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Biman kehrt nach Frankfurt zurück

Biman CEO Kevin Steele
Biman CEO Kevin Steele, © Lars Kitschke

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FRANKFURT - Nach insgesamt acht Jahren Abwesenheit am Frankfurter Flughafen nimmt die staatliche Airline aus Bangladesch ab dem 31. März wieder eine regelmäßige Linienverbindung nach Deutschland auf. Geflogen wird zweimal wöchentlich mit Boeing 777-300ER über Rom.

Eher unbekannt in Deutschland ist die nationale Fluglinie der Volksrepublik Bangladesh. Bekannter ist sie in Großbritannien, da London-Heathrow schon seit vielen Jahren mehrmals wöchentlich angeflogen wird. Demnächst kommt auch noch eine Verbindung nach New York via Birmingham dazu.

Tatsächlich hat die Airline in der letzten Zeit eine erstaunliche Verwandlung durchlaufen. Betrieb man noch vor einigen Jahren eine Flotte aus teils sehr betagten Flugzeugen, so stehen heute moderne Fluggeräte aus dem Hause Boeing zur Verfügung. Lediglich eine DC-10 ist noch geblieben, die gleichzeitig auch die letzte ihres Typs weltweit im Passagierbetrieb ist. Doch damit ist nach dem 24. Februar ebenfalls Schluss und die alte Dame geht ins Museum.

Mit dem Beginn des Sommerflugplanes 2014 will Biman Bangladesh Airlines sein Engagement auf dem Europäischen Markt ausweiten. Zunächst wird der derzeitig schon existierende Kurs nach Rom ab Ende März nach Frankfurt verlängert. Immer montags und freitags kommt eine Boeing 777-300ER in einer Zweiklassenkonfiguration nach Deutschland zum Einsatz.

Die Landung in Frankfurt erfolgt um 19:00 Uhr. Der Rückflug verlässt Frankfurt um 20:10 Uhr und landet am Folgetag um 13:00 Uhr Ortszeit in Dhaka. Die Maschinen verfügen über 35 Sitze in der Business-Class, die sich fast in eine Liege verwandeln lassen. In der Economy-Class finden 384 Passagiere Platz. Der Sitzabstand liegt bei 81 Zentimetern, was ungefähr dem Produkt der Lufthansa auf der Langstrecke entspricht.

Mit einem Sitzladefaktor von 70 Prozent im ersten Jahr wäre man voll zufrieden und die Strecke rentabel. Die Airline rechnet damit, 40 Prozent der Passagiere in Frankfurt zu akquirieren. Sollte sich die Route wie erhofft entwickeln, denkt man über eine Entkopplung der Ziele Frankfurt und Rom ab 2016 nach, so Kevin Steele, CEO von Biman Bangladesh auf Nachfrage.

Um Fluggäste aus ganz Deutschland und den Nachbarländern zu gewinnen, hat man mit der Deutschen Bahn einen Rail&Fly-Kooperationsvertrag geschlossen. Über den Cateringpartner in Deutschland konnten noch keine abschließenden Angaben gemacht werden, man ist mit mehreren Anbietern in Verhandlung. Eine Besonderheit gibt es für Europäische Fluggäste aber an Bord, Biman Bangladesh ist eine muslimische Airline, folglich wird kein Alkohol serviert.

Bis zur Aufnahme der Flüge wird Biman noch zwei weitere Boeing 777-300ER werksneu übernehmen, damit umfasst die gesamte Flotte 11 Maschinen. Zum weiteren Streckenausbau nach New York ab Juni diesen Jahres werden zwei Boeing 777-200 von Egyptair im Wetlease angeschafft. Bis 2016 möchte man die Flotte verdoppeln um auch im innerasiatischen Markt zu wachsen.

Hierfür kann die Airline mehrere Optionen für die Boeing 737 ziehen. Boeing Dreamliner sind bereits fest bestellt. Auch eine Ausweitung des Wetlease mit Egyptair über zwei weitere Boeing 777 ist geplant. Ein Codeshare-Abkommen mit der Lufthansa auf der Route Frankfurt-Dhaka wird angestrebt. Für einen Beitritt zu einer Luftfahrtbündnis ist man jedoch aus eigener Einschätzung zu klein.
© Lars Kitschke, classic-spotting.de | Abb.: Lars Kitschke, classic-spotting.de | 05.02.2014 10:45


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