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Beitrag vom 05.09.2025 - 00:20 Uhr
UserHeinzi
User (407 Beiträge)
Das ein Lokführer durchschnittlich 2 bis 3 Suizidvorfälle erlebt und danach einige arbeitsunfähig werden, lassen wir mal außen vor. Ich saß selbst im vordersten Triebwagen bei einem solchen Vorfall, habe es nur Knallen gehört und im Augenwinkel einen Schatten wegfliegen sehen. Nach der Notbremsung ist der Zugführer kreidebleich aus dem Führerhaus getorkelt und dann zusammengesackt. Gehen durfte er trotzdem erst nach der Befragung durch die Kripo.>

Tja, so ist das mit den lästigen Autoritäten. Glauben Sie, Piloten geht das nach einem Unfall mit Verletzten oder gar Toten, anders. Nö.

Die Gehälter der Piloten sind doch nur so hoch, weil es ein knappes Angebot gibt, nicht weil eine zweijährige Ausbildung so überaus schwierig ist. Das Angebot ist u.a. deshalb so knapp, weil die Ausbildung so teuer ist. Das ist annähernd vergleichbar mit einem Abschluss auf einer Ivy League Uni. Da gibt quasi für jeden Absolventen egal welchen Studiengangs 6-stellige Einstiegsgehälter. Sind das durchweg die schlausten und fleißigsten, nein, meist privilegierte, deren Eltern sich das Studium leisten konnten.>
Auch eine Menge kesser Sprüche. Knappes Angebot, hoher Preis, das stimmt und das war`s dann auch. So funktioniert Markt, das weiss sogar Carsten Spohr. Bei den Ticketpreisen ist das für Ihn O.K., bei den Personalkosten nicht. Die Schwierigkeit einer Ausbildung wird jeder subjektiv anders empfinden. Allerdings schaffen z.B. bei LH über 90 % noch nicht einmal den Einstellungstest. Das hat nicht grundsätzlich, ausschließlich etwas mit Intelligenz zu tun. Aber nicht schaffen, ist am Ende nicht schaffen. Das ist bei Swiss, Austrian, KLM, United und allen anderen nicht anders. Die das nicht schaffen gehen dann halt den privaten Weg mit ungewisser Zukunftsperspektive und Verdienstmöglichkeiten. Allen gemeinsam ist, dass sie viel Geld in die Hand nehmen und Schulden machen. Und die mit den reichen Eltern sind da weit in der Unterzahl. Gehen Sie mal zu einem Ausbildungsbetrieb und sprechen mit Schülern, woher die Kohle bei den Meisten kommt. Von der Bank mit 100000€+ Schulden zum Berufsstart. Und selbst die, deren Eltern das als Trinkgeld für den kleinen Racker bezahlen, müssen sich nicht schämen.

Dieser Beitrag wurde am 05.09.2025 00:23 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 05.09.2025 - 09:51 Uhr
UserKonTra77
User (254 Beiträge)

Tja, so ist das mit den lästigen Autoritäten. Glauben Sie, Piloten geht das nach einem Unfall mit Verletzten oder gar Toten, anders. Nö.

Nein, aber hier wurde doch überwiegend argumentiert, dass diese überbordende Verantwortung das hohe Gehalt der Piloten rechtfertigen würde.


Auch eine Menge kesser Sprüche. Knappes Angebot, hoher Preis, das stimmt und das war`s dann auch. So funktioniert Markt, das weiss sogar Carsten Spohr. Bei den Ticketpreisen ist das für Ihn O.K., bei den Personalkosten nicht. Die Schwierigkeit einer Ausbildung wird jeder subjektiv anders empfinden. Allerdings schaffen z.B. bei LH über 90 % noch nicht einmal den Einstellungstest. Das hat nicht grundsätzlich, ausschließlich etwas mit Intelligenz zu tun. Aber nicht schaffen, ist am Ende nicht schaffen. Das ist bei Swiss, Austrian, KLM, United und allen anderen nicht anders.

