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Airbus tüftelt an Frachtversion der A330neo

Airbus A330-900neo, Erstflug am 19.10.2017
Airbus A330-900neo, Erstflug am 19.10.2017, © Airbus

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TOULOUSE - Airbus rechnet auf Anstoß von Amazon und UPS die Entwicklung eines Frachters auf Basis der A330neo durch. Ein Vollfrachter mit modernen Triebwerken könnte das Programm ankurbeln und neuen Wettbewerb mit Boeing entfachen, stachen Insider an "Bloomberg" durch.

Amazon und UPS trugen an Airbus demnach die Idee heran, die A330-900 zu strecken, um ein Frachtflugzeug mit mehr Ladevolumen für kürzere Einsätze zu entwickeln. Die Ergänzung eines Frachtmodells könnte die Auftragsbücher von Airbus füllen, derzeit hängt die A330neo bei knapp über 200 Bestellungen fest.

Airbus und Amazon wollten den Bericht nicht kommentieren. "UPS sieht sich am Markt routinemäßig nach Möglichkeiten um, neue und gebrauchte Frachter zu erwerben", erklärte der Logistiker, bezeichnete seine Beteiligung am Start eines A330neo-Frachterprogramms aber als "Spekulation".

Das Geschäft mit Luftfracht erholte sich 2017 sprunghaft von einer zehn Jahre anhaltenden Krise. Amazon baut eine Frachterflotte aus 40 Boeing 767 auf, um unabhängiger von Logistikdienstleistern zu werden.

Derzeit beherrscht Boeing den Frachtermarkt. Von 196 bestellten 767-300F hat der Airbus-Rivale 61 noch nicht geliefert, kann die Produktion derzeit allerdings auch nicht beschleunigen. Boeing bindet Kräfte in einem Tankerprogramm für die US Air Force, das ebenfalls auf der 767-Plattform basiert.

A350-900 und 777X als Frachter?

Der Airbus Vollfrachter A330-200F verkaufte sich nur 42 Mal, 38 Flugzeuge hat Airbus schon gebaut. Um einen Höhenunterschied auszugleichen, verfügt die A330-200F über ein modifiziertes Bugfahrwerk. Das Flugzeug kann 65 bis 70 Tonnen Ladung aufnehmen.

Als Nachfolger denkt Airbus nach Medieninformationen auch eine Frachtversion der A350-900 mit einer Ladekapazität von 90 Tonnen an. Lufthansa Cargo geht unterdessen davon aus, dass Boeing in wenigen Jahren einen Vollfrachter von der 777X ableiten wird.

Frachtairlines decken ihren Flottenbedarf zudem am Gebrauchtmarkt ein. Eine Welle gebrauchter 767 und A330, die in den nächsten Jahren auf die Branche zurollt, biete "viel Rohmaterial" für Umbauten, sagte Analyst Richard Aboulafia.
© aero.de, Bloomberg News | Abb.: Airbus | 20.03.2018 09:08

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Beitrag vom 20.03.2018 - 16:33 Uhr
Ich bin ja für einen A340F (Neo), der würde der 747-8F sicher einheizen (Nutzlast).

Er hat ja dieselben Tragflächen wie der A330 also wird die Abwandlung von ihm wohl kein größeres Problem darstellen.
Beitrag vom 20.03.2018 - 14:09 Uhr
Es gibt bereits einen B777F- auf der -200 basis.

Warum sollte da eine überarbeite, noch größere Version kommen? Die B748 verkauft man doch nur als F.
Beitrag vom 20.03.2018 - 13:59 Uhr
Die eigentlich Botschaft ist eine weitere Streckung.
Ein A339-1000 finde ich schon lange als sinnvolle Möglichkeit für Airbus 340 bis 350 Paxe über 11.000km zu transportieren.

Besonders in Asien könnte ein solcher A339-1000 in der PAX Version Anklang finden.


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