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Beitrag vom 03.09.2025 - 13:15 Uhr
User-wolf-
User (439 Beiträge)
Nichts ist so zuverlässig wie die Explosion des Threads beim Thema LH + Piloten + Streik :D
Beitrag vom 03.09.2025 - 13:21 Uhr
UserHPA
User (71 Beiträge)
Von "Ausflaggen" hat man in den Büroetagen wohl noch nichts gehört?
Man meint wohl, dass sei so ein Ding für das fliegende Personal, Hauptsache der eigene flauschige Schreibtisch bleibt im Glaspalast....

In der freien Wirtschaft wird man vermutlich vergeblich nach ähnlichen Vergütungsstrukturen suchen. Auch im "Glaspalast" wird man nur eine Handvoll Manager finden,die ähnliche Gehälter haben. Die haben aber dann auch hunderte Mitarbeiter und Budgetverantwortung haben und für die Strategie verantwortlich sind. Die betrieblichen Altersversorgung ist garantiert nirgendwo so umfangreich.

Ach und eine LH bewegt sich nicht in der freien Wirtschaft? Ich empfehle Ihnen einen Blick über den (deutschen) Tellerrand hinaus. Sie werden staunen, was anderswo bezahlt wird und allzuweit müssen Sie dafür gar nicht gehen. Senioritätssysteme verhindern freilich einen größere Anzahl an Wechselwilligen.
Das ist überall so, das es nicht nur ums Gehalt geht sondern ums Gesamtpaket. Wenn es aber einem nicht passt, sollte man aber gehen. Piloten, Zugführer und andere Berufsgruppen haben einfach einen unverhältnismäßig langen Streikhebel in der Hand der nicht alles rechtfertigt.
Es stimmt auch nicht ganz, dass die Bedingungen vielerorts so rosig sind. Sonst würde Discovery oder City ja keine Piloten anwerben können.
Beitrag vom 03.09.2025 - 13:31 Uhr
UserHPA
User (71 Beiträge)
Wenn ich als FO/CPT eine größere Anschaffung wie Immobilie etc. erledige, sollte dies auch planbar sein, denn ich möchte als Kunde nicht einen verunsicherten Piloten haben, der sich Gedanken machen muss, ob sie/er sich den Kredit oder ähnliches noch leisten kann.


Sinngemäß ist das sogar eine Forderung, die in Seminaren für Piloten ständig gestellt wird. "Bringt keinen "Rucksack" mit ins Cockpit." Das meint alle Sorgen und Nöte, auch finanzielle. Leider erinnert man sich da in der GL der Lufthansa nicht gerne dran. Gern gesehen sind nur die zu beseitigenden Rucksäcke, die LH nichts kosten.

Wenn man sich eine Immobilie kauft, sollte man vernünftigerweise das aktuelle Einkommen und nicht das zu erwartende heranziehen.

>> Wie können Piloten eigentlich guten Gewissens in Flugzeuge steigen, die von Mechanikern gewartet wurden, die nur einen Bruchteil ihres Gehalts bekommen – und sich keine Immobilie "ohne Gedanken" leisten können? Nach deiner Logik wäre es ja dann unmöglich, dass diese Menschen gewissenhaft arbeiten, weil sie angeblich permanent an ihre Finanzierung denken müssten.

Die Mechaniker der LH sind schon klasse und Sorgen muss man sich da auch nicht machen. Alle Entscheidungen bedacht, überprüft, von einer zweiten Person überprüft und dann erst freigegeben. Im Cockpit sieht das im Zweifel anders aus. Sekundenentscheidungen, die einen unter Zeitdruck im dreidimensionalen Raum auch mal über das Limit pushen. Dann sollten die Entscheidungen und Handlungen von Cpt und Co mal noch 100% erreichen.
Diese Situation finden Sie in keinem anderen Beruf.
Feuerwehr, Rettungsdienst, Krankenhaus?
Und es ist im Zweifel auch immer Ihr eigenes Leben davon abhängig. Die Budgetverantwortung liegt im Extrem ja auch nur beim Wert des Fliegers + 250 mal Todesfallzahlung + Kollateralschäden am Boden.
Das ist keine Budgetverantwortung. LH schreibt rote Zahlen und es wird hingenommen.


Dieses "Argument" ist nicht nur unsinnig, sondern auch überheblich. Piloten verdienen im Vergleich zur restlichen Luftfahrt ohnehin überdurchschnittlich – in Relation zu Mechanikern oder Flugbegleitern geradezu luxuriös. Wenn man in dieser Gehaltsklasse wirklich behauptet, die eigene Sicherheit hänge von Immobilienfinanzierungen ab, dann sagt das mehr über die Anspruchshaltung als über die Realität des Berufs.

