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Beitrag vom 03.09.2025 - 16:46 Uhr
UserHeinzi
User (484 Beiträge)
Flugzeuge sind zudem versichert, wirtschaftliches Risiko liegt nicht beim Piloten.


Auch da liegen Sie leider falsch. Flugzeuge sind nur zu einem geringen Teil des Wertes versichert, bei großen Schäden oder Totalverlust bleibt die Airline auf den Kosten überwiegend sitzen. Richtig ist, dass der Pilot nicht haftet, aber versucht, jeden Tag, ein solch kostenträchtiges Szenario mit dem Ihm überlassenen Betriebsvermögen vom Unternehmen abzuwenden.
Beitrag vom 03.09.2025 - 16:53 Uhr
UserAirboeing300
User (104 Beiträge)
Wenn ich als FO/CPT eine größere Anschaffung wie Immobilie etc. erledige, sollte dies auch planbar sein, denn ich möchte als Kunde nicht einen verunsicherten Piloten haben, der sich Gedanken machen muss, ob sie/er sich den Kredit oder ähnliches noch leisten kann.


Sinngemäß ist das sogar eine Forderung, die in Seminaren für Piloten ständig gestellt wird. "Bringt keinen "Rucksack" mit ins Cockpit." Das meint alle Sorgen und Nöte, auch finanzielle. Leider erinnert man sich da in der GL der Lufthansa nicht gerne dran. Gern gesehen sind nur die zu beseitigenden Rucksäcke, die LH nichts kosten.
>> Wie können Piloten eigentlich guten Gewissens in Flugzeuge steigen, die von Mechanikern gewartet wurden, die nur einen Bruchteil ihres Gehalts bekommen – und sich keine Immobilie "ohne Gedanken" leisten können? Nach deiner Logik wäre es ja dann unmöglich, dass diese Menschen gewissenhaft arbeiten, weil sie angeblich permanent an ihre Finanzierung denken müssten.

Die Mechaniker der LH sind schon klasse und Sorgen muss man sich da auch nicht machen. Alle Entscheidungen bedacht, überprüft, von einer zweiten Person überprüft und dann erst freigegeben. Im Cockpit sieht das im Zweifel anders aus. Sekundenentscheidungen, die einen unter Zeitdruck im dreidimensionalen Raum auch mal über das Limit pushen. Dann sollten die Entscheidungen und Handlungen von Cpt und Co mal noch 100% erreichen.
Diese Situation finden Sie in keinem anderen Beruf. Und es ist im Zweifel auch immer Ihr eigenes Leben davon abhängig. Die Budgetverantwortung liegt im Extrem ja auch nur beim Wert des Fliegers + 250 mal Todesfallzahlung + Kollateralschäden am Boden.
Dieses "Argument" ist nicht nur unsinnig, sondern auch überheblich. Piloten verdienen im Vergleich zur restlichen Luftfahrt ohnehin überdurchschnittlich – in Relation zu Mechanikern oder Flugbegleitern geradezu luxuriös. Wenn man in dieser Gehaltsklasse wirklich behauptet, die eigene Sicherheit hänge von Immobilienfinanzierungen ab, dann sagt das mehr über die Anspruchshaltung als über die Realität des Berufs.

Wer sich durch private Finanzfragen so "verunsichern" lässt, dass er seinen Job nicht mehr verantwortungsvoll machen kann, sollte vielleicht grundsätzlich über die eigene Eignung nachdenken.>

Machen Sie sich mal keinen Kopf über die Eignung von Piloten bei der Lufthansa. Das hat eine ganze Abteilung von Psychologen, Piloten, Flugingenieuren und anderen in Hamburg sehr intensiv in 5 Tagen abgeklopft. Die sind auch der Grund, warum es viele bei LH nicht geschafft haben und sich heute unter schlechteren Bedingungen den Spass am Fliegen erkaufen müssen. Und in deren "Rucksack" möchte ich erst recht nicht rein schauen.

Sie schreiben, Piloten sollten keinen "Rucksack" ins Cockpit bringen. Das ist sicher richtig – nur gilt das für jeden sicherheitsrelevanten Beruf. Auch Chirurgen, Notärzte, Fluglotsen oder Feuerwehrleute müssen Sorgen und Stress zu Hause lassen. Das jetzt so darzustellen, als sei das ein exklusives Pilotenthema und müsste deswegen mit einem Spitzengehalt sichergestellt werden, ist einfach unsinnig.

Grunsätzlich sollte den jeder zuhause lassen, wohl wahr. Nur im Flieger endet das womöglich für eine große Anzahl von Menschen inklusive sich selbst, im Zweifel fataler. Das ist kein Stop, kein break, kein überhaupt nichts, als weiter machen und funktionieren.
Dass Mechaniker "keine Sekundenentscheidungen" hätten, ist übrigens eine sehr einseitige Sicht. Diese Leute haben den Druck, jedes Detail so gründlich abzuarbeiten, dass es gar nicht zu kritischen Cockpitsituationen kommt. Ohne ihre 100 %-Leistung könnten Piloten überhaupt nicht "unter Zeitdruck reagieren". Sie sind also nicht weniger entscheidend, nur schlechter bezahlt.


