits praktizierte weitere Verknappung der Zertifikate durch die EU

Ja, exakt diese Ausweitung und Verknappung war die eigentliche Idee hinter den CO2 Zertifikaten doch von Anfang an. Wurde alles völlig offen diskutiert, dokumentiert und so beschlossen. Schon vor Jahren.

Was das für einen selber bedeutet, kann man sich ausrechnen. Ich meine, für die meisten Häuser, welche vor 2000 gebaut wurden, wird es teuer.

Sagen wir mal vor 1980 und unsaniert.
Und uA ETS II sorgt jetzt dafür, dass sich nicht-fossile Heizungsbestandteile und Sanierungmaßnahmen auch wirtschaftlich rechnen.

Und drücken Sie sich die Daumen, dass da noch viele mitmachen.
Je mehr auf Wärmepumpen und BEVs umsteigen, desto billger wird der nicht-steuerliche Kostenanteil an Heizöl und Benzin und desto billiger werden die CO2 Zertifikate.

Dieser Beitrag wurde am 14.02.2025 01:28 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 14.02.2025 - 01:30 Uhr
UserEricM
User (7023 Beiträge)
Bei jedem Start von einem deutschen Flughafen würden pro Ticket staatlich verursachte Kosten von 30 Euro fällig.

Darf man annehmen, dass diese exorbitanten "staatlich verursachten Kosten" die Kosten für Leistungen, die der Staat für den Flugbetrieb erbringen muss, also zB die Kosten der DFS und die Sicherheitskosten beinhalten?

Dieser Beitrag wurde am 14.02.2025 01:31 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 14.02.2025 - 07:29 Uhr
Usercontrail55
User (6052 Beiträge)
Bei jedem Start von einem deutschen Flughafen würden pro Ticket staatlich verursachte Kosten von 30 Euro fällig.

Darf man annehmen, dass diese exorbitanten "staatlich verursachten Kosten" die Kosten für Leistungen, die der Staat für den Flugbetrieb erbringen muss, also zB die Kosten der DFS und die Sicherheitskosten beinhalten?
Der Bezugspost scheint weg zu sein, aber ja, die Kosten beinhalten diese Leistungen. Das scheint im Grundsatz aber nicht das Problem zu sein, es ist die Höhe dieser Kosten im Vergleich zu anderen Ländern.
Beitrag vom 14.02.2025 - 10:18 Uhr
UserFRAHAM
User (1269 Beiträge)
Das mag ja auch alles zu recht beklagbar sein aus Sicht des Lobbyverbandes. Aber warum diskutieren die das in den Medien. Warum gehen die nicht einfach mal als Vertreter auf eine Kundegebung bei der nächsten Lohnerhöhung der Berufsgruppen, die diese Kostenerhöhung mitverursachen. Lieber BDL - klärt es doch bitte mit den Verursachern. Und dann geht ihr auch gleich weiter zu den Energielieferanten und sprecht mit denen, warum sich die Einstandskosten hierzulande für alle so erhöht haben.

Unsere Welt dreht sich (leider in den letzten Tagen besonders) immer schneller. Ich kann mich in mein Baumhaus zurückziehen und die ganze Welt doof finden oder ich kann mich aktiv damit auseinandersetzen und mich arrangieren. Ersteres hat die Automobilindustrie (zuerst in den USA und dann bei uns) versucht. Ergebnisse sind klar nachlesbar.
Beitrag vom 14.02.2025 - 10:33 Uhr
Usercontrail55
User (6052 Beiträge)
Das mag ja auch alles zu recht beklagbar sein aus Sicht des Lobbyverbandes. Aber warum diskutieren die das in den Medien. Warum gehen die nicht einfach mal als Vertreter auf eine Kundegebung bei der nächsten Lohnerhöhung der Berufsgruppen, die diese Kostenerhöhung mitverursachen. Lieber BDL - klärt es doch bitte mit den Verursachern. Und dann geht ihr auch gleich weiter zu den Energielieferanten und sprecht mit denen, warum sich die Einstandskosten hierzulande für alle so erhöht haben.
Weil die Politik da überall die Finger drin hat, deswegen versucht man einen öffentlichen Eindruck zu transportieren und so Druck aufzubauen.
Der Vergleich mit anderen Ländern in Europa zeigt, dass andere Regierungen da andere Ansätze verfolgen.
Angefangen bei der Energiepolitik bis zum Erhöhen der Deckelung bei der Sicherheitskontrolle. DFS sowieso und ungeschlagener Spitzenreiter die LVA. Der Lohnkostenanteil bei allen Leistungen ist ja nur ein Teil der Produktionskosten.

Unsere Welt dreht sich (leider in den letzten Tagen besonders) immer schneller. Ich kann mich in mein Baumhaus zurückziehen und die ganze Welt doof finden oder ich kann mich aktiv damit auseinandersetzen und mich arrangieren. Ersteres hat die Automobilindustrie (zuerst in den USA und dann bei uns) versucht. Ergebnisse sind klar nachlesbar.
Na ja, im Baumhaus sitzt da keine Airline. Die setzen sich sehr aktiv damit auseinander und die meisten haben da schon Lösungen gefunden. War ja alles hier zu lesen, mit großem Aufschrei.
Beitrag vom 14.02.2025 - 10:47 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4115 Beiträge)
Bei jedem Start von einem deutschen Flughafen würden pro Ticket staatlich verursachte Kosten von 30 Euro fällig.