Wer sich durch private Finanzfragen so "verunsichern" lässt, dass er seinen Job nicht mehr verantwortungsvoll machen kann, sollte vielleicht grundsätzlich über die eigene Eignung nachdenken.>

Machen Sie sich mal keinen Kopf über die Eignung von Piloten bei der Lufthansa. Das hat eine ganze Abteilung von Psychologen, Piloten, Flugingenieuren und anderen in Hamburg sehr intensiv in 5 Tagen abgeklopft. Die sind auch der Grund, warum es viele bei LH nicht geschafft haben und sich heute unter schlechteren Bedingungen den Spass am Fliegen erkaufen müssen. Und in deren "Rucksack" möchte ich erst recht nicht rein schauen.
Raten Sie davon ab, sich von diesen 2te Wahl Piloten befördern zu lassen?
Beitrag vom 03.09.2025 - 13:36 Uhr
UserHPA
User (71 Beiträge)
Von "Ausflaggen" hat man in den Büroetagen wohl noch nichts gehört?
Man meint wohl, dass sei so ein Ding für das fliegende Personal, Hauptsache der eigene flauschige Schreibtisch bleibt im Glaspalast....

In der freien Wirtschaft wird man vermutlich vergeblich nach ähnlichen Vergütungsstrukturen suchen. Auch im "Glaspalast" wird man nur eine Handvoll Manager finden,die ähnliche Gehälter haben. Die haben aber dann auch hunderte Mitarbeiter und Budgetverantwortung haben und für die Strategie verantwortlich sind. Die betrieblichen Altersversorgung ist garantiert nirgendwo so umfangreich.>

Wie hoch ist denn so ein Gehalt bei den LH Piloten nach, sagen wir 10 Jahren als Cpt? Und wieviel bekommter denn so als Altersversorgung? Sie kennen sich da ja offensichtlich aus. Nur mal so aus Interesse. Die Verantwortung des Managements geht gegen Null und ist allenfalls moralischer Natur. Da müssen Sie schon grob Fahrlässig handeln, um belangt werden zu können. Zudem gibt es Managementversicherungen, durch die Leute wie Carsten Spohr sich auf Kosten der Lufthansa absichern lassen. Und seien Sie versichert, dass er trotz Millionenverdienst zusätzlich Millionen an Pensionszahlungen zu erwarten hat. Da hätte er sich doch auch vorher was für's Alter an die Seite legen können, oder? Ansonsten hat er noch Verantwortung für sein Ego, was zugegebener Maßen groß ist. Aber auch da kann man Ihm Hoffnung machen. Selbst eine Lusche wie Mehdorn hat es geschafft, mehrmals Vorstandsposten zu ergattern, obwohl er überall nur Scherben hinterlassen hat. Für den Rest des Managements gilt das entsprechend Ihrer Führungsebene analog proportional. Machen Sie sich über die mal keinen Kopp.

Warum wird hier nur von den CEOs gesprochen? Ist das die Ebene mit der sich ein CPT vergleicht?
Wenn Sie mit der Leistung nicht einverstanden sind, müssen sie das an die Aktionäre adressieren und nicht an die Kunden. Offensichtlich gibt es aber überall nur Versager.
Beitrag vom 03.09.2025 - 14:36 Uhr
UserAirboeing300
User (108 Beiträge)
Wenn ich als FO/CPT eine größere Anschaffung wie Immobilie etc. erledige, sollte dies auch planbar sein, denn ich möchte als Kunde nicht einen verunsicherten Piloten haben, der sich Gedanken machen muss, ob sie/er sich den Kredit oder ähnliches noch leisten kann.


Sinngemäß ist das sogar eine Forderung, die in Seminaren für Piloten ständig gestellt wird. "Bringt keinen "Rucksack" mit ins Cockpit." Das meint alle Sorgen und Nöte, auch finanzielle. Leider erinnert man sich da in der GL der Lufthansa nicht gerne dran. Gern gesehen sind nur die zu beseitigenden Rucksäcke, die LH nichts kosten.
>> Wie können Piloten eigentlich guten Gewissens in Flugzeuge steigen, die von Mechanikern gewartet wurden, die nur einen Bruchteil ihres Gehalts bekommen – und sich keine Immobilie "ohne Gedanken" leisten können? Nach deiner Logik wäre es ja dann unmöglich, dass diese Menschen gewissenhaft arbeiten, weil sie angeblich permanent an ihre Finanzierung denken müssten.

Die Mechaniker der LH sind schon klasse und Sorgen muss man sich da auch nicht machen. Alle Entscheidungen bedacht, überprüft, von einer zweiten Person überprüft und dann erst freigegeben. Im Cockpit sieht das im Zweifel anders aus. Sekundenentscheidungen, die einen unter Zeitdruck im dreidimensionalen Raum auch mal über das Limit pushen. Dann sollten die Entscheidungen und Handlungen von Cpt und Co mal noch 100% erreichen.
Diese Situation finden Sie in keinem anderen Beruf. Und es ist im Zweifel auch immer Ihr eigenes Leben davon abhängig. Die Budgetverantwortung liegt im Extrem ja auch nur beim Wert des Fliegers + 250 mal Todesfallzahlung + Kollateralschäden am Boden.
Dieses "Argument" ist nicht nur unsinnig, sondern auch überheblich. Piloten verdienen im Vergleich zur restlichen Luftfahrt ohnehin überdurchschnittlich – in Relation zu Mechanikern oder Flugbegleitern geradezu luxuriös. Wenn man in dieser Gehaltsklasse wirklich behauptet, die eigene Sicherheit hänge von Immobilienfinanzierungen ab, dann sagt das mehr über die Anspruchshaltung als über die Realität des Berufs.