Keiner hat behauptet, dass sie weniger wichtig sind. Und ohne das jemand den Flughafen gebaut hätte, würde auch kein Pilot fliegen. Und nu?

Auch das Argument "diese Situation gibt es in keinem anderen Beruf" stimmt schlicht nicht. Chirurgen, Einsatzkräfte, Soldaten oder Lotsen treffen ebenfalls unter Zeitdruck Entscheidungen über Menschenleben. Die Verantwortung ist groß – aber nicht einzigartig.

Nocheinmal, Zugführer können rechgs ran fahren, hirurgen und Einsatzkräfte riskieren nicht IhreigenesLeben und teilweise nicht das .ehrrer hundert Menschen auf einmal, Soldaten wollten den Dienst ander Waffe und werden sich im Kriegsrecht nicht für Scvüsse rechtfertigen müssen und die Lotsen werden annähernd so gut bezahlt, wie LH Piloten und besser als die der LH Töchter.

Und die "Budgetverantwortung" im Cockpit existiert schlicht nicht. Piloten entscheiden weder über Investitionen noch über Kosten. Dass ein Flugzeug viele Millionen kostet, ändert daran nichts – das ist, als würde man einem Zugführer "Budgetverantwortung" zuschreiben, nur weil er einen ICE fährt. Flugzeuge sind zudem versichert, wirtschaftliches Risiko liegt nicht beim Piloten.>

Piloten entscheiden jeden tag über Kosten. Das fängt beim Betanken an, geht beim Enteisen weiter und hört bei der Wahl der Flugatrecke und Höhe auf. Sie glauben überhaupt nicht, wie hoch die Variable "Kosten" eines Fluges seitens der Cockpitbesatzung beeinflusat werden kann.

Und zuletzt: Über Kollegen, die bei anderen Airlines unter schlechteren Bedingungen arbeiten, mit einem abfälligen Unterton zu sprechen, ist weder fair noch überzeugend. Sie tragen dieselbe Verantwortung, oft unter noch härteren Rahmenbedingungen. Und auch dort funktioniert es.

Das war kein schlechter Unterton, sondern lediglich die Erklärung, warum einige eine besser dotierte Stelle im gleichen Job haben.
Unterm Strich: Ja, Piloten haben eine hohe Verantwortung. Aber die Vorstellung, dass nur Piloten frei von finanziellen Sorgen 100 % leisten können, während alle anderen Berufsgruppen dies selbstverständlich zu schaffen haben, ist nicht nur unsinnig, sondern schlicht arrogant.>

Nö, in einigen Jobs kann es nur fataler enden, als in anderen, was sicher nicht bedeutet, dass dies nur mit Spitzengehältern funktioniert.
Deswegen hört man dieses konstruierte Argument auch nur von dieser Berufsgruppe.>

Unter dem Strich bleibt mal wieder eines. Unsere Neidgesellschaft, wie bitter.

Warum muss das eigene Leben auch gefährdet sein, damit das Argument, man braucht finanzielle Sicherheit, um keine Fehler zu machen, relevant sein soll? Ist das Leben des Piloten wertvoller als das des Patienten einer OP?

Und wo beginnt denn die finanzielle Sicherheit, damit wir ja sicher sein können, dass Piloten beruhigt fliegen können?

Und wann ist es eigentlich in Jahrzehnten kommerzieller Luftfahrt mal passiert, dass ein Pilot einen Fehler gemacht hat, weil er mit Gedanken bei der Finanzierung seines Eigenheims war, anstatt beim Fliegen?

Dieser Beitrag wurde am 03.09.2025 16:55 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 03.09.2025 - 17:00 Uhr
UserJochen Hansen
User (274 Beiträge)
> Wenn ich als FO/CPT eine größere Anschaffung wie Immobilie etc. erledige, sollte dies auch planbar sein, denn ich möchte als Kunde nicht einen verunsicherten Piloten haben, der sich Gedanken machen muss, ob sie/er sich den Kredit oder ähnliches noch leisten kann.


Sinngemäß ist das sogar eine Forderung, die in Seminaren für Piloten ständig gestellt wird. "Bringt keinen "Rucksack" mit ins Cockpit." Das meint alle Sorgen und Nöte, auch finanzielle. Leider erinnert man sich da in der GL der Lufthansa nicht gerne dran. Gern gesehen sind nur die zu beseitigenden Rucksäcke, die LH nichts kosten.
>> Wie können Piloten eigentlich guten Gewissens in Flugzeuge steigen, die von Mechanikern gewartet wurden, die nur einen Bruchteil ihres Gehalts bekommen – und sich keine Immobilie "ohne Gedanken" leisten können? Nach deiner Logik wäre es ja dann unmöglich, dass diese Menschen gewissenhaft arbeiten, weil sie angeblich permanent an ihre Finanzierung denken müssten.