Und auf die 90% wird sich auch immer fleißig etwas eingebildet. Wenn von 50 Bewerbern auf eine Stelle z.B. Leiter global QM 3 KandidatInnen zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden, wie ist denn dort die Quote? Und am Ende kriegt tatsächlich nur eine diese Stelle? Ein Pilot, der so geübt ist schnell kritische Entscheidungen zu treffen, wird das bestimmt schnell herausfinden ;-).
Meine Tochter hat einen von 11 Plätzen eines Dualen Studiums bei Fresenius ergattert... von 347 BewerberInnen.
Also weniger Einbildung und mehr Allgemeinbildung tut uns allen gut.

Beitrag vom 05.09.2025 - 09:55 Uhr
UserF11
einfach nur Pax... kein Pilot
User (1233 Beiträge)
Ich habe mal das Schreiben der VC gelesen und festgestellt, das die sich nicht mit den hier immer wieder vorgetragenen Busfahrern, Lokführern, leitenden und nicht leitenden Angestellten vergleichen und auch nicht mit Fliesenlegern sondern mit Piloten bei anderen Airlines (und nein nicht unbedingt mit den LCC).


Das haben die noch nie gemacht, weil es zu nichts führt. Das kommt immer aus der Gruppe derer, die sich benachteiligt fühlt und nichts mit dem Job zu tun hat. In unserer Neidgesellschaft vergleicht man sich halt immer gerne mit anderen und in der subjektiven Wahrnehmung darf es da keine Verwerfungen geben, selbst wenn man durch die Vorteile anderer, keine Nachteile hat. Klassischer Weise setzt man sich dann auch nicht dafür ein, selbst mehr zu bekommen, sondern fordert, dass die anderen zurück stecken.
Dieses Argument mit der "Neidgesellschaft" kommt ausschließlich von denen, die sich über ihren privilegierten Status entweder nicht im Klaren sind oder sich völlig abgehoben weit über anderen Menschen stellen. Nun geht es in diesem Konflikt über eine Altersversorgung, von der die Mehrheit nur träumen kann und die soll durch einen Streik, der letztlich nur die Passagiere trifft, weiter verbessert werden. Und alle, die das nicht so ganz verstehen wollen/können, sind ja nur "neidisch".
Beitrag vom 05.09.2025 - 10:11 Uhr
UserKonTra77
User (254 Beiträge)
Der Cpt. ist wohl der Pilot in Ihrem Sprachgebrauch... . Gut, dass es Co Piloten gibt und gut, dass eine Crew aus zwei Leuten besteht und meistens fängt der eine den anderen z.B. bei Arbeitsfehlern auf. Leider sind zahlreiche Unfälle auf Pilotenfehler zurück zu führen, die BEIDE nicht covern konnten. Erst heute morgen hat es in Münster einen Unfall gegeben, bei dem ein Flieger fast über die Bahn hinaus geschossen wäre. Derzeitiger Stand der Dinge ist, dass der Flieger zu spät aufgesetzt hat. Unverständlich, da doch zwei Piloten im Cockpit sitzen, von denen es doch einer aus Ihrer Sicht hätte locker verhindern können. Was da zu tun gewesen wäre, ist auch ein Standard Verfahren. Finden Sie den Fehler. Uuups... .

Der Fehler ist der Faktor Mensch. Und das es in der Luftfahrt fast nur noch Unfälle aufgrund des Faktors Mensch gibt, liegt daran, dass Behörden, Ingenieure etc. alles tun, damit die Technik besser wird. Ein Pilot ist am Ende auch nur ein Mensch, den man mit Assesments möglichst so auswählt, dass Erkenntnisse aus vorangegangenen Unfällen (z.B. Jumbo-Crash auf Teneriffa), die auf bestimmte charakterliche Makel zurückzuführen sind, mit einfließen.



Ein Pilot muss in seinen Entscheidungen nicht mal sonderlich kreativ sein, sondern einfach die eingeübten Algorithmen durchlaufen.>

Diese Aussage zeigt, dass Sie so null Ahnung haben worüber Sie reden und was Sie meinen beurteilen zu können. Habe ich bei manchen Dingen auch nicht, aber dann halte ich einfach mal meine ... .

