Flug GE235
Älter als 7 Tage

Taiwan: ATR-72 mit 58 Personen stürzt in Fluss

TAIPEH - Eine ATR-72 mit 53 Passagieren ist in einen Fluss in Taiwans Hauptstadt Taipeh gestürzt. Mindestens 31 Menschen kamen ums Leben. Der TransAsia-Flug war kurz nach dem Start vom Songshan-Flughafen in der Innenstadt gegen eine Brücke gekracht und in den Keelung-Fluss gestürzt.

"Mayday! Mayday! Engine Flame-Out!" Sekunden nach dem Start erklärten die Piloten wegen eines brennenden Triebwerks einen Notfall. Ihre ATR kippte in rund 300 Metern Höhe nach links ab und geriet außer Kontrolle.

Amateuraufnahmen zeigten, wie die Turboprop auf eine Verkehrsbrücke zusteuert. Mit einer Tragfläche schlägt die Maschine auf der Fahrbahn auf und streift ein Auto. Trümmerteile fliegen durch die Luft. Dann stürzt das Flugzeug in den Fluss.

TransAsia-Absturz am 04.02.2015 in Taipei, © YouTube


Rettungskräfte eilten zur Absturzstelle. Von Schlauchbooten aus versuchten sie, Überlebende aus den Trümmern im Wasser zu ziehen. Einige der 53 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden. Sie wurden an Land gebracht und mit Krankenwagen weggefahren.


TransAsia-Absturz am 04.02.2015 in Taipei, © YouTube


Flug GE235 der Airline TransAsia war um 10.52 Uhr auf dem Songshan-Flughafen gestartet. Wenige Minuten später verlor die Flugbehörde den Kontakt zu der Maschine. Behördenchef Lin Chih-ming sagte, dass unter den Passagieren 31 Touristen aus China gewesen seien.

Bei der Maschine handele es sich um die ATR 72-600 mit der Kennung B-22816 - ein neues Flugzeug, das erst seit einem Jahr im Dienst und zuletzt am 26. Januar in der Wartung war.

Lin wollte sich nicht zu Spekulationen äußern, nach denen die Piloten das Flugzeug bewusst in den Fluss gelenkt haben könnten. Mehrere Luftfahrtexperten hatten in taiwanesischen Medien die Vermutung geäußert, dass sie die Maschine von Wohnhäusern weg steuern wollten.

Es ist das zweite Flugzeugunglück für die taiwanesische Airline TransAsia innerhalb von rund einem halben Jahr. Im Juli war ihr Flug GE222 bei Sturm auf der Insel Penghu in ein Wohngebiet gestürzt, 48 Menschen kamen ums Leben. Damals handelte es sich ebenfalls um eine ATR-72.

© dpa, aero.de, The Aviation Herald | Abb.: YouTube | 04.02.2015 06:37

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Beitrag vom 08.02.2015 - 13:51 Uhr
@Boeing757767:
Hatte zumindest ich auch nicht so gemeint. Mein Text war auf die Situation aus dem von @vahls zitierten Fall bezogen, daher hatte ich auch absichtlich keine Regionen und Gesellschaften aufgeführt.
Ich kann mir sogar vorstellen, dass kombinierte Kulturkreise im Cockpit durchaus auch Vorteile bieten können.

@freightdawg:
Jep, da hatte ich mal einen Flug mit AA bei dem wohl beide vorher bei der Navy auf CVs stationiert waren. Ich sag nur STOL-Versuche mit 'ner 763. :-~

Wenn ich die Info von FW 190 aus einem anderen thread so sehe:
... kann ja z.B. auch falsche Verkabelung gewesen sein ... Der FO war lt. Zeitungsmeldung ein CPT aus Newseeland der die FO Position eingenommen hat. Also 3 CPT an Bord. ...
Mangelhafte Kommunikation (insbesondere beim Zuhören) würde mich da jetzt aber auch nicht wundern.

Dieser Beitrag wurde am 08.02.2015 13:56 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 08.02.2015 - 08:11 Uhr
Aus einer bekannten und ich denke auch glaubwürdigen Seite ( wenn man sich auf den Berichtsteil beschränkt )

"At 10:52:38L at about 1200 feet MSL, 37 seconds after becoming airborne, a master warning activated related to the failure of the RIGHT hand engine, at 10:52:43L the LEFT hand engine was throttled back and at 10:53:00L the crew began to discuss engine #1 had stalled. At 10:53:06L the right hand engine (engine #2) auto-feathered. At 10:53:12L a first stall warning occured and ceased at 10:53:18L. At 10:53:19L the crew discussed that engine #1 had already feathered, the fuel supply had already been cut to the engine and decided to attempt a restart of engine #1. Two seconds later another stall warning activated. "

" On Feb 7th 2015 the airline reported, that all 71 flight crew are to undergo additional assessment and training by Taiwan's Civil Aviation Authority over the next 4 days resulting in flight cancellations. "

Soll man das nun poritiv oder negativ auffassen ?
Bin mir sicher, dass nach einem Unfall bei LH/BA/AF nicht plötzlich alle Piloten schleunigst in den Sim gesetzt werden.
Auch deutet es hier weniger auf ein kulturell unterscheidliches Cockpit hin, sondern ganz klar und krass auf den elementarsten Pilotenfehler, den man im 2 Eng. Flieger machen kann, sollte man wirklich das einwandfreie L ENG aus Versehen abgestellt haben.

Im übrigen, muss ein zusammengekauftes Cockpit nicht immer schlecht sein ( es gibt auch im gleichkulturellen Cockpit "Meetings", die man auf Grund von Persönlichkeiten eher vermeiden sollte,wenn auch seltenst ). Deshalb sagte ich in meiner Aussage ja auch, dass ich nicht der Meinung bin, dass EK und Konsorten nun generell unsicher sind.
Man muss in solchen Airlines halt nur noch mehr SOPs aufstellen und Sicherheitsnetze einbauen, um das zu kompensieren => mehr Training und Kosten, die eine EK und Co dann aber auch investiert.
Und ein Screening dort ist dann umso wichtiger !
Nicht jeder Asiacpt ist kritikunfähig, usw..... Man muss nur richtig suchen. Meiner Meinung eine weitere Begründung für ein gutes Screening. Und damit ist nicht der eine besser als der andere ( LH vs Ek, oder BA vs AF ) , sondern das Cockpit an sich muss in sich stimmen / eine gleichgesinnte Gruppe sein.

Dieser Beitrag wurde am 08.02.2015 08:25 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 06.02.2015 - 20:11 Uhr
Für die kulturellen Differenzen im Cockpit musst du gar nicht nach Absurdistan schauen. Auch im zivilisierten Abendland gibt es Flugbetriebe, oder Teile davon, die zum Beispiel stark militärisch geprägt sind. Der ex Fighter-Skipper ist mit Sicherheit ein brillanter Pilot. Leider im genannten Personenkreis nicht selten erlebt - Garant für eine offene Teamarbeit im Cockpit ging mit der Brilliaz nicht zwingend einher.


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