Die Mechaniker der LH sind schon klasse und Sorgen muss man sich da auch nicht machen. Alle Entscheidungen bedacht, überprüft, von einer zweiten Person überprüft und dann erst freigegeben. Im Cockpit sieht das im Zweifel anders aus. Sekundenentscheidungen, die einen unter Zeitdruck im dreidimensionalen Raum auch mal über das Limit pushen. Dann sollten die Entscheidungen und Handlungen von Cpt und Co mal noch 100% erreichen.
Diese Situation finden Sie in keinem anderen Beruf. Und es ist im Zweifel auch immer Ihr eigenes Leben davon abhängig. Die Budgetverantwortung liegt im Extrem ja auch nur beim Wert des Fliegers + 250 mal Todesfallzahlung + Kollateralschäden am Boden.
Dieses "Argument" ist nicht nur unsinnig, sondern auch überheblich. Piloten verdienen im Vergleich zur restlichen Luftfahrt ohnehin überdurchschnittlich – in Relation zu Mechanikern oder Flugbegleitern geradezu luxuriös. Wenn man in dieser Gehaltsklasse wirklich behauptet, die eigene Sicherheit hänge von Immobilienfinanzierungen ab, dann sagt das mehr über die Anspruchshaltung als über die Realität des Berufs.

Wer sich durch private Finanzfragen so "verunsichern" lässt, dass er seinen Job nicht mehr verantwortungsvoll machen kann, sollte vielleicht grundsätzlich über die eigene Eignung nachdenken.>

Machen Sie sich mal keinen Kopf über die Eignung von Piloten bei der Lufthansa. Das hat eine ganze Abteilung von Psychologen, Piloten, Flugingenieuren und anderen in Hamburg sehr intensiv in 5 Tagen abgeklopft. Die sind auch der Grund, warum es viele bei LH nicht geschafft haben und sich heute unter schlechteren Bedingungen den Spass am Fliegen erkaufen müssen. Und in deren "Rucksack" möchte ich erst recht nicht rein schauen.

Sie schreiben, Piloten sollten keinen "Rucksack" ins Cockpit bringen. Das ist sicher richtig – nur gilt das für jeden sicherheitsrelevanten Beruf. Auch Chirurgen, Notärzte, Fluglotsen oder Feuerwehrleute müssen Sorgen und Stress zu Hause lassen. Das jetzt so darzustellen, als sei das ein exklusives Pilotenthema und müsste deswegen mit einem Spitzengehalt sichergestellt werden, ist einfach unsinnig.

Grunsätzlich sollte den jeder zuhause lassen, wohl wahr. Nur im Flieger endet das womöglich für eine große Anzahl von Menschen inklusive sich selbst, im Zweifel fataler. Das ist kein Stop, kein break, kein überhaupt nichts, als weiter machen und funktionieren.
Dass Mechaniker "keine Sekundenentscheidungen" hätten, ist übrigens eine sehr einseitige Sicht. Diese Leute haben den Druck, jedes Detail so gründlich abzuarbeiten, dass es gar nicht zu kritischen Cockpitsituationen kommt. Ohne ihre 100 %-Leistung könnten Piloten überhaupt nicht "unter Zeitdruck reagieren". Sie sind also nicht weniger entscheidend, nur schlechter bezahlt.


Keiner hat behauptet, dass sie weniger wichtig sind. Und ohne das jemand den Flughafen gebaut hätte, würde auch kein Pilot fliegen. Und nu?

Auch das Argument "diese Situation gibt es in keinem anderen Beruf" stimmt schlicht nicht. Chirurgen, Einsatzkräfte, Soldaten oder Lotsen treffen ebenfalls unter Zeitdruck Entscheidungen über Menschenleben. Die Verantwortung ist groß – aber nicht einzigartig.

Nocheinmal, Zugführer können rechgs ran fahren, hirurgen und Einsatzkräfte riskieren nicht IhreigenesLeben und teilweise nicht das .ehrrer hundert Menschen auf einmal, Soldaten wollten den Dienst ander Waffe und werden sich im Kriegsrecht nicht für Scvüsse rechtfertigen müssen und die Lotsen werden annähernd so gut bezahlt, wie LH Piloten und besser als die der LH Töchter.

Und die "Budgetverantwortung" im Cockpit existiert schlicht nicht. Piloten entscheiden weder über Investitionen noch über Kosten. Dass ein Flugzeug viele Millionen kostet, ändert daran nichts – das ist, als würde man einem Zugführer "Budgetverantwortung" zuschreiben, nur weil er einen ICE fährt. Flugzeuge sind zudem versichert, wirtschaftliches Risiko liegt nicht beim Piloten.>

Piloten entscheiden jeden tag über Kosten. Das fängt beim Betanken an, geht beim Enteisen weiter und hört bei der Wahl der Flugatrecke und Höhe auf. Sie glauben überhaupt nicht, wie hoch die Variable "Kosten" eines Fluges seitens der Cockpitbesatzung beeinflusat werden kann.

Und zuletzt: Über Kollegen, die bei anderen Airlines unter schlechteren Bedingungen arbeiten, mit einem abfälligen Unterton zu sprechen, ist weder fair noch überzeugend. Sie tragen dieselbe Verantwortung, oft unter noch härteren Rahmenbedingungen. Und auch dort funktioniert es.