Wer sich durch private Finanzfragen so "verunsichern" lässt, dass er seinen Job nicht mehr verantwortungsvoll machen kann, sollte vielleicht grundsätzlich über die eigene Eignung nachdenken.>

Machen Sie sich mal keinen Kopf über die Eignung von Piloten bei der Lufthansa. Das hat eine ganze Abteilung von Psychologen, Piloten, Flugingenieuren und anderen in Hamburg sehr intensiv in 5 Tagen abgeklopft. Die sind auch der Grund, warum es viele bei LH nicht geschafft haben und sich heute unter schlechteren Bedingungen den Spass am Fliegen erkaufen müssen. Und in deren "Rucksack" möchte ich erst recht nicht rein schauen.

Sie schreiben, Piloten sollten keinen "Rucksack" ins Cockpit bringen. Das ist sicher richtig – nur gilt das für jeden sicherheitsrelevanten Beruf. Auch Chirurgen, Notärzte, Fluglotsen oder Feuerwehrleute müssen Sorgen und Stress zu Hause lassen. Das jetzt so darzustellen, als sei das ein exklusives Pilotenthema und müsste deswegen mit einem Spitzengehalt sichergestellt werden, ist einfach unsinnig.

Dass Mechaniker "keine Sekundenentscheidungen" hätten, ist übrigens eine sehr einseitige Sicht. Diese Leute haben den Druck, jedes Detail so gründlich abzuarbeiten, dass es gar nicht zu kritischen Cockpitsituationen kommt. Ohne ihre 100 %-Leistung könnten Piloten überhaupt nicht "unter Zeitdruck reagieren". Sie sind also nicht weniger entscheidend, nur schlechter bezahlt.

Auch das Argument "diese Situation gibt es in keinem anderen Beruf" stimmt schlicht nicht. Chirurgen, Einsatzkräfte, Soldaten oder Lotsen treffen ebenfalls unter Zeitdruck Entscheidungen über Menschenleben. Die Verantwortung ist groß – aber nicht einzigartig.

Und die "Budgetverantwortung" im Cockpit existiert schlicht nicht. Piloten entscheiden weder über Investitionen noch über Kosten. Dass ein Flugzeug viele Millionen kostet, ändert daran nichts – das ist, als würde man einem Zugführer "Budgetverantwortung" zuschreiben, nur weil er einen ICE fährt. Flugzeuge sind zudem versichert, wirtschaftliches Risiko liegt nicht beim Piloten.

Und zuletzt: Über Kollegen, die bei anderen Airlines unter schlechteren Bedingungen arbeiten, mit einem abfälligen Unterton zu sprechen, ist weder fair noch überzeugend. Sie tragen dieselbe Verantwortung, oft unter noch härteren Rahmenbedingungen. Und auch dort funktioniert es.

Unterm Strich: Ja, Piloten haben eine hohe Verantwortung. Aber die Vorstellung, dass nur Piloten frei von finanziellen Sorgen 100 % leisten können, während alle anderen Berufsgruppen dies selbstverständlich zu schaffen haben, ist nicht nur unsinnig, sondern schlicht arrogant.
Deswegen hört man dieses konstruierte Argument auch nur von dieser Berufsgruppe.
Beitrag vom 03.09.2025 - 15:13 Uhr
Usertop_pax
User (417 Beiträge)

Unterm Strich: Ja, Piloten haben eine hohe Verantwortung. Aber die Vorstellung, dass nur Piloten frei von finanziellen Sorgen 100 % leisten können, während alle anderen Berufsgruppen dies selbstverständlich zu schaffen haben, ist nicht nur unsinnig, sondern schlicht arrogant.
Deswegen hört man dieses konstruierte Argument auch nur von dieser Berufsgruppe.

Naja, vielleicht sind die Unterhaltszahlungen einfach zu hoch...
Beitrag vom 03.09.2025 - 15:21 Uhr
UserJochen Hansen
User (303 Beiträge)
Wenn ich als FO/CPT eine größere Anschaffung wie Immobilie etc. erledige, sollte dies auch planbar sein, denn ich möchte als Kunde nicht einen verunsicherten Piloten haben, der sich Gedanken machen muss, ob sie/er sich den Kredit oder ähnliches noch leisten kann.


Sinngemäß ist das sogar eine Forderung, die in Seminaren für Piloten ständig gestellt wird. "Bringt keinen "Rucksack" mit ins Cockpit." Das meint alle Sorgen und Nöte, auch finanzielle. Leider erinnert man sich da in der GL der Lufthansa nicht gerne dran. Gern gesehen sind nur die zu beseitigenden Rucksäcke, die LH nichts kosten.

Wenn man sich eine Immobilie kauft, sollte man vernünftigerweise das aktuelle Einkommen und nicht das zu erwartende heranziehen.