Wissen Sie, was mit Algorithmus gemeint ist? Dann schauen Sie sich doch mal "Sully" an.
Für welche Abläufe gibt es keine Checklisten oder in einem Handbuch beschriebene Abläufe?
Die Max Abstürze sind ein Gegenbeispiel. Hier war nichts beschrieben auf das die Piloten in ihrer Ausbildung hingewiesen wurden und das verhängnisvolle Ende ist bekannt.
Und hier habe ich den guten Glauben, dass ein LH Pilot, dessen Ausbildung und Training ich immer noch als eines der besten weltweit ansehen, ggf. einen Unterschied gemacht hätte.
Und das war wohl auch einer der Gründe, weshalb Airbus die LH Cabin Crew für den A380 Evacuation Test ausgewählt hat. Und genauso hat LHT sehr, sehr gute Mechaniker und Ingenieure. Doch letztere haben bei Thema Gehalt ein massives Nachsehen ggü. den Piloten.

Ein Mediziner hat es da ungleich schwieriger, da die Medizin, anders als die Physik, keine exakte Wissenschaft ist.>

Physik hilft Ihnen bei komplexen Technik-und Wettersituationen sowie vielen anderen Widrigkeiten auch nicht. Mediziner handeln in Notfällen auch nach Standardverfahren und haben dafür ein limitiertes Intstrumentarium zur Verfügung. Im Zweifel stirbt der Patient, weil halt nix mehr zu machen war. Was im übrigen überhaupt nicht die Würdigung der Leistung von Notärzten herabsetzen soll. Da ziehe ich meinen Hut vor.

Ok. Natürlich besteht fliegen nicht nur aus Physik. Da gibt es Meteorologie, Navigation, Thermodynamik... zufrieden?
Beitrag vom 05.09.2025 - 11:52 Uhr
UserHeinzi
User (407 Beiträge)
Wissen Sie, was mit Algorithmus gemeint ist? Dann schauen Sie sich doch mal "Sully" an.>

Sully ist nun ein eine Art Profi, von denen es nur wenige gibt, letztlich auch durch seine umfangreiche Vor- und Ausbildung. Der war auch auf Single man show geschult, was für den gemeinen Verkehrspiloten eben überhaupt nicht gewünscht ist. Die Nummer ist nicht wiederholbar und selbst im Sim haben andere Profis keine bessere Lösung gefunden, obwohl sie nicht vom Szenario überrascht waren.

Für welche Abläufe gibt es keine Checklisten oder in einem Handbuch beschriebene Abläufe?>

Sie meinen also, nur weil es beachriebebne Abläufe und Checklisten gibt, ist das easy peasy? Sie glauben gar nicht wie komplex Fehler sein können, was Zeitdruck bedeutet, wenn Ihnen die Tanks leer laufen und das Wetter Ihnen nebenher noch einen Streich spielt. Ich sage ja, urteilen Sie über nichts, von dem Sie keine Ahnung haben.


Die Max Abstürze sind ein Gegenbeispiel. Hier war nichts beschrieben auf das die Piloten in ihrer Ausbildung hingewiesen wurden und das verhängnisvolle Ende ist bekannt.

Und hier habe ich den guten Glauben, dass ein LH Pilot, dessen Ausbildung und Training ich immer noch als eines der besten weltweit ansehen, ggf. einen Unterschied gemacht hätte.>

Nur sehr spekulativ zu veantworten, daher lasse ich das mal.


Und das war wohl auch einer der Gründe, weshalb Airbus die LH Cabin Crew für den A380 Evacuation Test ausgewählt hat. Und genauso hat LHT sehr, sehr gute Mechaniker und Ingenieure. Doch letztere haben bei Thema Gehalt ein massives Nachsehen ggü. den Piloten.


Die Technik isst auch ein überschaubarer haufen, die Ihre Interessen halt selbst durchsetzen muss. Gute Organisation, eine passende Gewerkschaft und mal mit dem Hintern zusammen rücken hilft. Wenn die das nicht auf die Reihe bekommen, können sie andere, die das schaffen, kaum dafür verantwortlich machen.

