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Eurowings rechnet mit Rückenwind durch Air Berlin

Eurowings Europe Airbus A320-214
Eurowings Europe Airbus A320-214, © Michael Lassbacher

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DÜSSELDORF - Die Lufthansa-Billigtochter Eurowings rechnet trotz der Übernahme von weiten Teilen der insolventen Air Berlin nicht mit höheren Ticketpreisen. "Wir planen keine Preiserhöhung auf breiter Front", sagte Eurowings-Chef Thorsten Dirks am Dienstag in Düsseldorf. "Wir werden aufgrund der Situation die Marktmechanismen nicht kippen."

Passagiere, die Plätze in weitgehend ausgebuchten Maschinen kaufen wollten, müssten indes wie bisher auch mit höheren Preisen rechnen. Weiter sinkende Flugpreise seien aber auch unwahrscheinlich, sagte Dirks. Es gehe darum, mit den Preisen ein "nachhaltiges Geschäft" zu ermöglichen.

Durch die Übernahme rechne Eurowings damit, dass der Umsatz von erwarteten vier Milliarden Euro in diesem Jahr auf über fünf Milliarden Euro 2018 steige. Die Passagierzahl soll von rund 32 auf über 40 Millionen zulegen, die Mitarbeiterzahl um 3.000 auf rund 10.000 wachsen.

Neben den geplanten Neueinstellungen von 1.300 Menschen ist die Übernahme von weiteren 1.700 Beschäftigten vorgesehen. Voraussetzung sei die Zustimmung der Kartellbehörden, sagte Dirks. Er erwarte grünes Licht bis Jahresende. Dabei werde es voraussichtlich Auflagen für einzelne Strecken geben.

Lufthansa hatte sich jüngst mit Air Berlin auf eine Übernahme von 81 der 135 Flugzeuge der zweitgrößten deutschen Fluglinie geeinigt. Damit soll vor allem die Flotte von Eurowings ausgebaut werden.

Gehaltseinbußen von 10 Prozent

Passagiere, die bei Air Berlin gebucht hätten, müssten sich nach der bevorstehenden Einstellung des Flugbetriebs ein neues Ticket kaufen, sagte Dirks. Ausnahmen bestünden bei Buchung über Reiseveranstalter. Betroffene könnten sich bei der Fluggesellschaft melden.

Auf rund 1.300 von Eurowings ausgeschriebene Jobs sind laut Dirks und 2.000 Bewerbungen eingegangen. Den Bewerbern würden die Konditionen von Eurowings angeboten. Dies bedeute für frühere Air-Berlin-Piloten im Schnitt Einbußen von bis zu zehn Prozent. In Einzelfällen könne das Jahresgehalt aber von rund 250.000 Euro auf 154.000 Euro sinken.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Michael Lassbacher | 17.10.2017 19:30

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Beitrag vom 19.10.2017 - 07:42 Uhr
Es gibt ja noch das persönliche, direkt an die AB Kollegen gerichtete, Statement.

Ich weiss jetzt nicht genau, was Sie damit meinen, aber aus dem 'Offen gesagt' eine Übernahme von 6.000 AB-Mitarbeitern zum LH-Konzern herauszuhören, halte ich für nahezu unmöglich. CS erwähnt sogar ausdrücklich kartellrechtliche Hindernisse und fordert Easyjet und Ryanair (die letzteren sicherlich polemisch) auf, sich an der Rettung der Arbeitsplätze zu beteiligen.

Aber @Avokus sprach ja von mehreren Interviews, in denen CS sich derart geäußert haben soll. Da warte ich immer noch auf eine Quellenangabe. Eine LH-interne Veranstaltung wird er doch wohl nicht gemeint haben.
Beitrag vom 18.10.2017 - 21:30 Uhr
Es gibt ja noch das persönliche, direkt an die AB Kollegen gerichtete, Statement.
Beitrag vom 18.10.2017 - 20:47 Uhr
Offen gesagt,17.8. 5:15min bis ca. 13:10min, besonders so ab 8 Minuten Laufzeit bsi Ende.

Wer aus dem dort gesagten interpretiert, dass der LH-Konzern 6.000 Leute übernehmen wird, muss schon eine ziemliche Aversion gegenüber CS haben. Der glaubt dann auch, wenn Dobrint sagt, dass die meisten Arbeitsplätze erhalten werden können, dass diese dann Beamte im Verkehrsministerium werden.


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