>> Wie können Piloten eigentlich guten Gewissens in Flugzeuge steigen, die von Mechanikern gewartet wurden, die nur einen Bruchteil ihres Gehalts bekommen – und sich keine Immobilie "ohne Gedanken" leisten können? Nach deiner Logik wäre es ja dann unmöglich, dass diese Menschen gewissenhaft arbeiten, weil sie angeblich permanent an ihre Finanzierung denken müssten.

Die Mechaniker der LH sind schon klasse und Sorgen muss man sich da auch nicht machen. Alle Entscheidungen bedacht, überprüft, von einer zweiten Person überprüft und dann erst freigegeben. Im Cockpit sieht das im Zweifel anders aus. Sekundenentscheidungen, die einen unter Zeitdruck im dreidimensionalen Raum auch mal über das Limit pushen. Dann sollten die Entscheidungen und Handlungen von Cpt und Co mal noch 100% erreichen.
Diese Situation finden Sie in keinem anderen Beruf.
Feuerwehr, Rettungsdienst, Krankenhaus?
Und es ist im Zweifel auch immer Ihr eigenes Leben davon abhängig. Die Budgetverantwortung liegt im Extrem ja auch nur beim Wert des Fliegers + 250 mal Todesfallzahlung + Kollateralschäden am Boden.
Das ist keine Budgetverantwortung. LH schreibt rote Zahlen und es wird hingenommen.


Dieses "Argument" ist nicht nur unsinnig, sondern auch überheblich. Piloten verdienen im Vergleich zur restlichen Luftfahrt ohnehin überdurchschnittlich – in Relation zu Mechanikern oder Flugbegleitern geradezu luxuriös. Wenn man in dieser Gehaltsklasse wirklich behauptet, die eigene Sicherheit hänge von Immobilienfinanzierungen ab, dann sagt das mehr über die Anspruchshaltung als über die Realität des Berufs.

Wer sich durch private Finanzfragen so "verunsichern" lässt, dass er seinen Job nicht mehr verantwortungsvoll machen kann, sollte vielleicht grundsätzlich über die eigene Eignung nachdenken.>

Machen Sie sich mal keinen Kopf über die Eignung von Piloten bei der Lufthansa. Das hat eine ganze Abteilung von Psychologen, Piloten, Flugingenieuren und anderen in Hamburg sehr intensiv in 5 Tagen abgeklopft. Die sind auch der Grund, warum es viele bei LH nicht geschafft haben und sich heute unter schlechteren Bedingungen den Spass am Fliegen erkaufen müssen. Und in deren "Rucksack" möchte ich erst recht nicht rein schauen.
Raten Sie davon ab, sich von diesen 2te Wahl Piloten befördern zu lassen?

Moin,

na wenn ich bei einer Ausflaggung gefühlt alle 5 Jahre (Contact, Augsburg, Cirrus, Germanwings, Cityline, LH Disco, LH City und viele mehr) sanft "gezwungen" werde einen neuen Arbeitsvertrag zu unterschreiben, in dem die Vertragsbedingungen sich verschlechtern (das ist ja das Ziel von Spohr), dann kann ich eben nicht auf meinen Arbeitsvertrag vertrauen. Darum geht es ja.

Gruß,
Jochen
Beitrag vom 03.09.2025 - 15:25 Uhr
UserHeinzi
User (538 Beiträge)
Sicher hat Herr Spohr Fehler gemacht, aber die LH steht trotz allem sehr gut da, wenn man sie mit anderen marktwirtschaftlich betriebenen Airlines vergleicht.>

Das die LH gut da steht, sieht der Herr Spohr wohl selbst anders.

Außerdem sollten Sie nicht den CEO, den es nur einmal gibt und der women befristeten Arbeitsvertrag hat, mit der Rolle eines Cpt., die es tausendfach gibt, vergleichen.>

Wie oft es den gibt, spielt doch keine Rolle dafür, ob man gut bezahlt wurde und dadurch aus Ihrer Sicht keine gute AV braucht.

>Nehmen Sie einen Abteilungs- oder Hauptabteilungsleiter. Die haben 5 Jahre studiert, meist noch einen Zweitabschluss dazu, sind verantwortlich für den Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit auch von hundert bis tausend Menschen und haben keine ÜV oder immer die gut sechsstelligen Gehälter.>

Ein Cpt nach zehn Jahren fliegt also bei LH mal locker 20 Jahre. Wenn also Ihr Hauptabteilungsleiter nach 20 Jahren mit der von Ihnen beschriebenen Ausbildung und Verantworung kein sechsstelliges Gehalt hat,
dann läuft da etwas nicht oder er war nur dritte Wahl und kann nix fordern. Keiner meiner Studienfreunde verdient heute weniger. Und für Arbeitsschutz/-sicherheit haben Unternehmen dieser Größe extra Angestellte, die dies verantworten.

Beitrag vom 03.09.2025 - 15:33 Uhr
UserBlotto
User (421 Beiträge)
Wenn ich als FO/CPT eine größere Anschaffung wie Immobilie etc. erledige, sollte dies auch planbar sein, denn ich möchte als Kunde nicht einen verunsicherten Piloten haben, der sich Gedanken machen muss, ob sie/er sich den Kredit oder ähnliches noch leisten kann.