Ein Mediziner hat es da ungleich schwieriger, da die Medizin, anders als die Physik, keine exakte Wissenschaft ist.>


Ok. Natürlich besteht fliegen nicht nur aus Physik. Da gibt es Meteorologie, Navigation, Thermodynamik... zufrieden?


Auch das ist am grünen Tisch nicht das Problem.
Beitrag vom 05.09.2025 - 11:58 Uhr
UserMinorItem
User (118 Beiträge)
Ich habe mal das Schreiben der VC gelesen und festgestellt, das die sich nicht mit den hier immer wieder vorgetragenen Busfahrern, Lokführern, leitenden und nicht leitenden Angestellten vergleichen und auch nicht mit Fliesenlegern sondern mit Piloten bei anderen Airlines (und nein nicht unbedingt mit den LCC).


Das haben die noch nie gemacht, weil es zu nichts führt. Das kommt immer aus der Gruppe derer, die sich benachteiligt fühlt und nichts mit dem Job zu tun hat. In unserer Neidgesellschaft vergleicht man sich halt immer gerne mit anderen und in der subjektiven Wahrnehmung darf es da keine Verwerfungen geben, selbst wenn man durch die Vorteile anderer, keine Nachteile hat. Klassischer Weise setzt man sich dann auch nicht dafür ein, selbst mehr zu bekommen, sondern fordert, dass die anderen zurück stecken.
Dieses Argument mit der "Neidgesellschaft" kommt ausschließlich von denen, die sich über ihren privilegierten Status entweder nicht im Klaren sind oder sich völlig abgehoben weit über anderen Menschen stellen. Nun geht es in diesem Konflikt über eine Altersversorgung, von der die Mehrheit nur träumen kann und die soll durch einen Streik, der letztlich nur die Passagiere trifft, weiter verbessert werden. Und alle, die das nicht so ganz verstehen wollen/können, sind ja nur "neidisch".

Ach was!?
Da scheinen Sie ja sehr genaue Informationen zu haben, lassen Sie uns doch mal teilhaben!
Wie hoch ist denn die erwartete Altersversorgung, sagen wir mal für einen FO, der vor 8 Jahren angefangen hat. Also komplett im neuen System, des Defined Contribution?
Und, nicht mit den geschönten Annahmen, dass er nach 15-17 Jahren Kapitän wird! Sondern den REALISTISCHEN, nämlich Kapitän nach 25-30 Jahren. Wenn er es überhaupt noch wird bei der Mainline.
Ach so, isser ja selbst schuld, kann er ja zu CityAirlines, da wird er auch viel schneller Cpt. Macht dann die Rechnung noch einfacher, da addieren wir dann einfach Null dazu, denn betriebliche AV ist da ein Fremdwort!
Also, was kommt denn da so hinten raus, wieviel % seines letzten Gehalts kann der FO erwarten?
Laber Rhabarber und einfach mal was behaupten kann jeder.
Wie wäre es denn mit Zahlen, Daten, Fakten!?
Wovon soll die arme, von den Piloten geknechtete Masse denn träumen?

Beitrag vom 05.09.2025 - 12:02 Uhr
UserHeinzi
User (407 Beiträge)
Und auf die 90% wird sich auch immer fleißig etwas eingebildet.>

Warum sollten die da nicht ein wenig stolz drauf sein und sich das bezahlen lassen? Ich kenne da einige und von eigebildet sein und Arroganz sind die ganz weit entfernt.

Wenn von 50 Bewerbern auf eine Stelle z.B. Leiter global QM 3 KandidatInnen zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden, wie ist denn dort die Quote?>

Da haben sie den Unterschied qualitati nicht verstanden. Es gab in Ihrem Beispiel nur eine Stelle, da hängt die Quote alleine von der Anzahl der Bewerber ab. Bei der Lufthansa gab es eine Gruppe von Bewerbern und sie haben jeden genommen, der den Test bestanden hat und das waren nur 5%. Kleiner Unterschied.

