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Malaysia Airlines plant Verkauf ihrer A380-Flotte

Malaysia Airlines Airbus A380
Malaysia Airlines Airbus A380, © Ingo Lang

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KUALA LUMPUR - Nach einem Bericht von "Leeham News" will sich der nach zwei Unfällen mit insgesamt 537 Todesopfern schwer angeschlagene Carrier von 16 Langstreckenjets trennen, darunter von allen sechs Airbus A380 Superjumbos und der gesamten Frachterflotte mit vier Airbus A330-200F und zwei Boeing B747-400F.

Die Superjumbos wären die ersten A380 auf dem Gebrauchtflugzeug-Markt  und damit für Airbus und A380-Betreiber ein Test für das Interesse an "billigeren" A380-Kapazitäten.

Zunächst interessierte sich Turkish Airlines für zwei der MAS-Maschinen. Zwei der Riesenjets sollen ab sofort verfügbar sein, die restlichen Vier ab 2016.

Umgekehrt üben auch die zwei relativ jungen Boeing 747-400 Frachter Druck auf den stagnierenden Absatz von Boeings neuer B747-8F aus. Weiters stehen noch vier Boeing 777-200ER zum sofortigen Verkauf.

Im Einsatz verbleiben 24 Langstreckenmaschinen, 9 Boeing 777-200ER und 15 Airbus A330-300, sowie 56 Boeing 737-800 auf der Kurz und Mittelstrecke.

Das oneworld-Mitglied Malaysia Airlines befindet sich derzeit unter Leitung des ehemaligen Aer Lingus CEO Christoph Müller in einer tiefgreifenden Restrukturierung. Defizitäre Strecken wurden gestrichen, ebenso 6.000 von ehemals 20.000 Stellen. Dazu wurde das Unternehmen im August 2014 auch von der Börse genommen.

Dem Netzrückbau folgt nun auch ein kräftiger Rückbau der Flotte, primär auf der Langstrecke. Das nach unbestätigten Meldungen zum Verkauf stehende Großraumgerät entspricht rund 40 Prozent der Langstreckenkapazität vom letzten Sommer.

Eigner von Malaysia Airlines ist inzwischen zu hundert Prozent die staatliche Khazanah Nasional. Nach dem Börsenrückgang kündigte Khazanah an, die 30 Prozent im Streubesitz befindlichen Aktien für 340 Millionen EUR zurück zu kaufen und bis zu 1,5 Milliarden EUR in den Umbau der Airline zu einem vorwiegend regional agierenden Südostasien Carrier zu investieren.

Völlig unklar ist weiterhin das Schicksal von Flug MH370. Die am 8. März 2014 auf mysteriöse Weise verschwundene Boeing 777-200ER wurde bis heute nicht gefunden. Ebenso blieben die Untersuchungsergebnisse über die Urheber des Abschusses von Flug MH17 über der Ostukraine bis heute unter Verschluss.
© aero.at | Abb.: Ingo Lang | 01.05.2015 13:47

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Beitrag vom 02.05.2015 - 13:35 Uhr
@Aviaticus: Und was heißt das jetzt in Klartext?
Beitrag vom 01.05.2015 - 20:02 Uhr
na ja, wenn man den Mund zu voll genommen hatte und Unbekannte verderben einen zusätzlich den Brei, dann bleibt wohl nichts anderes übrig, als sich schmalzuhungern.


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