Sinngemäß ist das sogar eine Forderung, die in Seminaren für Piloten ständig gestellt wird. "Bringt keinen "Rucksack" mit ins Cockpit." Das meint alle Sorgen und Nöte, auch finanzielle. Leider erinnert man sich da in der GL der Lufthansa nicht gerne dran. Gern gesehen sind nur die zu beseitigenden Rucksäcke, die LH nichts kosten.

Das Argument geht komplett ins Leere. Es gibt kein Gehalt, dass so hoch ist, dass man seinen Lebensstil nicht daran anpassen könnte und dann nicht direkt Verlustängste entwickeln kann. Ein Mensch mit KTV Gehalt kann keine finanzielle Sorgen haben mit einem normalen Lebensstil. Selbst wenn allen Forderungen der VC nachgegeben würde, kämen sie nächstes Jahr wieder mit der gleichen Leier. Es geht hier um Macht und nicht um irgendwelche Rucksäcke voller Probleme
Beitrag vom 03.09.2025 - 15:39 Uhr
UserHeinzi
User (538 Beiträge)
Das ist überall so, das es nicht nur ums Gehalt geht sondern ums Gesamtpaket. Wenn es aber einem nicht passt, sollte man aber gehen.>

Da haben Sie offensichtlich das Paket nicht verstanden. Wenn Sie seit 15 Jahren z.B. bei LH arbeiten, verlieren Sie halt viel für Ihre Altersversorgung und dürfen sich bei einer neuen Airline wieder hinten anstellen. Das muss bei einem Wechsel auch immer bedacht werden.

>Piloten, Zugführer und andere Berufsgruppen haben einfach einen unverhältnismäßig langen Streikhebel in der Hand der nicht alles rechtfertigt.>

Bedeutet also selektives Einschränken von Streikrechten, je nach Berufsgruppe. Warum, im Beispiel von Piloten. Ich lese doch gerade hier, dass so viel bessere Alternativen zur LH gibt. Neben Auto, Bahn und Flixbus, gibt es doch noch Ryanair, Condor, Turkish, Emirates und andere. Das geht auch während des potentiellen Streiks.>

Es stimmt auch nicht ganz, dass die Bedingungen vielerorts so rosig sind. Sonst würde Discovery oder City ja keine Piloten anwerben können.>

Auch das ist etwas einfach betrachtet. Erstens haben sicher nicht wenige eine Familie, die mal nicht eben in ein anderes Land umsiedeln kann, oder möchte. Weiterhin gibt es da noch so etwas wie Lizenzanerkennung, was in vielen Ländern zum Problem wird. Dazu kommt das viele, die bei einer der LH Töchter anheuern, immer noch hoffen, irgendwann zur Mutter wechseln zu können. Da prophezeie ich mal, dass das nix wird. Wegen Ihrer fehlenden Qualifikation und weil es die Mutter dann nicht mehr gibt
Beitrag vom 03.09.2025 - 15:40 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1464 Beiträge)

Allegris. Alles gut gelaufen, hat auch überhaupt kein Geld verschlungen. Man sollte lieber das Geld in Gold anstatt Blei investieren, dann sind die Flüge evtl rentabel.

Die massiven Verzögerungen der Allegris wurden auch massiv durch das 737MAX Disaster, Covid etc. beeinflusst. Das hat die Zulassung massiv in die Länge gezogen.
Insgesamt wird Allegris aber ein Alleinstellungsmerkmal sein.
Ach ja? Es ist immer wieder bemerkenswert, wie viele auf der einen Seite die Ursachefür die Verzögerung bei externen Gründen suchen und glauben, dass Allegris noch ein Alleinstellungsmerkmal darstellt. Wenn, dann höchstens bei den Preisen, in Komfort und Austtattung können eine Reihe von Produkten bei anderen Airlines mithalten und sind schon im Einsatz,

Standardprodukte ja, Allegris ist ohne Zweifel ein Alleinstellungsmerkmal und so in der Form einmalig. Man sollte jetzt erst einmal die Buchungszahlen abwarten, bevor man voreilig Schlüsse zieht. Offenbar sind sie von den Ingenieuren bei der Lufthansa (Technik) nicht überzeugt.
Was hat Allegris mit den Ingenieuren der LH Technik zu tun? Haben die Allegris entwickelt? Dann hätten sie ja einiges an Ungereimtheiten verhindern müssen. Und glauben Sie, ich würde mich in eine antike B747400 setzen, wenn ich kein Vertrauen in die Arbeit der LH Technik hätte?
Beitrag vom 03.09.2025 - 15:53 Uhr
UserHPA
User (71 Beiträge)

Allegris. Alles gut gelaufen, hat auch überhaupt kein Geld verschlungen. Man sollte lieber das Geld in Gold anstatt Blei investieren, dann sind die Flüge evtl rentabel.