Meine Tochter hat einen von 11 Plätzen eines Dualen Studiums bei Fresenius ergattert... von 347 BewerberInnen.
Also weniger Einbildung und mehr Allgemeinbildung tut uns allen gut.


Glückwunsch! Ich hätte Ihrer Tochter aber an Ihrer Stelle eine Pilotenausbildung bei der Lufthansa empfohlen. Da kann man reich werden, muss wenig arbeiten, kann sich die Welt ansehen und gut bezahlt in Rente gehen.
Kann sie aber auch nach Fresenius noch machen. Bei LH sitzen auch Ex Polizisten, Juristen, Ingenieure, Mediziner und andere Akademiker im Cockpit. It's never too late
Beitrag vom 05.09.2025 - 12:13 Uhr
UserHeinzi
User (407 Beiträge)
Da scheinen Sie ja sehr genaue Informationen zu haben, lassen Sie uns doch mal teilhaben!
Wie hoch ist denn die erwartete Altersversorgung, sagen wir mal für einen FO, der vor 8 Jahren angefangen hat. Also komplett im neuen System, des Defined Contribution?
Und, nicht mit den geschönten Annahmen, dass er nach 15-17 Jahren Kapitän wird! Sondern den REALISTISCHEN, nämlich Kapitän nach 25-30 Jahren. Wenn er es überhaupt noch wird bei der Mainline.
Ach so, isser ja selbst schuld, kann er ja zu CityAirlines, da wird er auch viel schneller Cpt. Macht dann die Rechnung noch einfacher, da addieren wir dann einfach Null dazu, denn betriebliche AV ist da ein Fremdwort!
Also, was kommt denn da so hinten raus, wieviel % seines letzten Gehalts kann der FO erwarten?
Laber Rhabarber und einfach mal was behaupten kann jeder.
Wie wäre es denn mit Zahlen, Daten, Fakten!?
Wovon soll die arme, von den Piloten geknechtete Masse denn träumen?

Das kann man mal ganz generell so darstellen:
Von den 100% Gehalt bleiben nach dem Übergang in die ÜV im besten Fall noch 60% und mit 63, dem zwangsweisen Eintritt in die Rente noch etwa 20% seines letzten Gehaltes und da steckt die staatliche Rente inklusive der Abzüge durch frühen Renteneintritt und Zahlungsstopp in die Sozialkassen mit Ausscheiden schon drin. Alles brutto. Das gilt für Ausscheider der letzten Jahre bei der LH Mutter. Die heutige Generation hat eher weniger zu erwarten, da die Renten sinken werden, eine ÜV zweifelhaft ist und es Betriebsrente nicht mehr in nennenswerter Höhe geben wird. Ein AN hat sonst in Deutschland etwa 48% seines letzten Gehaltes.
Beitrag vom 05.09.2025 - 12:38 Uhr
UserKonTra77
User (254 Beiträge)


Für welche Abläufe gibt es keine Checklisten oder in einem Handbuch beschriebene Abläufe?>

Sie meinen also, nur weil es beachriebebne Abläufe und Checklisten gibt, ist das easy peasy? Sie glauben gar nicht wie komplex Fehler sein können, was Zeitdruck bedeutet, wenn Ihnen die Tanks leer laufen und das Wetter Ihnen nebenher noch einen Streich spielt. Ich sage ja, urteilen Sie über nichts, von dem Sie keine Ahnung haben.

Ich schrieb nichts von "easy peasy", oder?
Seit bald 20 Jahren beschäftige ich mich zu einem großen Teil meiner Arbeit mit Fehlern, deren Ursachen und Korrekturmaßnahmen und das im Bereich Wartung/Reparatur, Entwicklung und Herstellung mit vielen verschiedenen Kulturen, Mentalitäten und kognitiven Fähigkeiten.
Und glauben Sie nur das es Zeitdruck im Mikrokosmos der Piloten gibt?
Wie viele Reparaturen an Flugzeugen oder deren Komponenten geschahen unter Zeitdruck, auf wenn es ggf. Stunden und Tagen waren und nicht Sekunden und am Ende war eine fehlende Zweitkontrolle o.ä. die Ursache für einen Absturz oder einen Unfall.
Und wenn doch alles so überaus komplex ist, was Piloten machen, warum kann man es dann in 2 Jahren lernen, wenn andere Ausbildungsberufe 3 Jahre brauchen oder Studien 4 bis 5 Jahre?
Nennen Sie mir hier nur ein paar Fähigkeiten, die bei Piloten herausragen.