Darf man annehmen, dass diese exorbitanten "staatlich verursachten Kosten" die Kosten für Leistungen, die der Staat für den Flugbetrieb erbringen muss, also zB die Kosten der DFS und die Sicherheitskosten beinhalten?
Der Bezugspost scheint weg zu sein, aber ja, die Kosten beinhalten diese Leistungen. Das scheint im Grundsatz aber nicht das Problem zu sein, es ist die Höhe dieser Kosten im Vergleich zu anderen Ländern.

Schauen Sie auf meinen ersten Post und die dazu recherierten, aktuellen Ticketpreis - Beispiele.

Wenn die Gebühren so hoch sind, dann sollte es eben solche 'Eingangsangebote', was ja das Beispiel BER - CGN eigentlich auch nicht mehr ist, nicht mehr geben.
Das Argument 'dann fliegen noch weniger' (sehe ich bereits vor meinem Augen), ist m.E. keines, denn wie kann ein normal denkender Anbieter Angebote machen, die Verluste bringen!?

Denn auch das 'lockt mehr Kunden an, die kaufen dann mehr (ala Supermarkt)' zieht nicht, da jemand der fliegt vielleicht noch was am Airport konsumiert und eventuell noch etwas aus dem Bordangebot.

Das 'sind diese preiswerten Tickets weg kosten die anderen umsomehr' fällt m.E. in den Bereich der Spekulationen. Damit sollte ein seriöser Anbieter aber nicht arbeiten!

Sollte sich allerdings, entgegen den Verlautbarungen aus der Airlinebranche herausstellen, dass dieses 'Konzept' doch aufgeht, dann gibt es m.E. keinen Grund für diese Forderungen - ausser: man will mit Hilfe des Staates mehr Marktanteile gewinnen.
Und da sind wir dann beim (kritisierten) TK oder ME3 Modell... .

Btw. Das Hip - Hop von z.B. FR zeigt doch ganz eindeutig das das 'Niedrigpreismodell' offensichtlich nur aufgeht, wenn der Staat und/oder die Airports mit niedrigeren Gebühren dieses stützen/ fördern.

Die jetzt als 'Verlust' für den deutschen Flugmarkt als Argument heranzuziehen ist geradezu grotesk - ich erinnere nur an des 'Gezettere' u.a. der LH als FR nach FRA kam.
Beitrag vom 14.02.2025 - 10:57 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4115 Beiträge)
Das mag ja auch alles zu recht beklagbar sein aus Sicht des Lobbyverbandes. Aber warum diskutieren die das in den Medien. Warum gehen die nicht einfach mal als Vertreter auf eine Kundegebung bei der nächsten Lohnerhöhung der Berufsgruppen, die diese Kostenerhöhung mitverursachen. Lieber BDL - klärt es doch bitte mit den Verursachern. Und dann geht ihr auch gleich weiter zu den Energielieferanten und sprecht mit denen, warum sich die Einstandskosten hierzulande für alle so erhöht haben.
Weil die Politik da überall die Finger drin hat, deswegen versucht man einen öffentlichen Eindruck zu transportieren und so Druck aufzubauen.
Der Vergleich mit anderen Ländern in Europa zeigt, dass andere Regierungen da andere Ansätze verfolgen.

Was nicht automatisch bedeutet das diese in der Gesamtbetrachtung, also nicht nur aus der Luftfahrtbranchen- Perspektive, besser sind.

Ich verweise in diesem Zusammenhang auf den heutigen Artikel:

 https://www.aero.de/news-49243/Airbus-Wasserstoff-Zero-e.html

Daraus:

"Nach Daten der IAE wird der weltweite Luftverkehr 2025 die Gesamtemissionen von 2019 überschreiten."

Wie wurde ich vor geraumer Zeit hier 'angegriffen', als ich im Zusammenhang mit der Prognose der Verdoppelung des weltweiten Flugverkehrs, genau das angesprochen habe, das trotz der neuen,  bestellten Flieger, die bessere Verbrauchswerte haben, die Emissionen trotzdem insgesamt steigen werden. 




Angefangen bei der Energiepolitik bis zum Erhöhen der Deckelung bei der Sicherheitskontrolle. DFS sowieso und ungeschlagener Spitzenreiter die LVA. Der Lohnkostenanteil bei allen Leistungen ist ja nur ein Teil der Produktionskosten.

Unsere Welt dreht sich (leider in den letzten Tagen besonders) immer schneller. Ich kann mich in mein Baumhaus zurückziehen und die ganze Welt doof finden oder ich kann mich aktiv damit auseinandersetzen und mich arrangieren. Ersteres hat die Automobilindustrie (zuerst in den USA und dann bei uns) versucht. Ergebnisse sind klar nachlesbar.
Na ja, im Baumhaus sitzt da keine Airline. Die setzen sich sehr aktiv damit auseinander und die meisten haben da schon Lösungen gefunden. War ja alles hier zu lesen, mit großem Aufschrei.
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