Jörg Marks
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Siemens-Manager neuer Technikchef am BER

Berlin Brandenburg
Flughafen Berlin Willy Brandt, © Günter Wicker / Flughafen Berlin Brandenburg

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SCHÖNEFELD - Der Siemens-Manager Jörg Marks wird Technikchef auf der Baustelle des neuen Hauptstadtflughafens. Der 46 Jahre alte Ingenieur übernimmt von August an die Aufgaben des in der Korruptionsaffäre gefeuerten Technikchefs Jochen Großmann, wie der Flughafen am Mittwoch mitteilte.

"Herr Marks ist mein absoluter Wunschkandidat", hob Flughafenchef Hartmut Mehdorn hervor. Er holt seinen neuen Technikchef vom derzeit wichtigsten Auftragnehmer des Flughafens: Als Regionalchef der Gebäudetechnik-Sparte ist Marks seit 2008 für den Siemens-Auftrag auf der Baustelle verantwortlich.

Der Konzern soll die Brandschutzanlage zum Laufen bringen und damit die Eröffnung des Flughafens ermöglichen. Probleme mit der Anlage galten als Hauptgrund für die Absage der Eröffnung vor zwei Jahren.

Mehdorn hatte erst vor zwei Wochen den Technikchef Jochen Großmann fristlos entlassen. Die Staatsanwaltschaft Neuruppin ermittelt gegen den Dresdner Ingenieur, weil er sich einem Auftragnehmer gegenüber bestechlich gezeigt habe und weil er Bietern Preisabsprachen ermöglicht habe. Großmann will diese Vorwürfe entkräften.

Mehdorn hob Marks' langjährige Kenntnis der technischen Herausforderungen am Flughafen hervor. Zunächst hatte Siemens die Entrauchungsanlage gebaut, seit Oktober hat das Unternehmen zusätzlich den Auftrag, die Nachströmung von Frischluft zu regeln. Das Zusammenspiel beider Komplexe funktioniert bislang nicht.
© aero.de, dpa-AFX | Abb.: Flughafen Berlin-Brandenburg | 18.06.2014 13:42

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Beitrag vom 18.06.2014 - 18:51 Uhr
@ atc: Schon einmal etwas von stiller Korruption gehört? Nein? Dann haben Sie in diesem Fall den Beweis dafür! Sogar sehr deutlich! Strafbar ist dieses Verhalten allerdings nicht, da es nicht offen zu Tage tritt!
Beitrag vom 18.06.2014 - 16:17 Uhr
Also jetzt ist erstmal Sommerpause und dann geht es los. Naj auf die zwei Monate Pause kommt es ja jetzt auch nicht mehr an.

Und dann fällt mir noch auf, dass Siemens doch die fehlerhaften Anlagen gebaut hat. Und jetzt ist der Mann, der das durchgezogen hat ... naja, wer weiß.


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