Beitrag vom 05.09.2025 - 12:48 Uhr
UserKonTra77
User (254 Beiträge)

Wenn von 50 Bewerbern auf eine Stelle z.B. Leiter global QM 3 KandidatInnen zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden, wie ist denn dort die Quote?>

Da haben sie den Unterschied qualitati nicht verstanden. Es gab in Ihrem Beispiel nur eine Stelle, da hängt die Quote alleine von der Anzahl der Bewerber ab. Bei der Lufthansa gab es eine Gruppe von Bewerbern und sie haben jeden genommen, der den Test bestanden hat und das waren nur 5%. Kleiner Unterschied.

Und glauben Sie, es gibt nur einen Leiter QM weltweit? Einfach mal Transferwissen benutzen. In Deutschland werden bei Stepstone etwa 100 QM-Leiter gesucht... also Ihre besagte Gruppe. Natürlich gibt es auf die eine Stelle mal mehr mal weniger Bewerber. Ich habe Ihnen ein konkretes Beispiel genannt, dass man extrapolieren kann.


Glückwunsch! Ich hätte Ihrer Tochter aber an Ihrer Stelle eine Pilotenausbildung bei der Lufthansa empfohlen. Da kann man reich werden, muss wenig arbeiten, kann sich die Welt ansehen und gut bezahlt in Rente gehen.
Kann sie aber auch nach Fresenius noch machen. Bei LH sitzen auch Ex Polizisten, Juristen, Ingenieure, Mediziner und andere Akademiker im Cockpit. It's never too late

Nachdem sie in der Nachbarschaft Piloten von LH, Cityline und Netjets kennengelernt hat und deren "überragendes" Sozialverhalten während Corona, Silvester und auch sonst kennengelernt hat, wollte sie nicht so werden... denn bei diese, zugegebenermaßen kleinen Stichprobe, trifft der Spruch "Geld verdirbt den Charakter" zu. Übrigens hatten wir auch den aktuellen Leiter Lufthansa Technic Phillipines als Nachbar, der hat eine ganz andere Sozialkompetenz und bescheideneres Auftreten. Auch die Lotsen, von denen nur 2-3% genommen werden treten anderes auf.
Beitrag vom 05.09.2025 - 22:29 Uhr
UserHeinzi
User (407 Beiträge)
Seit bald 20 Jahren beschäftige ich mich zu einem großen Teil meiner Arbeit mit Fehlern, deren Ursachen und Korrekturmaßnahmen und das im Bereich Wartung/Reparatur, Entwicklung und Herstellung mit vielen verschiedenen Kulturen, Mentalitäten und kognitiven Fähigkeiten.
Und glauben Sie nur das es Zeitdruck im Mikrokosmos der Piloten gibt?
Wie viele Reparaturen an Flugzeugen oder deren Komponenten geschahen unter Zeitdruck, auf wenn es ggf. Stunden und Tagen waren und nicht Sekunden und am Ende war eine fehlende Zweitkontrolle o.ä. die Ursache für einen Absturz oder einen Unfall.>

Das ist Zeitdruck, wird künstlich und ohne Gafahrenlage erzeugt und dem kann man sich und muss man sich entziehen. Vor allem, wenn dadurch Arbeitsfehler gemacht werden. Ich hoffe das können Sie den Auftraggebern Ihrer Arbeit vermittteln. Hier dürfte es sich in der Mehrzahl um wirtschaftliche Interessen handeln. Im Cockpit entsteht dieser Zeitdruck nicht selten aus einer Notsituation heraus, die man selbst nicht iniziiert hat und die sich nicht einfach abstellen oder anhalten lässt. Da ist u.U. keinlanges nachlesen, besprechen, eroieren, beraten. Und einfach mal den Aus Knopf drücken auch nicht. Den von Ihnen beschriebenen Zeitdruck haben Sie im Cockpit durch Verspätungen wegen Technik, Slots und unfähigen Dienstleistern jeden Tag. Dann muss man den Druck rausnehmen. Es dauert, was es dauert, oder glauben Sie deswegen wird man da nachlässsig?
Und wenn doch alles so überaus komplex ist, was Piloten machen, warum kann man es dann in 2 Jahren lernen, wenn andere Ausbildungsberufe 3 Jahre brauchen oder Studien 4 bis 5 Jahre?>