Die massiven Verzögerungen der Allegris wurden auch massiv durch das 737MAX Disaster, Covid etc. beeinflusst. Das hat die Zulassung massiv in die Länge gezogen.
Insgesamt wird Allegris aber ein Alleinstellungsmerkmal sein.
Ach ja? Es ist immer wieder bemerkenswert, wie viele auf der einen Seite die Ursachefür die Verzögerung bei externen Gründen suchen und glauben, dass Allegris noch ein Alleinstellungsmerkmal darstellt. Wenn, dann höchstens bei den Preisen, in Komfort und Austtattung können eine Reihe von Produkten bei anderen Airlines mithalten und sind schon im Einsatz,

Standardprodukte ja, Allegris ist ohne Zweifel ein Alleinstellungsmerkmal und so in der Form einmalig. Man sollte jetzt erst einmal die Buchungszahlen abwarten, bevor man voreilig Schlüsse zieht. Offenbar sind sie von den Ingenieuren bei der Lufthansa (Technik) nicht überzeugt.
Was hat Allegris mit den Ingenieuren der LH Technik zu tun? Haben die Allegris entwickelt?
Davon ist bei einem Part 21 Betrieb auszugehen.
>Dann hätten sie ja einiges an Ungereimtheiten verhindern müssen.
Wie denn wenn sich parallel die Zulassungsbestimmungen kontinuierlich verändern mitunter getriggert durch die MAX Thematik?



Dieser Beitrag wurde am 03.09.2025 15:56 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 03.09.2025 - 15:54 Uhr
UserHeinzi
User (538 Beiträge)
Wenn ich als FO/CPT eine größere Anschaffung wie Immobilie etc. erledige, sollte dies auch planbar sein, denn ich möchte als Kunde nicht einen verunsicherten Piloten haben, der sich Gedanken machen muss, ob sie/er sich den Kredit oder ähnliches noch leisten kann.


Sinngemäß ist das sogar eine Forderung, die in Seminaren für Piloten ständig gestellt wird. "Bringt keinen "Rucksack" mit ins Cockpit." Das meint alle Sorgen und Nöte, auch finanzielle. Leider erinnert man sich da in der GL der Lufthansa nicht gerne dran. Gern gesehen sind nur die zu beseitigenden Rucksäcke, die LH nichts kosten.

Wenn man sich eine Immobilie kauft, sollte man vernünftigerweise das aktuelle Einkommen und nicht das zu erwartende heranziehen.

Das wäre auf jeden Fall sinnvoll, hat aber nix mit dem prolem als solchem zu tun.

>> Wie können Piloten eigentlich guten Gewissens in Flugzeuge steigen, die von Mechanikern gewartet wurden, die nur einen Bruchteil ihres Gehalts bekommen – und sich keine Immobilie "ohne Gedanken" leisten können? Nach deiner Logik wäre es ja dann unmöglich, dass diese Menschen gewissenhaft arbeiten, weil sie angeblich permanent an ihre Finanzierung denken müssten.

Die Mechaniker der LH sind schon klasse und Sorgen muss man sich da auch nicht machen. Alle Entscheidungen bedacht, überprüft, von einer zweiten Person überprüft und dann erst freigegeben. Im Cockpit sieht das im Zweifel anders aus. Sekundenentscheidungen, die einen unter Zeitdruck im dreidimensionalen Raum auch mal über das Limit pushen. Dann sollten die Entscheidungen und Handlungen von Cpt und Co mal noch 100% erreichen.
Diese Situation finden Sie in keinem anderen Beruf.
Feuerwehr, Rettungsdienst, Krankenhaus?>

Alles ehrenwerte Berufe, aber auch hier steht das eigene Leben nicht mehr in Gefahr, als man es sich zumutet. Keiner dieser Retter muss sein Leben für andere über Gebühr auf's Spiel setzen. Das verlangt kein Vertrag von Ihm und Selbstschutz steht an erster Stelle. In 10000m Höhe, bei 900km/h im dreidimensionalen Raum sieht das anders aus.
Und es ist im Zweifel auch immer Ihr eigenes Leben davon abhängig. Die Budgetverantwortung liegt im Extrem ja auch nur beim Wert des Fliegers + 250 mal Todesfallzahlung + Kollateralschäden am Boden.
Das ist keine Budgetverantwortung. LH schreibt rote Zahlen und es wird hingenommen.


Mit Verlaub, Produktionsmittel sind im weitesten Sinne auch eine Art Budget, oder zumindest Anlagevermögen.
Dieses "Argument" ist nicht nur unsinnig, sondern auch überheblich. Piloten verdienen im Vergleich zur restlichen Luftfahrt ohnehin überdurchschnittlich – in Relation zu Mechanikern oder Flugbegleitern geradezu luxuriös. Wenn man in dieser Gehaltsklasse wirklich behauptet, die eigene Sicherheit hänge von Immobilienfinanzierungen ab, dann sagt das mehr über die Anspruchshaltung als über die Realität des Berufs.