Das war kein schlechter Unterton, sondern lediglich die Erklärung, warum einige eine besser dotierte Stelle im gleichen Job haben.
Unterm Strich: Ja, Piloten haben eine hohe Verantwortung. Aber die Vorstellung, dass nur Piloten frei von finanziellen Sorgen 100 % leisten können, während alle anderen Berufsgruppen dies selbstverständlich zu schaffen haben, ist nicht nur unsinnig, sondern schlicht arrogant.>

Nö, in einigen Jobs kann es nur fataler enden, als in anderen, was sicher nicht bedeutet, dass dies nur mit Spitzengehältern funktioniert.
Deswegen hört man dieses konstruierte Argument auch nur von dieser Berufsgruppe.>

Unter dem Strich bleibt mal wieder eines. Unsere Neidgesellschaft, wie bitter.

Warum muss das eigene Leben auch gefährdet sein, damit das Argument, man braucht finanzielle Sicherheit, um keine Fehler zu machen, relevant sein soll? Ist das Leben des Piloten wertvoller als das des Patienten einer OP?

Und wo beginnt denn die finanzielle Sicherheit, damit wir ja sicher sein können, dass Piloten beruhigt fliegen können?

Und wann ist es eigentlich in Jahrzehnten kommerzieller Luftfahrt mal passiert, dass ein Pilot einen Fehler gemacht hat, weil er mit Gedanken bei der Finanzierung seines Eigenheims war, anstatt beim Fliegen?

Moin,

na ganz einfach: Wenn ein Fliesenleger nicht ganz konzentriert (weil er sich Gedanken um seine Zukunft macht) ist, die Silikonfuge schlecht setzt, kratzt er das Silikon raus, macht einfach die Fuge neu und nobody cares.
Geht es bei dem Piloten auch so einfach, dass man es wiederholt, wenn man fundamentale Entscheidungen ad-hoc treffen muss und etwas neben der Spur ist?

Gruß,
Jochen
Beitrag vom 03.09.2025 - 17:02 Uhr
UserKonTra77
User (257 Beiträge)
Aber ist es nicht wahrscheinlicher, dass man von einem verunsicherten, ggf. alkoholsüchtigen LKW-Fahrer über den Haufen gefahren wird als von einem Pilot in Grund und Boden geflogen?>

Interessante statistische Frage... man müsste aus aktuellem Anlass vielleicht die bekifften mit einbeziehen.

Wer als Classic Airline Pilot bis zur ÜV oder BR noch nicht alle Schäfchen im Trockenen hat, hat ganz andere Probleme und sollte keine Hand an einen Sidestick legen.>

Wenn Sie ihren Lebenstandard einigermaßen halten möchten, werden 80% Ihres letzten Nettogehalts empfohlen. Vom Staat bekommen Sie knappe 50%, wenn Sie lange genug gearbeitet haben. Fehlen 30%. Das gilt für jeden Arbeitnehmer. Das Argument, dass es wenige gibt, die das haben, stimmt. Daher auch zunehmende Altersarmut in unserer Gesellschaft. Seien Sie aber versichert, dass dies au h von den, aus Ihrer Sicht, bestens versorgten LH Piloten nicht erreicht wird. Klar ist sicher auch, dass diese sehr gut verdient haben und dere Leben nicht das schlechteste war. Auch im Alter werden sie besser über die Runden kommen, als viele andere. Sollen sie aber deswegen auf Forderungen zugunsten der Eigentümer und deren Renditen, sprich Aktionäre, verzichten? Sicher nicht und gegen die richtet sich ein Streik, der leider immer auch Auswirkungen auf Dritte, sprich Kunden hat. In jeder Branche.

Fakt ist, zur Durchführung eines Flugs braucht es viel mehr als zwei Piloten. Fakt ist auch, dass das Gehalt bei Piloten exorbitant höher liegt als bei Certifying Staff, Ramp Agent, Purser, Ingenieur etc. Fakt ist, dass viele Airlines nur in wirklich guten Jahren Geld verdienen. Fakt ist auch, dass Piloten zur Kotensenkung wenig bis gar nichts beitragen, höchstens, dass sie moderner Jets fliegen, die weniger Sprit verbrauchen.
Beitrag vom 03.09.2025 - 17:06 Uhr
UserDaedalos1504
User (942 Beiträge)

Nocheinmal, Zugführer können rechgs ran fahren, ...

@Heinzi
Kleine Korrektur, Zugführer können NICHT einfach rechts ranfahren ;)
Beitrag vom 03.09.2025 - 17:20 Uhr
UserBlotto
User (418 Beiträge)
Warum muss das eigene Leben auch gefährdet sein, damit das Argument, man braucht finanzielle Sicherheit, um keine Fehler zu machen, relevant sein soll? Ist das Leben des Piloten wertvoller als das des Patienten einer OP?

Und wo beginnt denn die finanzielle Sicherheit, damit wir ja sicher sein können, dass Piloten beruhigt fliegen können?

Und wann ist es eigentlich in Jahrzehnten kommerzieller Luftfahrt mal passiert, dass ein Pilot einen Fehler gemacht hat, weil er mit Gedanken bei der Finanzierung seines Eigenheims war, anstatt beim Fliegen?


Wir lernen: Herren über Leben und Tod können sich nicht intrinsisch motivieren, sie müssen mit Geld bei Laune gehalten werden, damit der Flieger nicht in den Berg knallt. Vielleicht muss man beim Auswahlverfahren doch nochmal nachjustieren...

