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Ryanair hat Urlaubsplanung für Flugpersonal vergeigt

Ryanair Boeing 737-800
Ryanair Boeing 737-800, © Ingo Lang

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DUBLIN - Gegenwind auf das Ryanair-Cockpit: erst sägte der Europäische Gerichtshof (EuGH) vergangene Woche an Klauseln in den Arbeitsverträgen von Flugpersonal des irischen Günstigriesen, zeitgleich muss Ryanair hunderttausenden Passagieren vermitteln, dass ihre gebuchten Flüge nicht stattfinden werden.

Ryanair hat am Sonntag 82 Starts verworfen und sagt in den nächsten sechs Wochen täglich zwischen 50 und 60 Flüge ab. Die Airline macht keinen Hehl aus der Tatsache, dass sie sich die Ausfälle selbst zuzuschreiben hat. Zwischen 308.000 und 385.000 Passagiere sind von Änderungen im Flugplan betroffen.

"Wir haben die Urlaubsplanung für unsere Piloten vergeigt und arbeiten nun hart daran, das zu korrigieren", sagte Marketingchef Kenny Jacobs am Samstag.

Die irische Luftfahrtbehörde hatte Ryanair verpflichtet, Urlaubs- und Freizeitansprüche des fliegenden Personals auf das laufende Kalenderjahr abzustimmen. Dadurch fehlen Ryanair bis zum Beginn des Winterflugplans im November nicht nur Piloten sondern auch Flugbegleiter, um alle 737-800 wie geplant einzusetzen.

"Wir haben in der Hochsaison im Juli und August ein Rekordprogramm abgespult und müssen jetzt die Urlaubstage der Piloten und Flugbegleiter eintakten", sagte ein Airlinesprecher. Die Korrektur des Flugplans um 2.100 Flüge - rund zwei Prozent des verkauften Programms - werde zudem die Pünktlichkeitswerte verbessern.

Ryanair fliegt eigenem Flugplan hinterher


Der Anteil pünktlicher Abflüge fiel zuletzt auf unter 80 Prozent zurück, ein Wert, der Ryanair selbst nicht zufrieden stellt. Die Airline will bis zum Winter wieder eine Quote von mindestens 90 Prozent erreichen. Im August hatte Ryanair ihre Sitze zu 97 Prozent ausgelastet und 12,7 Millionen Passagiere befördert.
© aero.de, Bloomberg News | Abb.: Ingo Lang | 18.09.2017 08:03

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Beitrag vom 18.09.2017 - 17:25 Uhr
@Miikie:
Was in den Massenmedien [...] hängen bleibt, ist die angebliche "Qualitätsoffensive" und nicht das Versagen des Unternehmens. Und der wahre Grund dürfte, wie bereits angemerkt wurde, ohnehin woanders liegen.

Da sind auch andere Medien wie Spiegel, FAZ etc. schon weiter.
Die aktuellen Spekulationen schließen Personalfluktuation und das Reservieren von Personal/Gerät für Slots von Air Berlin nach dem 25.10 ein.

Daher denke ich dass Ryanair auch über die Massenmedien seine nette kleine Story "Qualitätsoffensive" schlecht an den Mann bringt.





Dieser Beitrag wurde am 18.09.2017 17:52 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 18.09.2017 - 11:37 Uhr
Ich hoffe möglichst alle Gäste wissen um die Ansprüche auf Kompensation und die €250 werden kräftig eingefordert.

Beitrag vom 18.09.2017 - 11:08 Uhr
@Miikie:

Die Behauptung, dass die Urlaubsfehlplanung schuld sei, stammt von Ryanair. Das wird hier nur wiedergegeben. Nicht weniger, aber zugegebenermaßen leider auch nicht mehr.
Mal abgesehen davon, finde ich es schon bewundernswert, wie gut Ryanair das Spiel mit den Medien versteht. Die erste Meldung, dass Flüge ausfallen würden, wurde nur mit dem Hinweis versehen, man wolle die Pünktlichkeit verbessern. Ein paar Tage später behauptet man deutlich weniger medienwirksam, die Urlaubsplanung sei schuld. Was in den Massenmedien und damit bei den meisten (nicht betroffenen) Menschen hängen bleibt, ist die angebliche "Qualitätsoffensive" und nicht das Versagen des Unternehmens. Und der wahre Grund dürfte, wie bereits angemerkt wurde, ohnehin woanders liegen.


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