Wer sich durch private Finanzfragen so "verunsichern" lässt, dass er seinen Job nicht mehr verantwortungsvoll machen kann, sollte vielleicht grundsätzlich über die eigene Eignung nachdenken.>

Machen Sie sich mal keinen Kopf über die Eignung von Piloten bei der Lufthansa. Das hat eine ganze Abteilung von Psychologen, Piloten, Flugingenieuren und anderen in Hamburg sehr intensiv in 5 Tagen abgeklopft. Die sind auch der Grund, warum es viele bei LH nicht geschafft haben und sich heute unter schlechteren Bedingungen den Spass am Fliegen erkaufen müssen. Und in deren "Rucksack" möchte ich erst recht nicht rein schauen.
Raten Sie davon ab, sich von diesen 2te Wahl Piloten befördern zu lassen?>

Ich schließe für mich das fliegen mit einigen Airlines aus. Dazu gehören auch deutsche, einige LH Töchter oder solche mit safety records, die auf schlechte Schulung und Ausbildung schließen lassen. Und ja, selbst mit denen fliegen ist vermutlich sicherer als mit dem Auto zum Flughafen zu fahren. Ich muss da aber nicht einsteigen und mache es auch nicht. Der Preis ist da für mich ziemlich zweitrangig. Das kann jeder halten, wie er möchte.
Beitrag vom 03.09.2025 - 16:28 Uhr
UserHeinzi
User (538 Beiträge)
Wenn ich als FO/CPT eine größere Anschaffung wie Immobilie etc. erledige, sollte dies auch planbar sein, denn ich möchte als Kunde nicht einen verunsicherten Piloten haben, der sich Gedanken machen muss, ob sie/er sich den Kredit oder ähnliches noch leisten kann.


Sinngemäß ist das sogar eine Forderung, die in Seminaren für Piloten ständig gestellt wird. "Bringt keinen "Rucksack" mit ins Cockpit." Das meint alle Sorgen und Nöte, auch finanzielle. Leider erinnert man sich da in der GL der Lufthansa nicht gerne dran. Gern gesehen sind nur die zu beseitigenden Rucksäcke, die LH nichts kosten.
>> Wie können Piloten eigentlich guten Gewissens in Flugzeuge steigen, die von Mechanikern gewartet wurden, die nur einen Bruchteil ihres Gehalts bekommen – und sich keine Immobilie "ohne Gedanken" leisten können? Nach deiner Logik wäre es ja dann unmöglich, dass diese Menschen gewissenhaft arbeiten, weil sie angeblich permanent an ihre Finanzierung denken müssten.

Die Mechaniker der LH sind schon klasse und Sorgen muss man sich da auch nicht machen. Alle Entscheidungen bedacht, überprüft, von einer zweiten Person überprüft und dann erst freigegeben. Im Cockpit sieht das im Zweifel anders aus. Sekundenentscheidungen, die einen unter Zeitdruck im dreidimensionalen Raum auch mal über das Limit pushen. Dann sollten die Entscheidungen und Handlungen von Cpt und Co mal noch 100% erreichen.
Diese Situation finden Sie in keinem anderen Beruf. Und es ist im Zweifel auch immer Ihr eigenes Leben davon abhängig. Die Budgetverantwortung liegt im Extrem ja auch nur beim Wert des Fliegers + 250 mal Todesfallzahlung + Kollateralschäden am Boden.
Dieses "Argument" ist nicht nur unsinnig, sondern auch überheblich. Piloten verdienen im Vergleich zur restlichen Luftfahrt ohnehin überdurchschnittlich – in Relation zu Mechanikern oder Flugbegleitern geradezu luxuriös. Wenn man in dieser Gehaltsklasse wirklich behauptet, die eigene Sicherheit hänge von Immobilienfinanzierungen ab, dann sagt das mehr über die Anspruchshaltung als über die Realität des Berufs.

Wer sich durch private Finanzfragen so "verunsichern" lässt, dass er seinen Job nicht mehr verantwortungsvoll machen kann, sollte vielleicht grundsätzlich über die eigene Eignung nachdenken.>

Machen Sie sich mal keinen Kopf über die Eignung von Piloten bei der Lufthansa. Das hat eine ganze Abteilung von Psychologen, Piloten, Flugingenieuren und anderen in Hamburg sehr intensiv in 5 Tagen abgeklopft. Die sind auch der Grund, warum es viele bei LH nicht geschafft haben und sich heute unter schlechteren Bedingungen den Spass am Fliegen erkaufen müssen. Und in deren "Rucksack" möchte ich erst recht nicht rein schauen.

Sie schreiben, Piloten sollten keinen "Rucksack" ins Cockpit bringen. Das ist sicher richtig – nur gilt das für jeden sicherheitsrelevanten Beruf. Auch Chirurgen, Notärzte, Fluglotsen oder Feuerwehrleute müssen Sorgen und Stress zu Hause lassen. Das jetzt so darzustellen, als sei das ein exklusives Pilotenthema und müsste deswegen mit einem Spitzengehalt sichergestellt werden, ist einfach unsinnig.