Aber im Ernst: Wenn das Argument ist, dass man sich die Verantwortung für Mitmenschen erkaufen kann und muss, wo sind wir denn da bitte angekommen? Fällt der VC da nicht mehr ein weil "99% Autopilot programmieren" nicht so glorreich klingt?
Beitrag vom 03.09.2025 - 17:29 Uhr
UserAirboeing300
User (104 Beiträge)
> > Wenn ich als FO/CPT eine größere Anschaffung wie Immobilie etc. erledige, sollte dies auch planbar sein, denn ich möchte als Kunde nicht einen verunsicherten Piloten haben, der sich Gedanken machen muss, ob sie/er sich den Kredit oder ähnliches noch leisten kann.
>

Sinngemäß ist das sogar eine Forderung, die in Seminaren für Piloten ständig gestellt wird. "Bringt keinen "Rucksack" mit ins Cockpit." Das meint alle Sorgen und Nöte, auch finanzielle. Leider erinnert man sich da in der GL der Lufthansa nicht gerne dran. Gern gesehen sind nur die zu beseitigenden Rucksäcke, die LH nichts kosten.
>> Wie können Piloten eigentlich guten Gewissens in Flugzeuge steigen, die von Mechanikern gewartet wurden, die nur einen Bruchteil ihres Gehalts bekommen – und sich keine Immobilie "ohne Gedanken" leisten können? Nach deiner Logik wäre es ja dann unmöglich, dass diese Menschen gewissenhaft arbeiten, weil sie angeblich permanent an ihre Finanzierung denken müssten.
>
Die Mechaniker der LH sind schon klasse und Sorgen muss man sich da auch nicht machen. Alle Entscheidungen bedacht, überprüft, von einer zweiten Person überprüft und dann erst freigegeben. Im Cockpit sieht das im Zweifel anders aus. Sekundenentscheidungen, die einen unter Zeitdruck im dreidimensionalen Raum auch mal über das Limit pushen. Dann sollten die Entscheidungen und Handlungen von Cpt und Co mal noch 100% erreichen.
Diese Situation finden Sie in keinem anderen Beruf. Und es ist im Zweifel auch immer Ihr eigenes Leben davon abhängig. Die Budgetverantwortung liegt im Extrem ja auch nur beim Wert des Fliegers + 250 mal Todesfallzahlung + Kollateralschäden am Boden.
> Dieses "Argument" ist nicht nur unsinnig, sondern auch überheblich. Piloten verdienen im Vergleich zur restlichen Luftfahrt ohnehin überdurchschnittlich – in Relation zu Mechanikern oder Flugbegleitern geradezu luxuriös. Wenn man in dieser Gehaltsklasse wirklich behauptet, die eigene Sicherheit hänge von Immobilienfinanzierungen ab, dann sagt das mehr über die Anspruchshaltung als über die Realität des Berufs.
>
> Wer sich durch private Finanzfragen so "verunsichern" lässt, dass er seinen Job nicht mehr verantwortungsvoll machen kann, sollte vielleicht grundsätzlich über die eigene Eignung nachdenken.>

Machen Sie sich mal keinen Kopf über die Eignung von Piloten bei der Lufthansa. Das hat eine ganze Abteilung von Psychologen, Piloten, Flugingenieuren und anderen in Hamburg sehr intensiv in 5 Tagen abgeklopft. Die sind auch der Grund, warum es viele bei LH nicht geschafft haben und sich heute unter schlechteren Bedingungen den Spass am Fliegen erkaufen müssen. Und in deren "Rucksack" möchte ich erst recht nicht rein schauen.

Sie schreiben, Piloten sollten keinen "Rucksack" ins Cockpit bringen. Das ist sicher richtig – nur gilt das für jeden sicherheitsrelevanten Beruf. Auch Chirurgen, Notärzte, Fluglotsen oder Feuerwehrleute müssen Sorgen und Stress zu Hause lassen. Das jetzt so darzustellen, als sei das ein exklusives Pilotenthema und müsste deswegen mit einem Spitzengehalt sichergestellt werden, ist einfach unsinnig.

Grunsätzlich sollte den jeder zuhause lassen, wohl wahr. Nur im Flieger endet das womöglich für eine große Anzahl von Menschen inklusive sich selbst, im Zweifel fataler. Das ist kein Stop, kein break, kein überhaupt nichts, als weiter machen und funktionieren.
Dass Mechaniker "keine Sekundenentscheidungen" hätten, ist übrigens eine sehr einseitige Sicht. Diese Leute haben den Druck, jedes Detail so gründlich abzuarbeiten, dass es gar nicht zu kritischen Cockpitsituationen kommt. Ohne ihre 100 %-Leistung könnten Piloten überhaupt nicht "unter Zeitdruck reagieren". Sie sind also nicht weniger entscheidend, nur schlechter bezahlt.


Keiner hat behauptet, dass sie weniger wichtig sind. Und ohne das jemand den Flughafen gebaut hätte, würde auch kein Pilot fliegen. Und nu?

Auch das Argument "diese Situation gibt es in keinem anderen Beruf" stimmt schlicht nicht. Chirurgen, Einsatzkräfte, Soldaten oder Lotsen treffen ebenfalls unter Zeitdruck Entscheidungen über Menschenleben. Die Verantwortung ist groß – aber nicht einzigartig.

