Warnstreiks
Älter als 7 Tage

Tui rechnet mit massiven Auswirkungen

Start einer Boeing 737-800 von Tuifly
Start einer Boeing 737-800 von Tuifly, © Tuifly

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HANNOVER - Bei der Tui-Airline Tuifly laufen vor dem großen Warnstreik im innerdeutschen Verkehr am Montag die Vorbereitungen für mögliche Umbuchungen und Verschiebungen von Urlaubsflügen. Für den Touristiker ist das Thema damit bei Weitem noch nicht erledigt - die Streikfolgen sind drastisch.

"Wir schauen, was umzubuchen ist, was an Ausweichflughäfen dargestellt werden kann oder was auch an einem Tag später denkbar wäre", hieß es am Freitag aus der Zentrale der konzerneigenen Fluggesellschaft des größten europäischen Reiseanbieters in Hannover.

Man sei guten Mutes, die Auswirkungen auf die Kunden begrenzen zu können - dies sei schon beim Airport-Ausstand der Gewerkschaft Verdi im Februar so gewesen.

Derzeit müsse das Unternehmen "beinahe im Wochentakt" Ersatzprogramme organisieren. Dies geschehe in enger Abstimmung mit Vertragspartnern und anderen Tui-Sparten. Die Kreuzfahrtlinie Tui Cruises mache einen großen Teil ihrer Planungen selbst. Mehrere Schiffe lägen aktuell an Langstreckenzielen wie der Karibik. Für die meisten Routen in Europa stehe Anfang kommender Woche jedoch kein großer Bettenwechsel an.

Einfache Flugumbuchungen sind bei Komplettreiseanbietern wie Tui - anders als bei Anbietern von Linienflügen - oft nicht so einfach möglich. Denn Tui nutzt seine eigene Airline vor allem als Zubringer für Urlauber, die weitere Programmpunkte wie Hotels, Kreuzfahrten oder Ausflüge am Zielort buchen, an denen Folgetermine hängen.

Eine Herausforderung sei es auch, genügend Busse für Fahrten zwischen verschiedenen Flughäfen in Deutschland zu reservieren. Außerdem werde wie beim letzten Warnstreik versucht, bei Bedarf kurzfristige Kapazitäten bei anderen Airlines hinzu zu buchen. In den Sonntag vorgezogene Flüge seien eher kein Thema. "Das würde ja bedeuten, dass manche Gäste ihren Urlaub früher beenden müssten als geplant."
© dpa-AFX | Abb.: Tuifly | 24.03.2023 10:27

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Beitrag vom 24.03.2023 - 12:39 Uhr
Dieser Streik führt bei den touristischen Konzernen, die Pauschalreisen anbieten, zu einer großen Stornierungswelle. Die Flüge, die am Montag nicht durchgeführt werden, können nicht alle am Dienstag nachgeholt werden, sondern müssen nach und nach nachgeholt werden. Damit verkürzt sich natürlich die Dauer der geplanten Reise, so dass viele Reisende die Entscheidung treffen werden, die Reise nicht mehr anzutreten. Auch bei Flügen zur Rundreise oder zur Kreuzfahrt ist eine Nachholung kaum denkbar. Schade für die Touristen, deren Reisen jetzt ausfallen.


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