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Asiana 214: Ersthelfern unterlief fataler Irrtum

Asiana Boeing 777-200ER
Verunfallte Asiana Boeing 777-200ER, © NTSB, CCBYSA

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SAN FRANCISCO - Zwei Menschen erlagen nach dem Landeunfall des Asiana-Flugs 214 in San Francisco ihren Verletzungen. Ein drittes Leben hätte am 06. Juni 2013 möglicherweise gerettet werden können, doch den Einsatzkräften unterlief ein fataler Fehler.

Die 16jährige Ye Meng Yuan schaffte es noch lebend aus dem brennenden Flugzeug. Das Mädchen starb erst, nachdem es von Einsatzfahrzeugen der Flughafenfeuerwehr überrollt wurde.

Der tragische Fall machte bereits kurz nach dem Unfall Schlagzeilen. Ein neues Video vom Löscheinsatz, das der US Fernsehsender CBS veröffentlichte, gibt dem Geschehen eine neue Dimension: Ye wurde offenbar nicht im allgemeinen Chaos nach der Evakuierung von einem anrückenden Löschwagen erfasst, wie zunächst angenommen.

Auf dem Mitschnitt ist zu sehen, dass Einsatzkräfte eintreffende Löschfahrzeuge um einen am Boden liegenden Körper einweisen. Dabei soll es sich um die 16jährige gehandelt haben, die nach Einschätzung der Gerichtsmedizin zu diesem Zeitpunkt noch lebte.

"Halt, halt, halt - da liegt eine Leiche direkt vor Euch", bremst ein Feuerwehrmann ein heraneilendes Fahrzeug ab. Der Truck stoppt und umfährt anschließend den Körper. Nach Stand der Ermittlungen hielten die Einsatzkräfte Ye bei ihrem Eintreffen für tot.

Erst beim Abrücken der Feuerwehr wurde Ye von zwei Einsatzfahrzeugen überrollt und tödlich verletzt. Der Körper des Mädchens war da mit Löschschaum bedeckt.

Einsatzvideo - kostete ein fataler Irrtum der Ersthelfer 16jährige das Leben?, © CBS, YouTube
© aero.de | 16.01.2014 14:43

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Beitrag vom 18.01.2014 - 00:22 Uhr
Wenn man sich das Video ab 1:15 Min anschaut, liegt sie kaum 10m vor der Rutsche 2L. Also weit ab ist das nicht!
Man Sie hätte vorher abtransportieren können. Der eine Retter deckt Sie sogar noch mit eine Plane ab.
Beitrag vom 17.01.2014 - 18:31 Uhr
Da es eine 100%ig Sicherheit nie geben kann, werden wir leider immer wieder solche Vorfälle zu beklagen haben. Zur falschen Zeit am falschen Ort, dann bist Du tot.
Beitrag vom 17.01.2014 - 14:01 Uhr
Ganz ehrlich, bei dem Wetter hätte jeder Anfänger einen vergleichbaren Flieger sauber auf die Piste hingesetzt ...

Die Cabincrew hat alles richtig gemacht. Sonst hätte es noch viel mehr Tote gegeben. Die Feuerwehr rettet was geht.

Da standen soviele Passagiere herum - auch mit Gepäck - und hatten Zeit für Fotos, einen Spaziergang am Wasser.
Wer nicht laufen konnte etc. wurde nicht berücksichtigt...

Hätte die Crew alle Personen mal durchgezählt und gesammelt, dann hätte man ihr Fehlen sofort festgestellt und eine Suche gestartet werden können! Gesunde Passagieren waren doch ausreichend verfügbar...


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