Nocheinmal, Zugführer können rechgs ran fahren, hirurgen und Einsatzkräfte riskieren nicht IhreigenesLeben und teilweise nicht das .ehrrer hundert Menschen auf einmal, Soldaten wollten den Dienst ander Waffe und werden sich im Kriegsrecht nicht für Scvüsse rechtfertigen müssen und die Lotsen werden annähernd so gut bezahlt, wie LH Piloten und besser als die der LH Töchter.

Und die "Budgetverantwortung" im Cockpit existiert schlicht nicht. Piloten entscheiden weder über Investitionen noch über Kosten. Dass ein Flugzeug viele Millionen kostet, ändert daran nichts – das ist, als würde man einem Zugführer "Budgetverantwortung" zuschreiben, nur weil er einen ICE fährt. Flugzeuge sind zudem versichert, wirtschaftliches Risiko liegt nicht beim Piloten.>

Piloten entscheiden jeden tag über Kosten. Das fängt beim Betanken an, geht beim Enteisen weiter und hört bei der Wahl der Flugatrecke und Höhe auf. Sie glauben überhaupt nicht, wie hoch die Variable "Kosten" eines Fluges seitens der Cockpitbesatzung beeinflusat werden kann.

Und zuletzt: Über Kollegen, die bei anderen Airlines unter schlechteren Bedingungen arbeiten, mit einem abfälligen Unterton zu sprechen, ist weder fair noch überzeugend. Sie tragen dieselbe Verantwortung, oft unter noch härteren Rahmenbedingungen. Und auch dort funktioniert es.

Das war kein schlechter Unterton, sondern lediglich die Erklärung, warum einige eine besser dotierte Stelle im gleichen Job haben.
Unterm Strich: Ja, Piloten haben eine hohe Verantwortung. Aber die Vorstellung, dass nur Piloten frei von finanziellen Sorgen 100 % leisten können, während alle anderen Berufsgruppen dies selbstverständlich zu schaffen haben, ist nicht nur unsinnig, sondern schlicht arrogant.>

Nö, in einigen Jobs kann es nur fataler enden, als in anderen, was sicher nicht bedeutet, dass dies nur mit Spitzengehältern funktioniert.
Deswegen hört man dieses konstruierte Argument auch nur von dieser Berufsgruppe.>

Unter dem Strich bleibt mal wieder eines. Unsere Neidgesellschaft, wie bitter.

Warum muss das eigene Leben auch gefährdet sein, damit das Argument, man braucht finanzielle Sicherheit, um keine Fehler zu machen, relevant sein soll? Ist das Leben des Piloten wertvoller als das des Patienten einer OP?

Und wo beginnt denn die finanzielle Sicherheit, damit wir ja sicher sein können, dass Piloten beruhigt fliegen können?

Und wann ist es eigentlich in Jahrzehnten kommerzieller Luftfahrt mal passiert, dass ein Pilot einen Fehler gemacht hat, weil er mit Gedanken bei der Finanzierung seines Eigenheims war, anstatt beim Fliegen?

Moin,

na ganz einfach: Wenn ein Fliesenleger nicht ganz konzentriert (weil er sich Gedanken um seine Zukunft macht) ist, die Silikonfuge schlecht setzt, kratzt er das Silikon raus, macht einfach die Fuge neu und nobody cares.
Geht es bei dem Piloten auch so einfach, dass man es wiederholt, wenn man fundamentale Entscheidungen ad-hoc treffen muss und etwas neben der Spur ist?

Gruß,
Jochen

Schon verpasst dass es nicht um Fliesenleger geht, sondern z.b. um Rettungssanitäter?
Beitrag vom 03.09.2025 - 17:38 Uhr
UserChristian159
User (1625 Beiträge)
Wenn ich als FO/CPT eine größere Anschaffung wie Immobilie etc. erledige, sollte dies auch planbar sein, denn ich möchte als Kunde nicht einen verunsicherten Piloten haben, der sich Gedanken machen muss, ob sie/er sich den Kredit oder ähnliches noch leisten kann.


Sinngemäß ist das sogar eine Forderung, die in Seminaren für Piloten ständig gestellt wird. "Bringt keinen "Rucksack" mit ins Cockpit." Das meint alle Sorgen und Nöte, auch finanzielle.

Vielleicht sollten Piloten überlegen, den "Rucksack" nicht zu überladen, sondern einen Lebenswandel pflegen, der seinem Einkommen entspricht. Wie das im Übrigen der Rest der Arbeitnehmer auch machen muss.

Leider erinnert man sich da in der GL der Lufthansa nicht gerne dran. Gern gesehen sind nur die zu beseitigenden Rucksäcke, die LH nichts kosten.

Naja, wenn man einen überladenen Rucksack als Argument für höhere Entlohnung ins Feld zu führt, sollte man sich nicht wundern, wenn die GL hier ein Problem sieht. Wenn die GL den überladenen Rucksack ohne weiteres akzeptiert, gibt keinen Grund, nicht noch ein paar Kilo drauf zu packen.
Beitrag vom 03.09.2025 - 17:43 Uhr
UserHeinzi
User (484 Beiträge)
Geht es bei dem Piloten auch so einfach, dass man es wiederholt, wenn man fundamentale Entscheidungen ad-hoc treffen muss und etwas neben der Spur ist?