Grunsätzlich sollte den jeder zuhause lassen, wohl wahr. Nur im Flieger endet das womöglich für eine große Anzahl von Menschen inklusive sich selbst, im Zweifel fataler. Das ist kein Stop, kein break, kein überhaupt nichts, als weiter machen und funktionieren.
Dass Mechaniker "keine Sekundenentscheidungen" hätten, ist übrigens eine sehr einseitige Sicht. Diese Leute haben den Druck, jedes Detail so gründlich abzuarbeiten, dass es gar nicht zu kritischen Cockpitsituationen kommt. Ohne ihre 100 %-Leistung könnten Piloten überhaupt nicht "unter Zeitdruck reagieren". Sie sind also nicht weniger entscheidend, nur schlechter bezahlt.


Keiner hat behauptet, dass sie weniger wichtig sind. Und ohne das jemand den Flughafen gebaut hätte, würde auch kein Pilot fliegen. Und nu?

Auch das Argument "diese Situation gibt es in keinem anderen Beruf" stimmt schlicht nicht. Chirurgen, Einsatzkräfte, Soldaten oder Lotsen treffen ebenfalls unter Zeitdruck Entscheidungen über Menschenleben. Die Verantwortung ist groß – aber nicht einzigartig.

Nocheinmal, Zugführer können rechgs ran fahren, hirurgen und Einsatzkräfte riskieren nicht IhreigenesLeben und teilweise nicht das .ehrrer hundert Menschen auf einmal, Soldaten wollten den Dienst ander Waffe und werden sich im Kriegsrecht nicht für Scvüsse rechtfertigen müssen und die Lotsen werden annähernd so gut bezahlt, wie LH Piloten und besser als die der LH Töchter.

Und die "Budgetverantwortung" im Cockpit existiert schlicht nicht. Piloten entscheiden weder über Investitionen noch über Kosten. Dass ein Flugzeug viele Millionen kostet, ändert daran nichts – das ist, als würde man einem Zugführer "Budgetverantwortung" zuschreiben, nur weil er einen ICE fährt. Flugzeuge sind zudem versichert, wirtschaftliches Risiko liegt nicht beim Piloten.>

Piloten entscheiden jeden tag über Kosten. Das fängt beim Betanken an, geht beim Enteisen weiter und hört bei der Wahl der Flugatrecke und Höhe auf. Sie glauben überhaupt nicht, wie hoch die Variable "Kosten" eines Fluges seitens der Cockpitbesatzung beeinflusat werden kann.

Und zuletzt: Über Kollegen, die bei anderen Airlines unter schlechteren Bedingungen arbeiten, mit einem abfälligen Unterton zu sprechen, ist weder fair noch überzeugend. Sie tragen dieselbe Verantwortung, oft unter noch härteren Rahmenbedingungen. Und auch dort funktioniert es.

Das war kein schlechter Unterton, sondern lediglich die Erklärung, warum einige eine besser dotierte Stelle im gleichen Job haben.
Unterm Strich: Ja, Piloten haben eine hohe Verantwortung. Aber die Vorstellung, dass nur Piloten frei von finanziellen Sorgen 100 % leisten können, während alle anderen Berufsgruppen dies selbstverständlich zu schaffen haben, ist nicht nur unsinnig, sondern schlicht arrogant.>

Nö, in einigen Jobs kann es nur fataler enden, als in anderen, was sicher nicht bedeutet, dass dies nur mit Spitzengehältern funktioniert.
Deswegen hört man dieses konstruierte Argument auch nur von dieser Berufsgruppe.>

Unter dem Strich bleibt mal wieder eines. Unsere Neidgesellschaft, wie bitter.
Beitrag vom 03.09.2025 - 16:32 Uhr
UserHeinzi
User (538 Beiträge)
Wenn ich als FO/CPT eine größere Anschaffung wie Immobilie etc. erledige, sollte dies auch planbar sein, denn ich möchte als Kunde nicht einen verunsicherten Piloten haben, der sich Gedanken machen muss, ob sie/er sich den Kredit oder ähnliches noch leisten kann.


Sinngemäß ist das sogar eine Forderung, die in Seminaren für Piloten ständig gestellt wird. "Bringt keinen "Rucksack" mit ins Cockpit." Das meint alle Sorgen und Nöte, auch finanzielle. Leider erinnert man sich da in der GL der Lufthansa nicht gerne dran. Gern gesehen sind nur die zu beseitigenden Rucksäcke, die LH nichts kosten.

Das Argument geht komplett ins Leere. Es gibt kein Gehalt, dass so hoch ist, dass man seinen Lebensstil nicht daran anpassen könnte und dann nicht direkt Verlustängste entwickeln kann. Ein Mensch mit KTV Gehalt kann keine finanzielle Sorgen haben mit einem normalen Lebensstil. Selbst wenn allen Forderungen der VC nachgegeben würde, kämen sie nächstes Jahr wieder mit der gleichen Leier. Es geht hier um Macht und nicht um irgendwelche Rucksäcke voller Probleme>

Stimmt, Macht war Carsten Spohr schon immer wichtig und er hat gleich zu Beginn seiner VV Karriere klar machen müssen, dass er seinen Ex-Kollegen keine Geschenke macht. Mehr hingegen warund ist sein Ziel, sie klein zu kriegen. Unternehmerisch wird im das vermutlich auch gelingen. Dann aber so teuer es geht.
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