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EU sperrt afghanische Fluggesellschaften aus

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Safi Airways Airbus A340-300, © Safi Airways

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FRANKFURT - Die Europäische Union wird ein generelles Einflugverbot für afghanische Flugzeuge verhängen. Dies teilte die private afghanische Fluggesellschaft Safi Airways am Montag mit.

Hintergrund ist eine bereits vor etlichen Monaten erfolgte aber bislang fruchtlose Aufforderung der Europäischen Kommission an Afghanistan, eine nach den Standards der Internationalen Zivilluftfahrtbehörde ICAO arbeitende nationale Luftsicherheitsaufsicht zu schaffen.

Bis die Regierung des zentralasiatischen Staates dieser Eingabe nachkommt, besteht für alle in Afghanistan registrierten Flugzeuge ab dem 24. November 2010 ein generelles Einflugverbot in die Europäische Union. Dieses Verbot gilt auch für die Fluggesellschaft Safi Airways, obwohl diese nach eigenen Angaben bereits nach den von der EU geforderten ICAO-Standards operiert und ihre Flotte bei Lufthansa Technik in die Wartung gibt.

Safi Airways hatte im Juni 2009 einen Linienverkehr zwischen Kabul und Frankfurt am Main eingerichtet. Gegenwärtig bedient das Unternehmen diese Strecke an drei Verkehrstagen in der Woche mit Fluggerät vom Typ Airbus A340-300. Mit Inkrafttreten des Einflugverbots will Safi Airways die Linie Frankfurt - Kabul vorläufig mit einer angemieteten Boeing 757 unter spanischer Registrierung aufrechthalten.

"Um die Strecke schnellstmöglich wieder mit eigenem Fluggerät bedienen zu können, ist Safi Airways mit Kenntnis der EU-Kommission bereits in Verhandlungen zum Kauf einer europäischen Fluggesellschaft getreten", teilte das Unternehmen am Montag mit. Mit einer Umregistrierung ihrer Flugzeuge könnte Safi Airways wieder in die EU einfliegen und wäre nicht mehr von dem Blacklisting Afghanistans betroffen.

Update 14.47 Uhr: Der afghanische Nationalcarrier Ariana Afghan Airlines verbindet ebenfalls Kabul und Frankfurt. Auch dort hieß es, die Flüge würden weiterhin dreimal pro Woche stattfinden. Ob es sich dabei um Flugzeuge mit Registrierung in Afghanistan oder Europa handelte, wollte ein Mitarbeiter im Frankfurter Büro der Gesellschaft nicht sagen.

Der deutsche Marktführer Lufthansa fliegt derzeit nicht nach Kabul. Es gebe derzeit keine konkrete Planung für eine Afghanistan-Verbindung, allerdings beobachte man den Markt, sagte ein Sprecher.
© aero.de, dpa-AFX | 22.11.2010 14:23


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