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BEA: MD83-Absturz nach Sensorvereisung

Flugzeugabsturz in Mali
Swiftair-Absturz in Mali, © BEA

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PARIS - Die französische Ermittlungsbehörde BEA hat ihren Abschlussbericht zum Absturz einer MD83 in Mali für Dezember angekündigt, nach Auswertung der Flugschreiber aber neue vorläufige Erkenntnisse veröffentlicht.

Die MD83 EC-LTV von Swiftair habe nach dem Start von Ouagadougou ihren Steigflug auf FL310 beendet. In dieser Höhe seinen für beide Antriebe fehlerhafte Triebwerkdruckverhältnisse (EPR) gemessen worden.

Dies sei vermutlich auf eine Vereisung von Sensoren zurückzuführen, erklärte das BEA am Freitag. Das Enteisungssystem sei nicht aktiviert gewesen.

Die automatische Schubregelung habe die Triebwerksleistung gedrosselt, woraufhin die gemessene Geschwindigkeit auf 200 Knoten abfiel. Das Flugzeug geriet in einen Strömungsabriss, der Autopilot schaltete sich ab. Die Piloten hätten nach Aufzeichnungen der Flugschreiber keine Gegenmaßnahmen eingeleitet.

In einer Linksspirale sei der Jet unkontrolliert und mit einer "sehr hohen Sinkrate" zu Boden gestürzt. Bei dem Unfall kamen am 24. Juli 2014 alle 116 Menschen an Bord ums Leben.

Das BEA verweist auf ähnliche Vorfälle mit MD82 und MD83 bei Spirit Airlines und Swiftair in den Jahren 2002 und 2014, die durch eine Aktivierung des Enteisungssystems und Eingriffe der Piloten entschärft werden konnten.
© aero.de, avherald.com | 03.04.2015 13:36


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