Gruß,
Jochen

Das ist zu simpel, versteht hier kaum keiner. Genau genommen wissen die meisten noch nicht einmal, worum es überhaupt geht. Was sie verstehen ist, da verdienen einige gut und sie wollen noch mehr. Das kommt an. Mit solchen Parolen füllen sich ganze Boulevardblätter und eine Partei fängt Mitglieder auf diese Art. Statt zu erklären, sollte man eigentlich, wegen Sinnlosigkeit die Finger still halten und sich Popcorn holen. Aber es lindert halt den Juckreiz im Moment.
Beitrag vom 03.09.2025 - 17:46 Uhr
UserHeinzi
User (484 Beiträge)

Nocheinmal, Zugführer können rechgs ran fahren, ...

@Heinzi
Kleine Korrektur, Zugführer können NICHT einfach rechts ranfahren ;)

Lassen Sie einfach mal alles los und die Fuhre steht in einem Kilometer plus ein bißchen. Dann geht halt nix mehr. Und wenn Sie es geordneter mögen, steigen Sie halt am nächsten Bahnhof, oder einem Nebengleis aus. Zumindest gibt es da Möglichkeiten.
Beitrag vom 03.09.2025 - 17:57 Uhr
UserHeinzi
User (484 Beiträge)
Fakt ist, zur Durchführung eines Flugs braucht es viel mehr als zwei Piloten.>

Stimmt!

Fakt ist auch, dass das Gehalt bei Piloten exorbitant höher liegt als bei Certifying Staff, Ramp Agent, Purser, Ingenieur etc. >

Selbst im Sozialismus war nicht jeder Job gleich dotiert. Und? Sie verwechseln da teilweise auch Anlerntätigket, wie Purser oder Rampagent mit qualifizierter Ausbildung, wie Studium. Bei uns bietet gerade eine Personalleasinggesellschaft Jobs als Rampagent in Teilzeit oder als Aushilfe bei eigener Schulung hierfür an. Keine Ahnung wie das geht, aber lustig.

>Fakt ist, dass viele Airlines nur in wirklich guten Jahren Geld verdienen.>

Daraus lernen wir, dass Tickets eigentlich noch viel zu günstig sind. Selbst wenn die Piloten nur die Hälfte verdienen würden, bekäme kein anderer Mitarbeiter mehr Geld, oder das Unternehmen würde signifikant besser da stehen.

Fakt ist auch, dass Piloten zur Kotensenkung wenig bis gar nichts beitragen, höchstens, dass sie moderner Jets fliegen, die weniger Sprit verbrauchen.


Die Piloten der Lufthansa haben in den vergangenen Tarifrunden häufig Ihre Gehaltssteigerungen durch Effizienzsteigerungen selbst mit finanziert. Da sind sie komplett uninformiert und sollten nicht nur die Zeitung mit den großen Buchstaben als Quelle heran ziehen. Und ob der Flieger auf den man den Piloten setzt, ne Tonne mehr oder weniger pro Stunde braucht, ist ihm vermutlich schnurz.

Dieser Beitrag wurde am 03.09.2025 18:03 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 03.09.2025 - 18:00 Uhr
UserSkyfreak
User (7 Beiträge)
Wann erfahrt man den wann die Streiks sind habe am 12.9 und 30.9 einen Zubringer nach FRA
Beitrag vom 03.09.2025 - 18:08 Uhr
UserHeinzi
User (484 Beiträge)
Wann erfahrt man den wann die Streiks sind habe am 12.9 und 30.9 einen Zubringer nach FRA>

Zunächst mal berät jetzt der VC Vorstand. Dann wird die Entscheidung für eine Urabstimmung getroffen. Das muss vorbereitet werden und dann wird die Abstimmungszeit, der Erfahrung aus der Vergangenheit, sicher 3-4 Wochen dauern. Ich würde mal mit ausgedehnteren Streiks erst ab Mitte Oktober rechnen. Warnstreiks dürften allerdings auch jetzt schon jederzeit gehen. aber ein Zubringer innerhalb deutschlands wäre ja auch anders zu meistern.
Beitrag vom 03.09.2025 - 18:16 Uhr
UserSkyfreak
User (7 Beiträge)
Wann erfahrt man den wann die Streiks sind habe am 12.9 und 30.9 einen Zubringer nach FRA>

Zunächst mal berät jetzt der VC Vorstand. Dann wird die Entscheidung für eine Urabstimmung getroffen. Das muss vorbereitet werden und dann wird die Abstimmungszeit, der Erfahrung aus der Vergangenheit, sicher 3-4 Wochen dauern. Ich würde mal mit ausgedehnteren Streiks erst ab Mitte Oktober rechnen. Warnstreiks dürften allerdings auch jetzt schon jederzeit gehen. aber ein Zubringer innerhalb deutschlands wäre ja auch anders zu meistern.
Danke der Zubringer wäre außerhalb Deutschlands da nehm ich eher an das Condor mich eher auf ihren Zubringer umbucht
Beitrag vom 03.09.2025 - 18:25 Uhr
UserMinorItem
User (142 Beiträge)
Mann, ist das wieder ein Schauspiel, in welche Richtung 17.ter Ableitung(Allegris, Fliesenleger, Immobilien....) diese Diskussion hier läuft. Einfach nur peinlich!