Eine zweijährige Fliegerausbildung wird bei der LH vom Aufwand etwa mit einem Bachelor Studium gleich gesetzt. Keine Wiederholungen, jeden Tag ein neuer Stoff, zwei Jahre lang, keine Semesterferien. Da sind sie auch mal locker bei drei Jahren und nicht Ausbildungsberuf, sondern Studium. Im übrigen gibt es auch eine ganze Reihe Co-piloten bei der LH die das ganze noch zusätzlich mit einem Dualen Studium und Ing. Titel gekrönt haben. Also mal eben zwei Jahre Fliegerfilme schauen und Nachmittags Flightsim spielen reicht da wohl nicht ganz.

Nennen Sie mir hier nur ein paar Fähigkeiten, die bei Piloten herausragen.>

Da Fragen Sie mal die Tester der DLR und die Personaler für Piloten bei der Lufthansa. Die wissen was sie sich, warum, aussuchen und testen. Fakt bleibt, von 2000 bleiben 100 die alle Hard- und Softskills mitbringen. Der Rest nicht. U.a. geht es auch darum, überall eine befriedigende bis gute Leistung zu bringen und keine Totalausfälle zu zeigen. Das sind alles keine Supermänner aber überall mindest durchschnittlich gut. Aber überall sehr gut und eine sechs in einem schwer austrainierbaren Skill reicht halt nicht. Hapert`s an der LH Quali steht zumindest die Tür bei den Töchtern offen und das ist keine Arroganz, sondern LH Firmenpolitik. Wer das doof findet, muss das mit den Verantwortlichen diskutieren.



Beitrag vom 05.09.2025 - 22:39 Uhr
UserHeinzi
User (407 Beiträge)
Dieses Argument mit der "Neidgesellschaft" kommt ausschließlich von denen, die sich über ihren privilegierten Status entweder nicht im Klaren sind oder sich völlig abgehoben weit über anderen Menschen stellen. Nun geht es in diesem Konflikt über eine Altersversorgung, von der die Mehrheit nur träumen kann und die soll durch einen Streik, der letztlich nur die Passagiere trifft, weiter verbessert werden. Und alle, die das nicht so ganz verstehen wollen/können, sind ja nur "neidisch".>

Ich schätze die sind sich sehr Ihres Status bewusst, aber sie lassen sich deswegen auch nicht angreifen und haschen auch nicht nach dem Verständnis der Gesellschaft. Und wenn Sie den Hintergrund der Auseinandersetzung richtig gelesen haben, verstehen Sie auch, dass es nicht um "mehr bekommen" geht, sondern darum, für bereits bezahlte Gegenleistungen nun die Zusagen des Unternehmens erfüllt zu bekommen.
Beitrag vom 05.09.2025 - 23:07 Uhr
UserHeinzi
User (407 Beiträge)

Wenn von 50 Bewerbern auf eine Stelle z.B. Leiter global QM 3 KandidatInnen zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden, wie ist denn dort die Quote?>

Da haben sie den Unterschied qualitativ nicht verstanden. Es gab in Ihrem Beispiel nur eine Stelle, da hängt die Quote alleine von der Anzahl der Bewerber ab. Bei der Lufthansa gab es eine Gruppe von Bewerbern und sie haben jeden genommen, der den Test bestanden hat und das waren nur 5%. Kleiner Unterschied.