Um mal zum Thema zurück zu kommen. Einige richtige Schlagworte waren ja dabei.

Macht? Klar geht es in einem Tarifkonflikt immer auch um Macht. Wer etwas anderes behauptet, hat davon keine Ahnung und kennt Tarifverhandlungen nur aus der Bildzeitung. 
Es ist aber nicht immer DER dominierende Beweggrund, dafür ist ein Streitthema betriebliche Altersversorgung auch nicht prominent genug.
Privilegien? Aber holla, natürlich geht es hier(im weitesten Sinne) definitiv um "Privilegien".

So, und dann wollen wir doch mal für alle mit der Aufmerksamkeitsspanne und dem Kurzzeitgedächtnis eines Eichhörnchens, ein paar Jahre zurückspulen.
Als den Piloten der LH-Mainline vom großen Vorsitzenden was ganz innovatives verkündet wurde: Perspektiven, oder Privilegien!
Also im Klartext: Karrieremöglichkeiten, die man mit satten Abschlägen aufs Gehalt sich selbst erkaufen darf - oder eben keine Förderung(Kapitänsstellen...), dafür eben: "Privilegien". Wobei "Privilegien" im Wörterbuch der LH bedeutet: Status Quo, nicht etwa Steigerung des Gehalts, der Gehaltszusatzleistungen!

Und? jetzt mal scharf überlegen: Wer hats erfunden? Genau, die Großmeister im Glaspalast. Haben sich die Hände gerieben, ob der ausgefuchsten Taktik, die sie auserkoren hatten, mit der Überlegung: Für eine Kapitänsstelle kriecht der gemeine LH Copilot auch gerne etwas im Staub und gibt gerne 20, 30 % seines Gehalts, seiner Gehaltsbestandteile ab.
Hat dann 2017 auch geklappt, es wurde kräftig abgegeben(zum Beispiel auch bei der Altersversorgung!!!), dafür gab es "Perspektiven". Zugesagte Flugzeuge, somit auch Förderstellen, alles schön doof selbst eingekauft von dem Pilotenkörper. Nannte sich dann hochtrabend PPV(PerspektivVereinbarung)

Während Corona hat man dann die zugesagten Flieger wieder wegrasiert(die DAUERHAFTEN Einsparungen aber natürlich behalten!!!) , aber egal, versucht man das Spielchen doch einfach noch einmal!
Also wieder Perspektiven "anbieten", der Preis war natürlich plötzlich höher...kann man ja nix machen, die Inflation.....
PPV gab es noch für 15% - jetzt bewegte man sich eher im Bereich 20-30 %.

Was man nicht bedacht hat: LH-Piloten mögen geldgeil sein(da bewegen sie sich aber eher im Schnitt der Bevölkerung, weil die arbeiten eher auch nicht für die Ehre!), egoistisch und auf sich selbst fixiert - aber doof sind sie nicht.

Das "Hier-gibts-Perspektiven-zum-Sonderpreis-Spielchen" ist ja beliebig wiederholbar. Blöd, wenn man einmal drauf reinfällt, grenzenlose Dummheit, wenn man es immer wieder macht.

Also, hat man sich in der Belegschaft das "Angebot" (Privilegien, oder Perspektiven) nochmal durch den Kopf gehen lassen. Und entschieden: Das dämliche Perspektiven-Spielchen wiederholt sich unendlich und das können wir nicht gewinnen. Also wählen wir "Tor2" - Privilegien! 

Denn, wenn man jemand eine Wahl anbietet - dann sollte er auch eine W A H L haben!
Und als derjenige, der anbietet, sollte dann auch die Größe haben, zu akzeptieren, WAS der andere wählt.
Bietet man Tor1, oder Tor2 an, dann sollte der, dem das angeboten wird auch WIRKLICH eine echte Wahl HABEN!

Das Verweigern von LH hier auch nur minimalste Verbesserungen(Privilegien) in der betrieblichen Altersversorgung anzubieten/mitzugehen zeugt nur von erneuter Scheinheiligkeit derjenigen, die sich das "Spielchen" ausgedacht haben. Das also nie eine echte Wahl gewünscht war, sondern selbstverständlich davon ausgegangen wurde: Das karrieregeile Pilotenvolk wird sich schon für "Perspektiven" entscheiden, und kräftig dafür abdrücken! Das Geplärre von LH, dass ihr Spielchen gerade seine Grenzen findet ist nur der Anfang!
Pustekuchen!
Die LH Belegschaft, und da sogar mit großer Unterstützung die besonders betroffene Gruppe(Copiloten!), haben ihrer Tarifkommision mit deutlicher Stimme signalisiert:
Lasst diesen Quatsch mit dem Pseudo-Perspektiven-"Angebot", welches gar keines ist!
Und konzentriert euch auf "Tor2" - Privilegien! 

DAS ist der aktuelle Stand und sorry - ich konnte beim besten Willen nicht das Wort Fliesenleger im Beitrag sinnvoll unterbringen.....
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