Und glauben Sie, es gibt nur einen Leiter QM weltweit? Einfach mal Transferwissen benutzen. In Deutschland werden bei Stepstone etwa 100 QM-Leiter gesucht... also Ihre besagte Gruppe. Natürlich gibt es auf die eine Stelle mal mehr mal weniger Bewerber. Ich habe Ihnen ein konkretes Beispiel genannt, dass man extrapolieren kann.
>

Gleiches Problem, eine bestimmte Anzahl von Stellen und jede wird genau einmal besetzt. Sie erfahren aber nie, wieviele exakt die Qualifikation erfüllt haben und eingestellt wurden, oder wo Abstriche gemacht wurden, um die Stelle zu bestzten. Und auch nicht, wieviele weitere Bewerber geeignet gewesen wären, für die keine Stelle mehr frei war. Das ist im Fall der Pilotenschulung anders. Die Kriterien stehen unverrückbar fest, jeder geeignete Bewerber wird genommen und da bleiben 5 %.

Glückwunsch! Ich hätte Ihrer Tochter aber an Ihrer Stelle eine Pilotenausbildung bei der Lufthansa empfohlen. Da kann man reich werden, muss wenig arbeiten, kann sich die Welt ansehen und gut bezahlt in Rente gehen.
Kann sie aber auch nach Fresenius noch machen. Bei LH sitzen auch Ex Polizisten, Juristen, Ingenieure, Mediziner und andere Akademiker im Cockpit. It's never too late

Nachdem sie in der Nachbarschaft Piloten von LH, Cityline und Netjets kennengelernt hat und deren "überragendes" Sozialverhalten während Corona, Silvester und auch sonst kennengelernt hat, wollte sie nicht so werden... denn bei diese, zugegebenermaßen kleinen Stichprobe, trifft der Spruch "Geld verdirbt den Charakter" zu.>

Das kann ich nicht beurteilen, da sind die Geschmäcker sicher auch verschieden. Für ein mehrfaches meines Gehaltes könnte ich mit einem verdorbenen Charakter aus der der Sicht einer vermutlich Anfang zwanzigjährigen Gen-X Angehörigen sicher sehr gut leben. Und was man selbst daraus macht ist sicher auch u.A. von seiner Erziehung, seinem Umfeld und seinem eigenen Charakter abhängig. Da sollte man mal keine Angst vor sich selbst haben.

Übrigens hatten wir auch den aktuellen Leiter Lufthansa Technic Phillipines als Nachbar, der hat eine ganz andere Sozialkompetenz und bescheideneres Auftreten>

An seiner Stelle würde mir das auch so gehen. Da wäre ich auch ganz leise unterwegs. Letztlich ist er einer der Gründe, warum in Deutschland Arbeitsstellen bei der Technik abgebaut wurden und mit seinem Know How in ein Billiglohnland transferiert wurden. Sicher auch nicht ohne persönliche Vorteile, monetäre Schmutzzulage oder ähnliches. Da wäre ich mir zu Schade. War es nicht Geld, was angeblich den Charakter verdab?

>Auch die Lotsen, von denen nur 2-3% genommen werden treten anderes auf.>

Auch eine sehr entspannte Spezies, hoch qualifiziert und sehr gut ausgewählt.



Beitrag vom 09.09.2025 - 11:12 Uhr
UserDigiflieger
User (1190 Beiträge)

An seiner Stelle würde mir das auch so gehen. Da wäre ich auch ganz leise unterwegs. Letztlich ist er einer der Gründe, warum in Deutschland Arbeitsstellen bei der Technik abgebaut wurden und mit seinem Know How in ein Billiglohnland transferiert wurden. Sicher auch nicht ohne persönliche Vorteile, monetäre Schmutzzulage oder ähnliches. Da wäre ich mir zu Schade. War es nicht Geld, was angeblich den Charakter verdab?

>Auch die Lotsen, von denen nur 2-3% genommen werden treten anderes auf.>

Auch eine sehr entspannte Spezies, hoch qualifiziert und sehr gut ausgewählt.


Und können mit 55 in eine sehr gute Übergangs- und Altersversorgung wechseln.... Aber Pssssst.... Sonst bekommen die auch noch Probleme ;-)
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